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Schweden die Rückrunde beginnt: aktualisiert am 31.01.2008

Bilder auf: http://picasaweb.google.de/pietmogul/SkitripVemdalen19012501 

Montag 14.01

Nach 3,5 Superwochen in Deutschland gings dann am Montag wieder los nach Schweden. Der Flug ging nach Kopenhagen, von da aus wollte ich nach Malmö um da bei meinem Couchsurfing-Host zu schlafen, ner 25jährigen Schwedischen Kindergarten, die nicht weit vom Bahnhof weg wohnte. Ich hatte ja schon vorher gehört, dass Malmö ne abgewrackte Stadt mit hoher (Ausländer)Kriminalität sei, was sich am Bahnhof auch bestätigte. Die am Bahnhof rumlungernden Leute erinnerten mich wohl eher an Fernsehberichte vom Beiruter Marktplatz und nach wenigen Minuten kamen auch gleich zwei vielleicht 15jährige mädels an um mich nach 9Kronen nach dem Bus zu fragen. Aber wenigstens haben sie genau den Wechselkurs beachtet, da 9SEK=1€ ist. Nach kurzer Zeit holte mich dann Karolina mit ihrem Golf3 ab und wir fuhren zu hier. Hammerbude, geile Couch, Abendbrot und nen schöner Flatscreen mit Digital also HDTV-Emfang. Das erste Couchsurfing-Erlebnis also durchaus positiv.

Dienstag 15.01

Den nächsten Tag dann mit dem Zug nach Växjö und auf dem Weg meine Hausarbeit komplettiert. Dort angekommen gleich mal meine Sachen abgeholt und mein neues Zimmer bezogen was direkt auf dem Campus liegt. Mein Korridor besteht aus 8Leuten und ist direkt mit nem anderen 6er Korridor verbunden. Etwas eklig war allerdings, dass bestimmt nen halbes Dutzend Muellbeuter im Wohnzimmer vor sich hingammelten. Zimmer ansonsten Top. Den Rest des Tages weiter Hausarbeit gemacht usw. nix besonderes soweit.

Mittwoch. 16.01

Finale 30Seitige Hausarbeit abgegeben, mit eher schlechtem Gefühl. Und die anderen Hausarbeiten durchgearbeitet.

Donnerstag 17.01

Erst die Präsi gehalten, dann noch ne Couch abgestaubt.
Am selben Tag Abend haben wir dann nen bissl was getrunken und ich habe mich ueberzeugen lassen doch den Skitrip mitzumachen, anstatt wegen so nem minihausarbeit alles sausen zu lassen. Also noch schnell ne Mail geschrieben, weil ja noch welche nicht mitwollten und ihre karte tauschen wollten.

Freitag 18.01:

Also noch schnell ne Mail an den Skitriptypen geschickt und dann ne Antwort erhalten, dass ich ne Karte bekommen kann. Und zwar hab ich dann ne Karte von nem Chinesen namens Wang Chao gekauft, der wollte auch gleich mein Freund sein und fragte mich nach meiner messengeradresse usw. naja ich sagte ich adde ihn bei facebook (intern. Studivz). Einziges Problem bei der Sache war die Hausarbeit und das Tobi und Anna-Lena zu verklickern. Problem bei der Sache ist, dass Tobi auch schon beim Skitrip dabei war und Anna-Lena alleine niemals in der Lage wäre nen Paper zu schreiben. Sie bekommt dann einfach Panik und weiß nicht was sie machen soll. Zum Glück hab ich vorher rausgefunden, dass die Fragen schon draußen waren, also entschieden wir das Ding bis Samstag abend fertigzumachen da der Bus zum Skikurs ja schon um neun Samstag Abend losging. Das führte natürlich zu einigem Stress, weil ich packen musste Abends feiern angesagt war und dann dieses paper noch zu beenden war...
Abends war dann der letzte Stallarnaabend geplant mit vielen alten Studenten, die noch da waren. Gute Preparty, guter Abend.

Samstag 19.01

Katern,Hausarbeit schreiben, packen und dann ging es um9 zum Bus. Mich sollte eine 5tägige Skiwoche und eine 12stündige Fahrt erwarten. Gleichzeitig fand auhc die offizielle Student-Ski-Week statt, das hieß das dort am Ort noch 3000 andere Studenten in dem Ort untergebracht waren. Sehr geil. Die drei Organisatoren (Chilenischer und Irakischer "Neuschwede" und Schwede, die allen nicht älter als ich waren) hatten uns davon nix gesagt, und auch z.b meinen namen nicht geändert, also fuhr ich als Wang Chao mit. Wir hatten vorher noch ne Emai geschrieben, dass wir alle in einer Hütte sind, aber wie man das als guter Südamerikaner macht , checkt man seine Mails am letzten Tag nicht mehr..., also war ich offiziell mit 7 anderen Chinesen untergebracht, ich war ja auch Wang Chao...

Sonntag 20.01:

Nach der langen Fahrt und ca. 20Minuten Schlaf, kamen wir dann gegen 9 an und dort erfuhren wir dann, dass wir unsere Zimmer erst um drei bekommen sollten. Naja sowas brauch man ja auch nicht vorher sagen... Egal, also in soner Turnhalle umgezogen in die Skiklamotten rein, die mir nen mexikanischer Kumpel von meinem mexikanischen Nachbarn einfach so geliehen hatte und ab zu den Liften. Kotze, dachte ich mir, 5 Jahre nicht auf Skiern und dann noch im Harz und nu gleich Schlepplift... Ging aber ganz gut und irgendwie ist es ja doch wie Fahrrad fahren, man verlernt es nicht. Nicht mal ein Sturz war dabei, allerdings hab ich auch die blauen Pisten und nen paar rote vorgezogen..., die jetzt nicht ganz auf Alpenniveau waren, aber schon okay.

Das Skigebiet war schon okay, also so ca. 20km Pisten,längste Abfahrt 2,1km Länge überbrückte 450m Höhenunterschied. Das lustige war, dass die Berge nur so 880m hoch waren, aber es halt so konstante -10--15°C waren. Und Nach der Baumgrenze kam jedesmal gutgehenster Wind hinzu, der die gefühlte Temperatur auf -25--35°C sinken ließ. Aber die Eindruecke bekommt man erst auf den Bildern.

Nach dem Skifahren bekamen wir dann unsere Schlüssel und liefen zu Fuß den schweren Weg hoch zu unseren Apartments, es hat so mehr an die Flüchtlingstrecks der Ostvertreibung erinnert, da es echt uncool war mit 20kg Koffern verschneite Serpentinen hochzulaufen. Unser Organisator wußte natürlcih auch nicht wo wir hinmussten, was die Sache auch nochmal verzögerte. Die Wohnungen waren der Hammer. 4 Zimmer, riesen WOhnzimmer mit Küche, Balkon, Sauna, Trockner, einfach alles richtig geil. Abends haben wir dann gekocht und mit trinken angefangen, zwischenzeitlich, dann überlegt einfach das schwedische Partyhaus nebenuns zu invasieren, aber wo wir loswollten, waren die schon los ins Tal und dafür waren wir dann doch zu fertig für den Tag.

In unserer 8Mann Wohung, waren dann sozusagen unsere Crew: Ann-Christin,Johannes, Inci(D), Arnaud(F), Marloes (NL), und ich und dazu noch drei andere Deutsche und Tobi, der nicht bei uns schlief und dann sozusagen in meinem Chinesenzimmer untergekommen ist, weil sie den irgendwie auch verplant haben, wahrscheinlich wegen seinem Nachnamen Quaing.

Montag 21.01

Früh irgendwie rausgekommen, ab zur Piste, die man erreichen konnte ohne auch nur einen schritt zu gehen, da man alles mit skiern erreichen konnte. Um 11 nahm ich mir dann nen skilehrer,der mir meine miese oder nicht vorhandene technik austreiben sollte. Diese Skikurse waren kostenlos und da ann und ich die einzigen nichtschweden fahren hatten wir einen allein. Leider führte meine das achten auf neue Technik auch zu einigen Stürzen.

...weiteres folgt

GESCHRIEBEN AM 31.01:

Bin derzeit etwas faul mit Schreiben, also fass ich mal alles neue der lezten wochen und den Skikurs so zusammen:

Der Skikurs war echt geil, die Verhältnisse super, teilweise durch den Wald gefahren, sogar ein bissl Springen versucht. Am letzten Tag war dann die Piste nicht prepariert, da es die ganze Nacht geregnet hatte... logischer Folge für mich war, dass ich mit voller Geschwindigkeit in einen ueblen Schneehügel reinkam, meine Skier stecken blieben und ich einen gepflegten Salto hinlegte, der mit einer Landung auf der Schulter endete... Das ist nun eine Woche her und leichte Schmerzen sind noch da, aber es ist zum Glück nix ernstes gewesen.

Die Apres Ski parties waren ziemlich geil, aber niht ganz billig bei 9€ für Garderobe und Eintritt. Das Bier für 4€ war ann auch nit so ganz billig. Dafür war die Stimmung geil, Live Rockbands wechselten sich mit DJs ab, es gab mehrere Floors und es ging immerhin bis um2 was auch reichte, wenn man den nächsten Tag auf die Piste wollte. Es wurde auch alles mögliche angeboten, weil diese Skiweek war. So gab es an mehreren Ständen umsonst Tee, Kaffee und sone Wasa Sandwiches. Man konnte auhc umsonst Mono-Ski probieren und man konnte ne Probefahrt mit nem Nissan Pathfinder machen, was bei den Schneeverhältnissen natürlich richtig geil war. Das haben wir dann auhc gemacht, also 20Minuten umhergeheizt mit dem Ding kurz nach Hause gefahren, mal 130km/h auf Schnee gefahren usw...

Das Leben mit 9Mann im Apartment hat auch ganz gut funktioniert. Die Sauna wurde pausenlos benutzt und dann ab in den Schnee gesprungen um sich abzukühlen... Naja nuechtern war ich bei der Aktion nie...

Alles in allem ne Hammersache, und 5Tage Skifahren mit einer derart geilen Unterkunft für 210€Kosten+70€ Ausleihgebühr+100€Taschengeld.

Mein neues Zimmer ist der Hammer, Couch fetten Fernseher, gutes Bette, großer Tisch nen Haufen Teppiche, 2mal Wechselbettwäsche für Besuch, und 3 Minuten zur Uni. Das Wohnzimmer sowie Kueche sind auch eindeutig besser.

Im Korridor wohnen Carlos(Mex), Ich, Karl (SWE), Clemence (F), Per (SWE), Gerrard (ESP), Johanna (Fin) und Chinese, Name weiß ich nicht. Also die einzig Leute so auf meiner Wellenlänge sind wohl nur Per aus Uppsala und Carlos, die Finnin ist den ganzen Tag nur Kötbullar (schw. Fleischbällchen) und kommt nie aus ihrem Zimmer raus, der Spanier scheint etwas komisch zu sein und sein Englisch entspricht dem eines Ostdeutschen Hauptschülers, der Chinese fällt aus wegen Kulturunterschied, Karl der andere Schwede spielt 2.Liga Handball und hat ne feste Freundin mit der er sozusagen 24/7 zusammen ist, Clemence ist zwar okay, lebt aber in vielen Dingen in ihrer eigenen Welt und sieht das Austauschjahr nicht als Jahr um Spaß zu haben....

Ansonsten mal wieder ein paar neue Geschichten: Kurz nach dem Skikurs, mußte ich erstmal feststellen ,dass mein Fahrrad geklaut wurde... WELCHER IDIOT klaut dieses Fahrrad???,Zum Glück fand es sich 30m weiter in nem Busch wieder an. Diese verpeilten Idioten haben nicht gerafft dass das (abgebaute) Hinterrad mit dem Schloß am Rahmen befestigt war (waren bestimmt Spanier). Am selben Tag habe ich auch mal wieder die Effizienz des schwedischen Apothekenwesens kennengelernt. Zwei-Drei hinterm Tresen--> Nummer ziehen--> 5Leute vor mir--> nach 15Minuten mitbekommen, dass man für Ohrenstöpsel keine Nummer ziehen muss--> Fazit für Leute die richtige Arznei wollen: eine Apothekerin braucht ca. 6-10Minuten pro Kunde.....

Noch toller wurde es dann, als ich zur Unikrankenschwester wollte um mir was für meine Schulter geben zu lassen, oder wenigstens sone fixierende Stoffbinde zu bekommen. Vor der Tür wurde ich abgefangen und mir wurde gesagt, dass ich anrufen muesste oder email schreiben(Sprechzeit war nur 2-3mal in der Woche oder so). Also ich dann fragte ob sie da ist, weil ich ja nun schon vor der Tür stand, sagte sie zu mir, dass ja die Lampe rot leuchtete udn sie demzufolge beschäftigt sei... ein Patient war nicht drin, aber egal, anstatt zu klopfen hätte ich also nach Hause rennen muessen um anzurufen oder ne Mail zu schreiben...

Von den neuen Studenten hab ich noch nicht so viel kennengelernt, da acuh fast 200 der alten Studenten hiergeblieben sind und dieses Semester nur 215 neue Austauschstudenten gekommen sind. Aber das wird schon noch kommen, so wie letztes Jahr wirds eh nicht werden, da die Aufregung weg ist, und man die Erfahrungen shcon gemahct hat, die die anderen jetzt zusammendurchleben. Aber das passt schon, die letzten beiden Parties waren auf jeden Fall super.

Das Studium läuft Top, wir haben mit vergleichsweise geringem Aufwand das zweite Modul als zweitbeste Gruppe bestanden. Im Nachhinein muss ich sagen, dass man hier zwar ne Menge lernt und auch viel Einblicke in neue Dinge erhält, aber das Niveau doch schon bedeutend einfacher ist. Es ist zwar sehr schwer ne gute Note zu bekommen, aber komplett durchzufallen ist im Prinzip unmöglich. Die meisten Dinge werden hier halt nicht so vertieft und wissenschaftlich behandelt wie in Deutschland, das liegt aber auch daran dass wir ja bisher nie mehr als 10Tage Zeit hatten für nen Assignment, d.h. richtige gewissenhafte wissenschaftliche Arbeit udn Recherche ist rein zeitlich einfach nicht drin. Bestes Beispiel dafür ist die letzte kleine Hausarbeit: Ich habe meinen 3Seitigen Teil in ca. 4Stunden fertig gehabt, da wir die Hausarbeit eignetlich zu Zeit des Skitrips aufhatten, hatte ich nur 2Tage zeit und auch noch nicht mal die passende Vorlesung zum Thema gehabt. Die Präsentation, die ich am Freitag früh nachdem wir die Nacht Bus durchgefahren sind noch schnell vorbereitet habe und mit einer Stunde Schlaf im Rucksack hielt, war auch dementsprechend. Trotzdem hatte die gute Helena Forslund (Logistikprofessorin) nichts auszusetzen und sie sagte sogar noch sowas wie "sehr gutes Paper"...

Ansonsten ist morgen bei uns CorridorCrawl mit 14 Teilnehmern oder so, d.h. 14 Getraenke... Naja mal sehen wo cih aufwache.

Vom 13.-20.02 werden dann Nalli, Siggi und Loui mit Auto hochkommen und mein Schnapsgeschäft ist schon in voller Blüte und mit voller Professionalität ausgeführt. Bisher sind Bestellungen für 41 Flaschen eingegangen...

31.1.08 15:28


Donnerstag 13.12.2007

Es sollten anstrengende Tage auf mich zukommen, da die nächsten drei Tage sozusagen drei Abschiedsparties anstanden und dann am Dienstag auch nochmal das letzte Mal Stallarna mit dem Gerücht, dass sie die Bierfässer leer bekommen wollen und dementsprechend die Preise purzeln.  Das Dumme war aber auch dass wir am Mittwoch früh um 10 unser Paper einreichen mussten und wir aber noch keinen Termin mit unserer Firma VEAB hatten, weil das Thema Financial and Developement perspective nicht gerade so einfach zu beantworten war. Naja egal ich fands auch irgendwie gut, dass wir noch keinen Termin hatten, weil so konnte ich ohne schlechtes Gewissen die nächsten Drei Tage Gas geben. Das andere Dilemma war allerdings, dass ich wahrscheinlich schon mein Zimmer räumen musste, weil ich ja an den Campus ziehen werde, leider sollte ich den Raum aber erst im Januar bekommen. Das hieße also Ausziehen und die Sachen bei irgendwem deponieren.

 Abends gab es bei uns abends im Korridor Abschiedsdinner und jeder kochte was, ich machte Chinapfanne, also typisch deutsche Küche… Wieder typisch war, dass nur eine Französin, die Finnin, der andere Deutsche und ich das Essen pünktlich zu um8 fertig hatten. Die Spanier waren alle frühestens ne Stunde zu spät fertig, aber egal, wir aßen und tranken ordentlich vor und später hab ich dann noch den zweiten Pfeffi angestochen. Im Pudas wieder gut, alle am Start, danach weiter zu irgendwelchen Afterparties Pfeffi alle machen und irgendwann um3 oder so ins Bett.

 Freitag 14.12.2007

Der Tag begann damit, dass ich 10:30 von meinem Hausarbeits-Partner Tobi aus dem Schlaf geklingelt wurde und er mich fragte ob ich nicht mal in unserer Firma anrufen soll zwecks Termin drängeln. Als er die ersten drei katerschmerzverzerrten Worte hörte verstand er, dass ich dafür gerade der falsche Ansprechpartner war. Was soll ich sagen, der Pfeffi hatte mir hart zugesetzt und den Tag überlebte ich nur mit ner Ibuprofen.  Abends war dann Corridor Crawl am Campus angesagt in dem Corridor wo ich bestimmt schon nen Dutzend mal übernachtet hatte nach diversen Feiern… Also auf zum Crawl, es gab alles von Cocktail, über Kurze bis Vodka Mische…, auf dem Weg zum Stallarna haben wir noch ner Schwedin das Auto von nem Felsbrocken gehoben, den sie beim Ausparken übersehen hatte und der ihr wahrscheinlich den halben Unterbau des Fords zerstört hat. Aber egal wir haben ne gute Tat vollbracht.  Also danach in Stallarna und wieder bis um zwei durchgezogen. Danach zu Afterparty, die sich aber als Reinfall reinstellte, da niemand da war, außer ein bekloppter Spanier Pablo, der mal wieder was kaputt machen musste, und zwar den Lattenrost seines eigenen Bettes. Auf die Frage, warum er das macht konnte er nix antworten. Dazu noch eine kleine Geschichte: Austauschstudenten spanischer und mexikanischer Herkunft haben auch eine Woche vorher am Campus nen Rappel bekommen und alles aus dem Fenster rausgeworfen was nur ging, einschließlich einer Dreisitzercouch…  Angefangen damit hatten allerdings besoffene Schweden, die auch manchmal zu Tieren werden, wenn sie voll sind. Naja auf jeden Fall müssen jetzt alle Spanier zu einem Pflichtseminar vom International Office antreten, wie man sich zu benehmen hat. Naja ob die daraus was lernen… Worüber ich mir auch Gedanken mache, ist, dass das ja sozusagen die spanische Bildungselite ist und die schon so einen an der Waffel haben… Wie sind dann erst die Durchschnittsspanier drauf. Auf jeden Fall haben die jetzt keinen Grund mehr sich über Horden besoffener Deutsche in Spanien aufzuregen.

Naja irgendwie sind wir dann aber auf die Idee gekommen in die Sauna zu gehen und zwar über ne Stunde auf Schwedentemperatur mit ein paar kalten Duschen zwischendurch. Ich dachte mir, ist ja gut für den Kreislauf und gesund und so, also immer gib ihm.

Samstag 15.12.2007

Um 11:30 gefragt ob ich mit zum Brunch komme, konnte ich nur Laute von mir geben, die als Nein zu definieren waren. Ich schlief bis 13:00 und war so fertig, wie Jan Ulrich nach ner Bergetappe ohne Epo. Von wegen Sauna ist gesund… Naja bei Eiseskälte und Wind wieder nach Hause erstmal in Ruhe nix tun.  Abends ging es dann ins Stenladan anstatt ins Sivans wo alle Austauschstudenten waren. Grund dafür war holländischer Besuch von Carmen, die keine Guesttickets hatten. Allerdings wurde uns auch von einer Schlange von 1,5h-2h ab 22Uhr berichtet. Naja Stenladan war nicht so doll, war halt keine Studipub und zur Hälfte voll mit „Neuschweden“. Und nach zwei Hardcoreabenden war dann auch nicht mehr so viel zu holen.

 Sonntag  16.12.2007

NISCHT… aber wirklich NISCHT

Montag 17.12.2007

Morgens die Firma angerufen und nen Termin für den Nachmittag bekommen. Das sollte quasi heißen, dass wir die ca. 10-15 seitige Hausarbeit zwischen Montag späten Nachhmittag und Dienstag frühen Abend fertig bekommen mußten, da das letzte Mal Stallarna am Dienstag Abend ja Pflichtprogramm war. Allerdings sollte es noch schlimmer kommen, da ich Abends endlich die Mail vom International Office hatte, dass ich meinen Raum wirklich Besenrein zu übergeben habe und zwar bevor ich nach Deutschland fahre…

Also den Umzug auf Dienstag Nachmittag vorgeschoben. Also im Akkord bis 2:30 Paper schreiben und den nächsten Vormittag mit den anderen Treffen und den Spaß beenden.

Dienstag 18.12.2007

Nachdem wir dann ca. 13Uhr mit dem gröbsten fertig waren ging ich zu Maarten um den Umzug zu starten. Erst noch schön den Fernseher und den Glastisch verfrachtet und zu Arnaud aus Frankreich gebracht, der mir freundlicher Weise sein Zimmer zur Verfügung stellt um meinen Kram dazulassen. Dann ab zu mir, vorher Umzugskisten kaufen, und alles erstmal einpacken. Ich hatte ja natürlich auch nix vorbereitet und die meisten kennen ja meine „Ordnung“. Um 20 Uhr nach zwei Fahrten(mein zweites Bett mußte ja auch wieder zum Campus) und nem Umzugsbierchen gings dann auch direkt zu Marina dem schwedischen Buddy von Maarten, wo wir nen bissl Kuchen und Kaffee bekamen. Danach ins Stallarna gegen 21:30. Leider war das Bier nicht billiger, aber alle haben so getrunken, als wenns umsonst wäre. Gerade für mich nicht ganz so toll, da ich ja nüchtern dahin gekommen bin. War nen geiler Abend und leider auch vorerst der Letzte. Danach noch bei nen paar Amis auf ner Afterparty und ab ins Bett.

Mittwoch 19.12.2007

Mit mittelschwerem Kater in mein Zimmer gefahren in dem außer nem Bett und anderen Krempel nix mehr da war, um sauber zu machen und auch noch meine Präsi für Donnerstag vorzubereiten. Das Zimmer dann also sauber gemacht und ab zum Campus um da zu pennen, weil ich ja am Donnerstag früh Uni hatte. Letzte Verabschiedungen, Tränen bei manchen Mädels ging ich dann früh ins Bett.

Donnerstag 20.12.2007

Der allerletzte Tag… frühs Präsentation, Nachmittags nochmal in die Stadt und nun im Zug nach Kopenhagen.

Fazit nach der ersten Halbzeit Schweden:

Grob genommen  ist Schweden Deutschland sehr ähnlich. Aber etwas mehr Regeln und Sicherheitsvorschriften und was einem am Anfang am komischsten vorkam ist die Ruhe und Langsamkeit der Menschen. Die Menschen sind alle sehr freundlich, allerdings ist es schwer wirklich an sie ranzukommen, da sie doch schon eher verschlossener sind als die Deutschen. Und vor allem ist der Unterschied zwischen nüchtern und besoffen richtig groß. Nüchtern bekommen viele Schweden kaum ein Wort raus und sehr zurückhaltend oder schüchtern, während so besoffen zu Partyschweinen mutieren und auf einmal übermäßig locker sind, oder halt gar nix mehr raffen. Naja die Preise hab ich ja schon zu genüge erwähnt, aber alles in allem nen nettes landschaftlich schönes Land mit schönen netten Menschen, in dem es aber auch schnell langweilig werden kann, wenn man nicht gerade Austauschstudent ist…

Ausblick Schweden 2008

Es sollte noch besser werden, da ich endlich am Campus wohne und dann noch dazu in den schöneren Wohnungen mit 8-Mann Korridor. Vor allem wird die Ausstattung meiner Wohnung sich ordentlich verbessert. Ich hoffe bloß nicht, dass ich in nem richtigen Partykorridor lande, sondern dass  die in den Korridoren nebenan stattfinden. Diverse Besucher haben sich bereits angekündigt. Und auch ich habe einige Trips geplant, die da wären: London, Norwegen, Kopenhageb, Stockholm, evtl. Holland, Männertag in Deutschland und wenn es die Zeit zulässt noch Lappland.  Es sollte also mal wieder ein harter Erasmusjob werden….

21.12.07 15:04


Letztes Update 10.12.2007....

Stockholmtrip,Polizeierlebnisse und ausrastende Spanier... 

Eintrag direkt hier drunter, damit ihr nicht so viel scrollen müßte

Alle Bilder immer unter http://picasaweb.google.de/pietmogul/

10.9.07 18:01


27.11.-5.12

Das übliche Schwedenleben, nach Irland erstmal viel Stress wegen Hausarbeiten, 2 Clubbesuche, ausrastende Spanier und ne Menge Regen.

Was in der Woche wirklich erwähnenswert war, sind die Verwüstungen in eines unserer Wohnheimgebäude. Und zwar sind nach einer Pre-Party, dem Studentenclub und einer Afterparty, einige Spanier nicht auf den Alkohol klar gekommen. Also mußten sie aus Gründen, die bis heute keiner verstehen kann. Zwei komplette Korridore auseinandernehmen, was bedeutete, das Türen,Fenster,Postfächer eingetreten und das komplette Geschirr der Küchen auf der Straße gelandet ist. Wie die Tiere halt. Außerdem nahmen sie dann auch noch die Klamotten einses Bewohners und schmissen sie unter die Dusche, die sie dann auch anmachten. Ich war nicht dabei, aber es ist schon ne krasse Story...

Nen paar Tage später war ich dann mit Hans und Maarten gerade draußen bei ner Afterparty auf dem Campus gegen 3Uhr nachts und unterhielten uns darüber. Ironischerweise flog ein Haus weiter dann mal wieder nen Fernseher aus dem 3.Stock...ohne Worte

6.12-10.12 Roadtrip nach Stockholm 450km und Zwischenstopp in Linköping bei Smicki

06.12 Donnerstag

Am Donnerstag Nachmittag fuhren Maarten, Hans und Andreas aus Österreich nach Linköping mit unserem guten Volvo. Endlich wieder Roadtrip, allerdings kommt man in Schweden noch langsamer voran als in Irland, obwohl die Straßen doppelt so breit sind. Die Leute fahren nie schneller als 90 und meist sogar nur 70-80km/h...

In Linköping angekommen, ging es schnell zur Sache, da wir vor um 10 im Club sein mussten um die 9€ Eintritt zu sparen. Also war wieder Power Hour angesagt. Ich war diesmal mit dem grünen Gold ausgerüstet (Baudi hatte mir 2Flaschen Pfeffi zum Nikolaus zugesandt). Die Flasche hatten Smicki und ich dann auch in 40Minuten gelehrt. Und wir hatten alle nen guten Partypegel. Ab gings ins Plato, wo wir noch drei andere Jungs aus Växjö trafen, was natürlich nen großer Zufall war. Dementrpechend haben wir dann auch durchgezogen, das Bier nur 2,50€ verleitete natürlich dazu. Aufgrund diversen Konsums, habe ich dann meine Erinnerung verloren, aber ich war da nicht der Einzige... Naja Linköping halt. War auf jeden Fall nen geiler Abend...

07.12 Freitag

Nachdem wir alle ausgeschlafen hatten ging es dann so gegen 13:00 los nach STockholm. Gut ging es keinem, gerade unser 20jähriger Hans starb tausend Tode und legte eine morgentliche Kotzsession ein. Naja egal, Maarten unser Fahrer war fit und ab ging nach Stockholm. Dort kamen wir dann so gegen 15Uhr an und leider war es da auch schon dunkel, und es regnete... genau wie die 10tage davor in Växjö. Naja was solls, erstmal Hostel suchen. Wir hatten nen Schiff vorgbebucht, was direkt an der Altstadt lag. Es war ziemlich billig und das einzigste von 11 was noch was frei hatte. nach 30 Minuten Parkplatz suchen und 5mal am richtigen Hostel vorbeifahren hatten wir dann auch endlich was gefunden und konnten unsere Super 6Mann-Kabine betreten, die wir uns auch noch mit nem 6ten Fremden teilen mussten. Den hatten wir auch ganz kurz an der Rezeption gesehen, war nen ca. 40Jähriger Schwede mit SChnurrbart, aber dazu später mehr. Die Kabine war. naja, zweckgemäß. Einen Schrank gab es nicht aber dafür 6 Doppelstock"Betten" die ca. 70cm breit waren. Aber für 22€ die Nacht kann man dann auch nicht mehr erwarten, also egal. Am Abend hatten wir nix großes geplant, da wir noch leichte Probleme vom Vortag hatten und uns auf Samstag konzentrieren wollten. Also erstn nen paar Heineken auf unserm Schiff und dann durch die Stadt schlendern und ne Kneipe suchen. Erste Kneipe war dann nen Irishpub wo es nen 0,5er für angenehme 7€ gab und danach noch in ne geile Bar, die schon nen bissl mehr wie ne Disco war. Dort gab es dann auch die schönsten Frauen zu sehen und 0,4er Bier für 6€ zu trinken... Wieder Erasmusjobber at its best. Zum Geld ausgeben ist Stockholm schon nen gutes Pflaster. Naja gegen 1:30 gings dann in Richtung Hostel zurück und wir kotzten schon ab, dass wir ja nun den 6ten mann bei uns inner Kabine liegen haben. Doch war der Typ komischerweise nicht da. Irgendwann gegen drei kam er rotzevoll ins Zimmer reingepoltert und hat sich in voller Montur und ohne Bettzeug ins sein Bett gehauen. Erst hat er noch ne Runde mit sich selber geregnet und dann die Stiehlkettensäge angehauen... Zum Glück hatte ich Ohrenstöpsel drin...

08.12. Samstag

Am morgen mußten wir leider 9:20 aufstehen weil wir unser Zimmer wechseln mussten. Vorher war allerdings schon unser cooler Mitbewohner aufgestanden. Maarten vermisste sein Handtuch und im Nachhinein fand er es in der Dusche nass auf dem Boden... Also was in dem Typ vorgegangen ist will ich auch nicht wissen aber egal wir hatten unseren Spaß.

Tagsüber war dann Sightseeing angesagt. Also erst durch die ganze Stadt getigert und da noch zwei andere Deutsche getroffen, die auhc in Växjö Exchangestudents sind. Dann noch ins Wasamuseum, wo ein riesiges Schiff aus dem siebzehnten Jahrhundert ausgestellt ist. War auf jeden Fall geil und dann mussten wir uns ranhalten um noch um noch vor 15uhr in den Schnapsladen zu kommen, da es sonst keinen Alkohol mehr gegeben hätte und betrinken in Kneipen nicht in Frage kam. Der System Bolaget war natürlich wieder voller wie nen Aldi vor nem langen Wochenende...

Während die Holländer danach in die Stadt shoppen gingen, entschlossen Smicki und ich die U-Bahn nach Hause zu nehmen und pennen zu gehen, vorher holten wir uns Ossimäßig Brötchen,ne Packung Kochschinken und ne Flasche Ketchup im Supermarkt um endlich mal wieder billig zu essen und nicht zu McDonalds zu gehen. Die U-Bahn kostete dann auch 4,40€ für 5Stationen im innersten Stadring von Stockholm, aber was solls. Dann schlafen bis die Holländer gekommen sind, die dann ins Restaurant gegangen sind um pro Nase für 30€ zu essen. Naja wir fingen shcon mit trinken an. Recht spät kamen wir dann los um in nen Club zu gehen. Wir hatten uns zwei der Besten Clubs Stockholms (Solidaritet und Esque) ausgeguckt. Die Eintrittspreise konnte man so zwischen 13 und 22€ erwarten aber dafür auch ein Publikum, dass dem der "Schweden vs. England-Powerpointdatei" enstspricht. Einziges Problem dabei war, dass wir erstes fünf Kerle und zweitens einen 20Jährigen dabei hatten. Aber vorausschauend hatte ich Hans vorher geraten sich nen anderne Ausweis zu besorgen. Also hieß Hans Langendijk für den Abend Diederik Tibosch, dessen Führerschein er sich fürs Wochenende geliehen hatte, und war immerhin 23Jahre alt. Die Mindestaltersgrenzen gehen so im Schnitt von 23-25 für gute Clubs in großen Schwedischen Städten. Also ab zum ersten Club Solidaritet, wo wir auch so gegen 0:00 ankamen. Keine Schlange, aber nen Türsteher, der meinte dass hana mit 23 zu jung sein. Kann natrürlich auch sein, dass es an fünf Kerlen, an dem Foto lag, dass nicht ganz wie Hans aussah, oder daran dass er wirklich zu jung war. Also ab zum nächsten Club Esque
, wo wir nach 30 Minuten warten dann auch endlich vorne waren. Wir hatten uns schon drin gesehen, doch dann guckte sich der Typ Hans Ausweis genauer an. Dann holte er noch nen anderen ran und beide verglichen immer wieder Hans mit Diederiks Ausweis. Dann fragten sie ihn alle möglichen Fragen(Nachnahme, Geburtstag etc.), die er alle aber vorher auswendig gelernt hatte, doch da er nix weiter bei hatte außer des Ausweises holten sie dann noch nen Dritten ran. Nachdem sie dann noch weiter diskutieren nahmen sie ihn mit rein und wir wussten, dass es dann dann wohl nun war mit dem Club, doch was wir nicht wussten war, dass das in Schweden hier nen bissl anders abläuft. Nach kurzer Zeit kam der Türsteher wieder raus und sagte, dass Hans gestanden hat und sie nun die Polizei wegen Dokumentenfälschung angerufen haben. Auf die Frage, was die mit ihm machen, antwortete er nur "He will play piano", was heißt, dass er in Handschellen abgeführt wird... Später sagte er uns dann, dass Hans wohl die Nacht auf der Wache verbringen wird und sich auf ne Strafe gefasst mache könnte. Also hieß es für uns draußen warten, bis die Polizei kommt. Da Hans sein Handy nich bei hatte konnten wir auch keine wirklichen Informationen bekommen. Nach 1,5Stunden frieren und über die Situation abfeiern kam Hans schließlich in Begleitung einer gutaussehenden Polizistin und eines Polizisten, die ihn im Haltegriff hatten wieder raus. Er war guter Dinge und feierte ab, was für ein Abenteuer das war. Naja sie nahmen ihn dann mit zur Wache. Zwischendurch wurd Smicki draußen noch des öfteren als Türsteher verwechselt, weil er mit seinem Mantel wie nen Atze vorm Club stand. Davon abgesehen konnten wir das Publikum sehen was in den Club und den daneben (White Room)gegangen ist... Es entsprach in etwa dem was man von einer Playboyparty von Hugh Heffner erwartet, leider war außer Hans dann natürlich keiner drin von uns. Danach dann zurück in Richtung Hausboot um noch irgendwo nen Bierchen zu trinken, leider ist das um3 in Stockholm nicht mehr möglich, da nur noch Clubs offen haben, die nen Haufen Eintritt kosten und lange Schlangen vor der Tür haben. Kurz vorm Hostel kam dann ein halbbesoffener Schwede an, der auf einen anderen besoffenen agressiven Schweden deutete. Er erklärte uns, dass er ihn und seine Kumpels angepöbelt hatte und sie auhc noch fast verhauen hätte und er nun daraufhin die Polizei gerufen hat. Wir sollten ihm dann weiter
folgen, und der Polizei sagen, dass es er sei, weil sie zu viel Angst hatten ihm zu folgen... ohne Worte, Samstag Nacht die Bullen zu rufen weil man fast verprügelt wurde... Hans kam dann zu fuß von der Wache zu uns gelaufen und wir haben mal wiede McDonalds bescuht. Er erzählte uns wie der Club von innen aussah (wie in der Playboyvilla) und dass er ne Rechnung nach Holland geschickt bekommt.Am Ende waren wir dann um5 in unserem neuen Hotelzimmer auf dem Boot was etwas besser war als das Hostelzimmer davor, aber dafür auch 40€ die Nacht kostete.

09.12. Sonntag

Morgens aufgestanden und unser Frühstücksbüffet wahrgenommen gingen wir dann noch ein paar schicke Fotos von nem Ausichtspunkt machen, um dann noch an die Ostküste von Schweden zu fahren. Dort haben wir dann auch noch nen paar jute Bilder gemacht und ab gings nach Hause. nach ca. 5,5Stunden Fahrt waren wir dann auch völlig übermüdet gegen 7 wieder in Växjö. Zuhause mußte ich dann meine Präsentation für meine Montag vorbereiten, was nach dem Trip nicht gerade einfach viel.

Fazit Stockholm:

Hammergeile Stadt, mit sehr teuren Preisen. Die Stadt selber ist wohl eine der schönsten europäishcen Hauptstädte, da sie auch teilweise komplett mit Wasser umgeben ist. Mindestens genausogut in Erinnerung sind die Polizeierlebnisse, die einfach nur komplett fremd für Menschen aus Deutschland oder Holland wirkt, da es wohl in nicht vielen Ländern der Fall wäre, jemanden dafür auf die Wache mitzunehmen, weil er mit nem anderen Ausweis in nen Club kommen wollte.

Noch 10 Tage bis Deutschland. Und ich hab bis dahin noch ne Hausarbeit zu schreiben und nen paar Abschiedsparties zu besuchen. Die Zeit wird also schnell vergehen, aber ich bin auf jeden Fall auch richtig froh mal wieder in Deutschland zu sein, alle wieder zu sehen und zu normalen Preisen zu leben.

Pics auf http://picasaweb.google.de/pietmogul/StockholmUndLinkPing06120912 

10.12.07 20:30


IRELAND - probably the loviest country in the world -

Tag 86 Mittwoch 21.11.07

Um 5:30 klingelte der Wecker und ab gings bei Eiseskaelte zum Zug 6:43. Nachdem ich mich mit Smicki an nem Umsteigebahnhof Nässjö getroffen hatte gings dann weiter in Richtung Göteborg um von dort abzufliegen. Durch Jonköping vorbei an einem der größte Seen Schwedens kamen wir dann pünktlich an und sind noch eine gute Runde durch die Innenstadt gelaufen und waren bei McDonalds(es werden noch einige Male folgen). Ab zum Flughafen "Göteborg City" mit dem Bus, der sich als Miniflughafen herausstellte. Ab in den Ryanair Flieger mit der Aufschrift "Good Bye Easyjet". Da es mein erster Ryanairflug war, war ich ziemlich erstaunt. Die Sitze zur Hälfte aus Hartplastik, nix zu lesen oder so und auch kein Kotztüten. Naja egal dafür zahlt man wenig.

Auf dem Hinflug lernten wir dann auch gleich Valentin kennen der ein in Schweden wohnender Litauer war und fliegen nicht so mochte und dementsprechend ein 0,33er nachdem anderen für 5€ trank, nachdem er dann bei mir auf dem Lappi Southpark mitgucken konnte gab er mir natürlich auch eins aus und bat uns an uns mit seinem Kumpel mit dem Auto mitzunehmen. So wars dann auch und sein anderer litauischer Kumpel holte uns ab, wir machten unsere ersten Erfahrungen mit dem Linksverkehr und wir fuhren zum Omnicenter in der Nähe der Santry-Avenue im Norden von Dublin, wo wir uns mit den Mädels Melli und Uli von meiner FH verabredet hatten, da sie ja unsere Gastgeber bis Donnerstag Abend sein sollten. Wir also zu Aldi Spirituosen holen und dann gab es schon mal den ersten Schock. Selbst bei Aldi war das billigste Bier um 1€, Billigwodka 15€, Lebensmittel mehr als doppelt so teuer wie in nem deutschen Discounter, aber der Kracher war dann beim bezahlen, als Uli(25) nach ihrem Ausweis gefragt wurde um Bier zu holen... Ihr deutscher Ausweis bzw. Führerschein sei nicht gültig, sondern sie benötige eine Blackcard (Art irische ID) die man sich von irischen Ämtern ausstellen mußte. Aldi-Firmen-Politik sagte sie und auch der örtliche Fillialleiter, dem das ganze schon ein bisschen peinlich aufgrund unseres Alters war, sagte mir dann dass wir halt Pech hätten und zu nem anderen Markt müßten um Alkohol zu kaufen. Allerdings muss man sagen, dass das erste Mal war, dass die Mädels sowas erlebt hatten. Also zu Spar, wo die Preise dann richtig richtig gepfeffert waren.

Die Mädels wohnten in einer durchschnittlichen Gegend, die allerdings schon nen bisschen gefährlich war, nachdem was sie von anderen Studenten so gehört hatten. Also Nachts zu Fuß nach Hause gehen, sollte nicht so die gute Idee sein. Dementsprechend hatten die mehrgeschössigen Häuser denn den Charme von Prison Break. In der ca. 90qmVierer-WG bezahlten sie dann auch satte 520€ pro Person für ca. 14qm Zimmer allerdings mit eigenem kleinen Bad. Die Gegend war so eine Stunde Fußweg bzw. eine Stunde Bus in der Rush Hour entfernt von der City. Das Problem in Dublin ist, dass das Verkehrssystem nicht so schnell ausgebaut werden konnte wie dei Stadt und vor allem die Anzahl der Autos in den letzten Jahren gewachsen ist. In Irland steht auf den Nummernschildern auch immer das Jahr der Erstzulassung drauf und man sieht dort fast nur die Zulassungen von 04-07. Nachdem lutigen Vorglühen bei dem noch eine Freundin von ihnen aus dem Ruhrpott dabei war ging es dann mit dem Bus zur City. Die Innenstadt war gut belebt und schick und ab ging es in den Temple Bar Bezirk. Den berühmtesten Pub-bezirk der Stadt. Dort war es überall gut gefühlt und wir gingen in die Fitzsimons bar einen riesigen dreistöckigen Pub in dem es unten Hammer-Live-Rockmusik gab und dann oben ab und 12 die Disco aufmachte. Das Bier mit stolzen 5,50€ auch nicht gerade billig aber das war es trotzdem werd. Halb 3 war dann Schluss und wir gingen noch zu Burger King in dem Smicki gewöhnlich zwei Cheeseburger bestellte aber mit 3,90€ für beide dann auch ziemlich angeschissen war. Zurück ging es dann mit dem Taxi.

Tag 87 Donnerstag 22.11.07

Nachdem wir relativ lange geschlafen hatten und Frühstück hatten ging es dann mit Vollgas in die Stadt Melli zeigte und in ca. 3Stunden die Innenstadt. Es war wirklich Extrem-Sightseeing und wir haben wirklich alles mitgenommen was man in der Innenstadt so mitnehmen kann. Leider hatten wir keine Zeit mehr für die Guinessbrauerei, aber das war auch nicht so schlimm. Meine Reisetasche hatten wir derweil am Busbahnhof eingeschlossen und im Enteffeckt für die 3Stunden 11€ bezahlt, da der Automat 3€ einfach mal so gefressen hat und der Preis so auch schon bei 8€ lag. Unser Bus sollte dann 17 Uhr nach Galway abfahren, dass an der anderen Küste von Irland liegt und wo Fabi studiert. Für nur 14€ bekamen wir dann auch die Tickets. Nachdem wir unsere 8-9km in der Stadt abgelaufen waren verabschiedeten wir uns dann von unserer lieben Reiseführerin und stiegen in den bequemen und zum Glück fast leeren Bus. Ankunftszeit laut Internet 20:15.

Mit den Zeiten in Irland ist das nciht so genau und dementsprechend kamen wir dann auch ca. 21:15 an, obwohl wir kaum Stau oder sowas hatten. Bei Fabi angekommen war dann der erste Spruch. Jungs ihr habt 10 Minuten, dann gehts auf ne Party Tiefkühlpizza hauen wir uns dann da hinter. Es sollte also weiter ein Marathon werden. Ab auf die Pre-Party von Freunden von Fabi. Dort war dann auch ungefähr 45Minuten Zeit bevor es dann auf eine Erasmusparty in ein Pub ging. Das geile war zum Glück, dass Fabi in der INnenstadt wohnte und man nirgendswohin mehr als 5-10 Minuten laufen mußte. Die Innenstadt bestand zur Hälfte aus so richtigen irischen Pubs und war belebt wie nen Urlaubsort im Sommer. Im Pub war es dann ganz cool und nach ein paar Miller-Bieren ging es dann weiter in sone Art Rockdisco, die allerdings ziemlich schäbig war. Naja egal die Bar war unsere wir lernten Fabis Freunde in Galway kennen. Und die Stimmung war super. Irgendwann so gegen um4 oder so waren wir dann auch im Bett, oder eher gesagt, auf der Luftmatratze bzw. den Couchkissen vom Wohnzimmer. Alles in allem hatten wir uns den Schlaf auch verdient.

Tag 88 Freitag 23.11.07

Nachdem wir wieder relativ lange auschgeschlafen hatten, ging es dann ab durch Galway. Eine schöne Hafenstadt, die ein Superflair hat. Ab an die Uni, an die Atlantikküste... durch die Innenstadt etc. war wieder Sightseeing extreme, weil man ja immer mit der 16:30 untergehen Sonne zu kämpfen hatte. Ab nach Hause zu Fabi, der mit einem portugiesischen Paar und einem Iren namens James zusammenwohnt. Die Lage der Wohnung ist der Hammer, aber die Qualität jetzt nicht so wie mans aus Deutschland gewohnt ist, aber was solls, ist halt Irland und da ist eh alles irgendwie urisch. Da Galway zwar schön ist, aber ganz Irland noch schöner, suchten wir uns dann ein Mietwagen für den nächsten Tag um12Uhr MIttags raus um Samstag und Sonntag eine Tour durch Irland zu machen. Ein Hostel buchten wir nicht, da wir uns ueberraschen lassen wollten, wo wir übernachten udn die billigen Hostels eh schon ausgebucht waren.

Abends gingen wir drei dann erstmal in nen Pub um nen leckeres Guiness trinken und über Irland, Schweden und Erasmus zu philosphieren. Danach zu ner Privatparty in nen Studentendwohnheim relativ außerhalb vom Zentrum. Dort gab es dann Glühwein und Pfannkuchen es war ganz lustig, aber so richtig kam die Feier dann doch nicht in Gange und wir entschieden uns dann unvernünftigerweise noch in den "Living ROom" zu gehen was nen Club in Galway ist. Da war es dann auch richtig gut, mit gutem Publikum und geiler Musik. Der Club hatte dann auch wie alle halbdrei Schluss, doch im Bett waren wir dann doch erst um5 oder so... Naja egal dei Wecker waren auf um11 gestellt. Schließlich hatten wir einiges vor bis Sonntag.

Tag 89 Samstag 24.11.07

Äußerst verstrahlt standen wir halbwegs pünktlich auf und waren dann auch bei unserem etwas verplanten Autovermieter, der uns nen viertürigen Ford Focus für 90€ für die ersten zwei Tage gab. Irgendwie hatten wir nur den Zweitschlüssel bekommen und schon bei der Autovermietung sprang die Alarmanlage an, aber egal Hauptsache fährt und wir können los in unserem verstrahlten Zustand, da wir ja wieder die untergehende Sonne im Nacken hatten. Auf gings zu den Cliffs of Moher. Die Straße außerhalb der wenigen Nationalstraßen sind im Schnitt nicht mehr als 4m breit, so dass es gerade in Kurven immer ziemlich eng wird. Außerdem sind sie fast immer durch alte kleine Steinwälle begrenzt, die die alten Grundstücksgrenzen markieren. So kam uns die Fahrt dahin vor wie eine Rallye. Respekt an Fabi, meine Ambitionen zu fahren begrub ich ganz schnell, da das nach 3Monaten Fahrradfahren und Linksverkehr nicht gerade die sicherste Variante gewesen wäre. Einer atemberaubenden Küstenstraße, den Atlantik zur rechten und Higlands zur linken kamen wir dann bei den Cliffs an, die ca. 200m hoch sind und senkrecht zum Atlantik runtergingen. Da oben herrschten Windgeschwindigkeiten von ca. 60-80km/h , und wir gingen auch noch einen Weg ohne Absperrungen an den Klippen entlang, also nix für Leute Hoehenangst. Danach ging es dann in Richtung Cork an die Südkueste. Dort kamen wir dann auch so gegen 19:00Uhr an und versuchten ein B&B (Bed&Breakfast) zu finden. Nach langer Fahrt durch die zweitgrößte Stadt Irlands ohne irgendwelchen Stadtplan oder sonstiges, fanden wir dann schließlich ein gut gelegendes B&B für 37€ die Nacht in einem komfortablen 3Bett-Zimmer. Danach machten wir uns dann auf den Weg in die Stadt wo wir noch verzweifelt nach einer Möglichkeit zu essen suchten, die nicht aus Fastfood bestand und erschwinglich war. Es gab zwar überall Chinapfannen in unserer Gegend allerdings waren die Preise 7€ aufwärts und es kam keine Möglichkeit zu sitzen. Also in Chinarestaurant schön essen und danach Pub suchen. Dazu muss man sagen, dass wir geschädigt von Drei Nächten feiern und wenig Schlaf waren, deshalb nahmen wir uns auch vor nen ruhigen zu machen. Nach dem ersten Pub was etwas ruhiger war, gingen wir dann ins Old Oak, was von außen wie eine kleine Kneipe aussah aber dann sich dann als riesig herausstellte. Dort war dann auch wieder was typisch kulturelles passiert, und zwar sucht man sich ja als Deutscher den leersten Teil der Bar aus, oder am besten was zum sitzen. In unserer ruhigeren Ecke waren dann logischerweise auch die einzigen anderen Deutschen des ganzen Pubs. Der Ire geht halt an den Tresen trinkt sein Bier und quatscht dann halt mit den viele Leuten die sich an der Bar drängeln. Außerdem lernten wir dann noch einen etwwas älteren Polen kennen, der in Irland arbeitete und auch sehr viel in Deutschland arbeitete. Der war richtig geil drauf und hatte uns dann lauter Tips für den nächsten Tag gegeben, was wir uns ansehen sollten. Am Ende war es dann doch wieder halb2 und wir gingen, den Wecker auf 8Uhr gestellt ins Bett.

Tag 90 Sonntag 25.11.07

Nachdem wir dann unser Frühstück gegessen hatten und bezahlt hatten entschieden wir uns dann erst ein bissl Cork anzugucken und nach Cobh zu fahren, einer schicken Hafenstadt nicht weit von Cork, wo zum letzen Mal die Titanic angelegt hatte.

Die Stadt war dann auch der Hammer, am Hang an der Bucht gelegen mit viktorianischen Bauten und Palmen, vermittelte sie das Gefühl von Spanien. Außerdem war es an dem Tag auch fast T-Shirt Wetter was für uns Schwedengeschädigte auch ein Highlight war. Die ganze Tour stand dann auch schon vorn vorneherein wieder unter dem Motto Extrem-Sightseeing, weil unser Tagesprogramm, eigentlich normalerweise für drei Tage ausreichen würde. Nach Cobh ging es dann in Richtung Blarney-Castle, also wieder zurück durch Cork in Richtung in Richtung Südwest-Küste. Bei der Burg angekommen, bezahlten wir die 6€ eintritt und heizten durch wie chinesische Bustouristen, es war schon sehr lustig. Der Eintritt war es wert, da man echt nen Eindruck bekam wie es im 15.Jahrhunder so aussah. Nach der Burg ging es dann zurück ins Auto um in Richtung Ring of Kerry zu fahren. Eine der wohl sehenswertesten Straßerouten Europas oder der Welt. Nach kurzem Burgerking Stop in Killarney, kamen wir dann langsam auf die Highlands. Es war einfach nur atemberaubend, und die Straße war auch wieder der Hammer, Fabi hatte Spaß und ich Angst... Beifahrer ist nicht so schön, wenn man immer son paar Zentimeter an irgendwelchen Felsen vorbeirast und dann noch Gegenverkehr kommt auf ner Straße die etwas breiter war als eine Spur in Deutschland.

Leider war es dann mittlerweile auch schon um drei und da man im Schnitt nicht schneller als 40-50 war mussten wir den geplanten Rundkurs abbrechen und namen eine Route direkt durch die Highlands. Das war dann das wahre Highlight, da wir eine Route namen, die nur von einheimischen genutzt wurde und uns teilweise etliche Kilometer kein Auto entgegen kam, wenn dann waren es eher welche von den frei rumlaufenden Schaafen. Der Schotterweg war dann im Schnitt noch 2m-2,50 breit und dementsprechend war das auch gut so. Also fuhren wir durchs "Black Valley", was einfach nur unglaublich war, da die nächste menschliche Ansiedlung, die dann aus einem kleine Gehöft bestand meist einige Kilometer weit weg. Wir sind dabei auch am Fuß des höcshten Berges Irlands Carrantouhill vorbeigefahren. Sehenswerte Fotos und Videos entstanden. Irgendwann wußten wir dann auch nicht mehr so richtig wo wir waren und es wurde dunkel uns kam manchmal eine halbe Stunde kein Auto entgegen und Beschilderungen in Irland sind sowieso ein Fall für sich. Nach Drei Stunden abenteuerlicher Fahrt durch Gebirge, wo wir nen paar Autos, noch weniger Menschen und dafür hundert Schaafe sahen. Alles in allem eines der beeindrucksten Erlebnisse für uns alle.

Auf gings dann nach Galway in die Heimat in der wir ca.22Uhr ankamen. Dort fanden wir dann erstmal raus dass unser Flieger ja schon um 11 aus Dublin abging. Das heiß noch schnell nen Bus 5:45 buchen, was mir einige Angst machen, da die Toleranzgrenze nur bei ner guten Stunde zu spät kommen lag, was in Irland ja eher einzukalkulieren ist. Am Ende waren wir dann doch wieder nach 1 Uhr im Bett was also mal wieder nicht mehr als vier Stunden Schlaf zuließ.

Tag 91 Montag 26.11.07

Bus bekommen und er war nur 40 Minuten zu spät, was uns bequem unsern Flieger bekommen ließ der dann auch 30 Minuten su spät abflug. In Göteborg haben wir dann nochmal ein Abschieds McDonalds-Essen gemacht und dann hab ich meine 3 Stunden Zugfahrt zurück nach Växjö begonnen. In Växjö schneite es dann schon und es sind hier so derzeit -2C° was im Gegensatz zu den 10-13°C in Irland schon nen ganz schöner Unterschied ist.

Fazit des Irland-Trips:

Es war einer der beeindrucksten Trips die ich je gemacht habe. ind der kurzen Zeit haben wir so viele Eindrücke gesammelt, dass man das schlecht alles aufschreiben kann, aber ich versuchs mal:

Über Irland im allgemeinen kann man sagen. Die Menschen sind unglaublich freundlich und sagen sogar schon sorry wenn man ihnen beim raus gehen ausweichen muß. Der Dialekt ist kaum zu verstehen wenn sie sich unternander unterhalten. Sie sind das ehrlichste Volk, dass ich je erlebt habe. Und sie hängen im Schnitt ab um 6 im Pub. Wenn man um sieben durch die Wohngegenden fährt, denkt man dass das ganze Land Stromausfall hat, da wir teilweise 15Reihenhäuser hintereinander gesehen haben in denen kein Licht an war.

Was Pünktlichkeit und Gründlichkeit angeht sind sie eher südländisch. Fahrplänen sollte man nicht trauen, auf Straßenbeschilderungen sollte man nicht bauen und nach isolierten Leitungen oder Fenstern sucht man vergebens. Aber gerade das macht das Land auch aus. Es ist halt alles locker und nicht so vorgeschrieben wie in Deutschland oder Schweden.Man bekommt halt keinen Mietvertrag oder oft keinen Arbeitsvertrag. Die Leute sind halt so ehrlich, dass das alles über Handschlag abläuft. Typisch für Irland ist auch, dass man sich ungefähr ne Stunde vorher überlegen muss, ob man duscht, oder nen Bad nimmt, weil man eigentlich überall erstmal nen Beuler anschmeißen muss. Und natürlich ist bei Fabi dann auch die Dusche kaputt gegangen, aber zum Glück erst an dem Tag wo wir unseren Trip starteten. Die passende Beschreibung für Irland war also im "urisch". Das Wort ist dann auch in jedem Zusammenhangen gefallen. Auch geil ist, dass total viel Leute ohne Führerschein, aber dafür mit einem "L" für Learner auf dem Auto rumfahren. Sie melden sich also für den Führerschein ein Jahr später an und dürfen bis dahin mit dem L rumfahren, dann melden sie sich krank oder sowas und haben wieder ein Jahr Zeit üm die Prüfung zu machen, so gibt es dann halt Leute, die schon 10Jahre ohne Führerschein fahren.

Da gibt es zum Beispiel den Pakistanischen Linienbusfahrer in Dublin, der im Jogginganzug hinterm Steuer sitz und anstatt bremsen nur Hupen kennt. Die Ampelphasen sind für Rentner nicht zu schaffen und wenn die Fußgänger rot bekommen, haben die Autofahrer schon grün. Aber das juckt da halt keinen und es funktioniert da ja trotzdem irgendwie alles. Joggingklamotten sind sowieso ganz große Mode in Irland, und dann meist graumeliert und einfarbig, so wie man sich sonst auch Engländer vorstellt. Die Landschaft ist teilweise unglaublich.

Da gibt es zum Beispiel Palmen in den Städten weil es aufgrund des Golfsstroms nie richtig kalt wird und andereseits kann die Küste und das Wetter manchmal rauer sein, als man das von der Nordsee kennt. In den Städten reihen gibt es egal wo man ist nie 50m Straße ohne Pub. Die Preise sind im Schnitt doppelt so teuer wie in Deutschland und auch noch etwas teurer als in Schweden. Gerade Alkohol ist richtig teuer, so kostet ein Büchse Guiness im Sparmarkt 2,09€. Da lohnt es sich auch nicht zuhause zu trinken, also gehen die Leute gleich ins Pub um die Ecke, weils da auhc nur 1-2€ teurer ist. Ne Schachtel Malboro kostet mal so nebenbei 7€. Man fühlt sich als (Ost)Deutscher so richtig arm, aber irgendwann gibt mans auf zu sparen, da eh alles teuer ist...

Die Stimmung unter uns war auch einfach genial, kollektiver chronischer Schlafmangel und leichter bis mittelschwerer Kater führten so zu einigen lustigen Gesprächen und Theorien, wo man einfach mal jedem ne Helmkamera aufsetzen hätte müssen. Da war z.B. der Samstag Abend im grauen Jogginganzug rumlaufende Inselaffe in Cork, der so aussah, als hätte er nen Terminplan in sachen Kloppereien einzuhalten. Also nannten wir ihn Mike und dachten uns seine ganze Lebensgeschichte zu ihm aus. Dementsprechend waren dann auch alle die so ähnlich aussahen Kumpels von Mike usw....

Der Galgenhumor über die hohen Ausgaben und die dementsprechende Egalität des Gelds führte dann auch zu der Theorie, dass Erasmus ja eigentlich Arbeit ist, schließlich hetzten wir von einer Aktivität zur nächsten und hatten kaum Schlaf. Der einzige Unterschied ist halt das Vorzeichen vorm Saldo und das wir halt mehr Nachtschichten und Wochenendzuschlag haben. Dementsprechend mußten wir halt RICHTIG Geld ausgeben, damit sich die Arbeit auch lohnt...

So haben wir uns natürlich auch immer ironisch alles schön geredet und ossimäßig alles gelobt, wie so Zitate:

"Naja 6€ sind ja eigentlich voll okay für die Burg", oder "Also für 37€ haben wir ja auch noch Frühstück dabei, also kostet es ja eigentlich nur 25€ die Nacht", "Dafür hat das B&B bestimmt die beste Lage in ganz Cork", "Naja, für 11€ wirste zwar nicht satt beim Chinesen, aber dafür hats geschmeckt und wir konnten sitzen"

Auch sehr geil war die ständige Hetze in der wir waren, da wir ja immer was zu schaffen hatten, so gingen wir in deutschem Marschiertempo durch den Burgpark, oder durch die Cities, wo andere gemütlich Zeit hatten und schlenderten... oder die Tatsache, dass wir den ganzen Tag nur McDonalds und Burgerking als Nahrungsquelle hatten, weil wir halt A keine Zeit und B kein Geld hatten. Ist schwierig das Erlebte und die Atmosphäre dieser Fahrt wiederzugeben, und vor allem wieviel man in nur effektiv 4,5 Tagen und 5 Nächten so erlebt hatte.

Hier nochmal eine kurze faktische Zusammenfassung

- 7XMcDonalds, 3XBurger King, 2XSubways

- die drei größten Städte Dublin Cork und Galway gesehen

- die höchsten Klippen gesehen

- die bekannteste Burg besucht

- die schönste landschaftsregion durchfahren

- den höchsten Berg gesehen

- Schaafpfad mit dem Auto erobert

- 750km Auto gefahren

- ungefähr ein Dutzend fast Zusammenstöße

- Mike gesehen

- trotz irischer Beschilderungen nicht verfahren

- 7Pubs und Clubs und 2 Privatparties besucht

- unzählige Bier und Guiness getrunken

- 25 Stunden geschlafen in 5 Nächten

- 300€ ausgegeben

- 600 Fotos und Videos gemacht

- ungefähr 30 Minuten ausgespannt

... es fehlen sicher immernoch tausend Dinge die mir gerade nicht einfallen...

Die Fotos sind auf http://picasaweb.google.de/pietmogul/Irland21112611

27.11.07 00:35


Tag 78+79 Di+Mi 13-14.11.07

Keine weiteren besonderen Vorkommnisse

Tag 80 Donnerstag 15.11.07

An dem Tag ging es dann darum unsere Firma VEAB zu besuchen. Leider mußte ich beim losfahren feststellen, dass mein Fahrrad mal wieder kaputt war, was sich schon die Tage davor abgezeichnet hatte. Und zwar konnte man treten wie man will, aber das Zahnrad am Hinterrad war lose. Völlig frustiert griff ich mir ein unangeschlossenes Fahrrad aus unserem Fahrradraum. Leider war es ein mindestens 20Jahre altes 24er Rad ohne Gangschaltung was sich ungefähr so fuhr wie ein Panzer mit Simsonmotor. Das Interview war dann auch ganz ínteressant, Tobi und Ich stellten die Fragen und meine Lieblingspartnerin Anna-Lena schrieb handschriftlich mit, wäre ja auch zu viel verlangt, dass sie das auf dem Laptop machen könnte. Bei der Aufteilung der der Hausarbeit war dann ihre einzige Aufgabe, das was sie handschriftlich geschrieben hat in Sätze zu bringen und ich hatte shcon bedenken, dass das schon zu viel für sie sein könnte.

Am Abend war dann Seminarivägen(Wohnheim)-Party im Waschkeller geplant mit anschließendem Pudasbesuch. Was sich als echt gute Idee herausstellte, da ich es auch wieder shcaffte meine Homies vom Campus ins Ghetto zu locken. Im Pudas war es lustig usw. Danach haben wir mit nen paar Leuten noch ne Flasche Zachanoff gelehrt und sind auf ne Afterparty im Korridor über mir gegangen. Auf der ich mich dann fast auf meine erste politische Diskussion einlassen mußte als nen Mädel nen DreiLiter Pack Wein rausholte, wo sämtliche Beschriftungen auf deutsch waren. Ich dann so: "oh it's a german wine" und dann mein ansonsten cooler französischer Korridormitbewohner Tristan, "no it's french it's from the Elsaß". Naja auf jeden Fall wollte er mich dann unbedingt davon überzeugen, dass das Elsaß ur-französisch ist, was ich aber nicht so ganz hinnehmen konnte und ihn dann in dir Richtung bewegen konnte zu akzeptieren, dass das Elsaß das Elsaß und kulturell deutsch und französisch ist und nun zu Frankreich gehört und das wohl auch erstmal so bleiben wird. Auf die Zunge mußte ich mir beissen, als er sagte "It's french because we won the war." Naja ich weiß ja nicht welche Rolle Frankreich beim Sieg über Deutschland spielte, aber ich hab dann der "deutsch-französischen" Willen schnell das Thema gewechselt.

Tag 81 Freitag 16.11.2007

Nachdem ich den ganzen Tag abgehangen habe und nen bissl was für unser Paper zusammengesucht hatte, brachte ich dann noch meinen Hobel zum halbkriminalen Afro-Pakistani, der mir das für mal wieder schlappe 300SEK (33€ reparieren sollte. Die Reparatur hielt ganze 2km dann war das selber Problem wieder da... Sehr gut. So ists schön. Abends fing ich dann die runtergeladene erste Staffel Heroes zu gucken.

Tag 82 Samstag 17.11.2007

Nachdem mir meine Super-Partnerin dann endlcih ihren Teil geschickt hatte, konnte ich dann auch endlich anfangen und schrieb von 11:00-23:00 durchgängig an meiner Hausarbeit, dazu gehörte auch den 2,5Stunden den Part meiner Superpartnerin zu kürzen, zu strukturieren und ungefähr jeden dritten Satz in richtiges English zu schreiben. Das Problem bei ihr ist, dass sie nicht mal merkt wie wenig sie immer macht und wie dämlich sie eigentlich ist. Man kann ihr einfach keine Aufgabe geben wo sie denken muss, da dass einfach nicht ihre Stärke ist... An dem Tag habe ich mich dann auch dazu entschlossen der Studivz "Ich hasse dumme Menschen" beizutreten... Zwischendurch brachte ich dann noch mein Fahrrad zum Händler der dass nochmal neu reparierte... Naja so ganz trau ich dem Fahrrad nicht, ich hoffe es bringt mich bis zum Dezember. Mittlerweile bin ich nun bei 1620SEK(180€ für das Fahrrad... ohne Worte.
Nachdem Lernen guckte ich dann weiter Heroes, was sich im Nachhinein als die geilste Serie (abgesehen von Scrubs, Simpons etc) herausstellte, die ich je gesehen hatte.

Tag 83 Sonntag 18.11.2007

Nachdem ich Vormittag nochn bissl mit Hausarbeit schreiben gings dann Nachmittags mit Hans Maarten, seiner SChwester und ihrem Freund zum Weihnachtsmarkt nach Huseby 20km südlich von Växjö, der angeblich der größte Skandinaviens sein sollte. Naja 8€ Eintritt kann man dafür mal zahlen, wenns schon in der Nähe ist. Im Nachhinein muss ich sagen...rausgeschmisses Geld. War zwar alles ganz nett und schick aber insgesamt gans halt eh nur irgendwelche Leute die irgendwas hauptsächlihc hangemachtes verkaufen wollten, oder z.B. ein Laib Brot für schlappe 5,50€ oder Handgemachte Mützen für 35€. naja wenn man die Kohle hätte... Und erwartungsgemäß gab es auf den Markt auch keinen Alkohol... nicht mal Kinderglühwein mit 3% oder so. Dementsprechend auch keine feiernden Weihnachtsmarktbesoffenen...

Tag 84 Montag 19.11.2007

studieren, studieren, Mußten unsere Hausarbeit schicken und die Hausarbeiten der anderen Gruppen durchlesen bewerten und Fragen dazu erstellen. Anna-Lena glänzte mal wieder durch und durch mit Unwissenheit und Desinteresse... Und Die Erste Staffel Heroes war beendet 23Folgen à 45Minuten. Abends stand dann auch endlich im Internet, dass ich das erste Modul bestanden habe und alles mit sehr gut also zwischen 80-100%, was mich natürlich sehr erfreut hat.

Tag 85 Dienstag: 20.11.2007

Am Vormittag hatten wir dann unsere Präsi, die ganz okay war. Lustig war die eine Gruppe bestehend aus nem Inder und 2Franzosen, da alle drei nen gepflegten Akzent hatten und man nach 1sekunde eh abgeschalten hatte. Unsere derzeitige Dozentin ist so ende 20 bis anfang dreißig blind und grpß und sieht noch dazu hammer aus. Also hatten wir bisher 2 Dozentinnen bis 35Jahre... beide Modelmaße und gut aussehend... So ist Schweden.

Morgen gehts nun nach Irland. Früh um 7:43 ab nach Göteborg und dann mit dem Flieger nach Dublin, wo wir bei Freundinnen von meiner FH übernachten werden und dann am Donnerstag Abend weiter mit dem Zug nach Galway zu Fabi fahren wollen.

Bilder auf

http://picasaweb.google.de/pietmogul/Schweden13112011 

20.11.07 19:30


"Studieren" in Schweden

Tag 1 (Dienstag, 28. August 2007, Geschrieben am 28.August)

Der Wecker klingelte um 5:10 und ich merkte, dass ich am Vorabend nicht nur erst gegen 0:30 eingeschlafen war, sondern es machten sich vor allem die fünf Bier und die vielen „letzten“ Zigaretten, die ich am Vorabend geraucht hatte bemerkbar. Seelenruhig packte ich die restlichen Sachen ein, nahm nochmal eine letzte deutsche Dusche und ging mit meinen Eltern zum Bahnhof. Aufgrund der Fürsorge meiner Mutter sollte ich eigentlich gar nichts tragen von meinen insgesamt gut 60kg Gepäck, aber das war mir dann auch schon etwas peinlich. Am Bahnhof angekommen trafen dann auch gleich die erwarteten Freunde Anne, Gerrit, Baudi, Loui, Mo (Arneburg) und Axel ein. Vor allem auf Mo hatte ich mich gefreut, da sie die Versicherung für meinen Fernsehempfang in Schweden war. Die Abfahrt ging dann recht schnell. Auf jeden Fall gings dann los nach Uelzen. Der Zug war leer und ich guckte Malcolm auf dem Laptop. In Uelzen dann das erste Umsteigen, was nicht gerade schön war mit dem Gepäck, aber machbar. Ab nach Hamburg mit dem „Metronom“ . Der Zug wurde immer voller und beim Aussteigen am Hamburg Hbf sehe ich plötzlich ein bekanntes Gesicht und zwar meinen alten Grundschulfreund Christian Baumann, der gerade in Hamburg jobbt und mir erzählt, dass er auch nen halbes Jahr im Ausland war und zwar passenderweise in Finnland. Das war auch alles sehr interessant, aber noch besser war, dass er mir beim tragen half und ich somit etwas Kraft sparen konnte. Ein Bettler und 20Minuten später kam dann auch der EC dänischer Bauart. Gerade einmal so groß wie die Alma, aber wohl doch etwas schneller. Als ich endlich die Steckdose entdeckte, konnte ich dann auch weitere Malcolmfolgen sehen. Irgendwann bin ich dann eingeschlafen, und als ich aufwachte, merkte ich nur dass der Zug hält und die freundliche Stimme unserer Zugbegleiterin in dänischem Akzent  verlautete, dass wir jetzt auf die Fähre fahren und 45Minuten Überfahrt haben. Desweiteren gäbe es eine Cafeteria, einen Duty-Free-Shop und eine Panoramabar auf dem Schiff. Da ich eigentlich dachte, dass ich über ne Brücke nach Dänemark fahre, war ich sehr erfreut. Gleich raus aus dem Schiffbauch in dem sich der ganze Zug befand und hoch an Deck. Das erste was mir ins Auge fiel, waren die Zollbestimmung innerhalb der EU, die neben der Toilette aushingen. Freude und Ärger lagen nun dichter zusammen als Städte im Ruhrgebiet. Ich musste lesen, dass man 10Liter Schnaps und 20Liter Likör innerhalb der alten EU-Länder einführen darf…. was natürlich schön ist, aber mir leider egal, da ich weder genug Geld, noch, und das war am wichtigsten, genug Platz hatte um mich hier noch mit etwas Reiseproviant einzudecken. Nachdem ich an der frischen Luft war, ging es dann doch noch Runter in den Shop. Völlig verwirrt stand ich nun vor dem Schnapsregal und ich als passionierter Biertrinker wußte vor allem nicht, ob die Preise nun billig oder nicht sind. Nach langem überlegen wollte ich dann Baudi anrufen, da der bekanntlich eine wandelnde Börse für Whiskeypreise ist. Leider war mein Netz schon weg und ich war wieder auf mich alleingestellt. Nun galt es eine Entscheidung zu treffen. Ich entschied mich für eine 1L-Flasche Boris Jelzin, aber nicht weil der so toll schmeckt, sondern weil er die platzsparendste Flaschenform hatte und dazu auch noch einen moderaten Preis von 13,02€. Nun hatte ich noch 42€ in der Tasche und ging zum Exchange, leider war der Kurs irgendwie komisch, aber ich habs trotzdem getan und erhielt für mein letztes Eurogeld nur 345SEK, was in etwa einem Kurs von 1:7,5 entsprach, dabei hatte ich im Inet einen Kurs von  1:9 beim umrechnen gehabt. Das war mir dann aber auch egal. Nach ner Fahrt kam ich dann gegen 12Uhr Mittags in Dänemark an. Sah im Prinzip aus wie Deutschland nur mit mehr Windrädern und kleineren Häusern. Fast auf die Minute genau kam ich dann in Kopenhagen an. Ich ging gleich mit meinem schwedischen Internetticketbeleg zur nächsten Information. Die nette Frau erklärte mir dann, dass man das hier nicht machen könnte und ich zum Flughafen müßte um da nen Ticket zu holen. Mein Problem bei der Sache war, dass ich weder nen Ticket zum Flughafen, noch Geld um mir eins zu kaufen hatte. Also schnappte ich mir nen anderen Informationsmenschen, der dann mit mir zu Schaffnerin gelaufen ist und ihr das Ganze dann erklärt hatte. So bin ich dann kostenlos zum Flughafen gefahren um mir dann da nen Ticket zu schießen, was auch recht schnell geklappt hatte. Wieder runter zu den Gleisen… Dann gabs schonmal die erste schöne Verspätung. Mein Zug kam ungefähr ne viertelstunde zu spät an und war dann auch noch komplett voll. Beim Hochwuchten meiner Koffer in die etwas zu klein geratenen Gepäckablageflächen, klemmte ich mir dann auch noch schmerzhaft die Finger ein.  Nachdem ich dann die hübsche Blondine von meinem reservierten Platz verscheucht hatte, verklickerte mir der alte Herr mir gegenüber,dass wir in Malmö umsteigen müssen. Das hatte ich so nicht im Internet gelesen, also glaubte ich ihm natürlich nicht. Dann fragte ich einen anderen Schweden und der erklärte mir dass ich nicht umsteigen muss. Kurz darauf, wir standen schon im Bahnhof, kam dann ein Schaffner und sagte, dass wir auf Gleis 5 müssen, weil der Zug hier nicht weiterfährt. Toll hab ich mir gedacht. Die schweren Koffer also wieder runterwuchten, 4Gleise weiter rennen und dann in nen Zug steigen, der noch voller ist und für den ich dann keine Reservierung mehr hatte.

 

VÄXJÖ(wird ganz anders ausgesprochen)

geschrieben am 01.09 18:00 

In Växjö angekommen, wurde ich dann auch gleich mit nem Van von ner freundlichen Schwedin abgeholt und lernete auf dem Bahnsteig Julia kennen , die auch aus Deutschland kam. Also gings dann mit dem „Großraumtaxi „ zur Uni die auf den ersten Blick hammergeil war. Wir also raus und in nen Klassenraum, wo wir erstmal Informationen den Mietvertrag usw. erhalten haben. Mich wunderte bereits, dass Julia fast das doppelte fürs selbe Wohnheim zahlen musste, aber ich hatte darüber noch nicht weiter nachgedacht, da der Vertrag ansonsten okay war und ich wohl kaum über zu wenig Miete beschwere. Im Zimmer angekommen (5Minuten vom Campus) war ich überrascht, da ich meine eigene Küche hatte und es also keinen Gemeinschaftsraum etc. gab. Gefreut habe ich mich auch über das zweite Bett was im Zimmer war. Da sie nebeneinander standen machte ich mir darüber auch keine Gedanken. Dumm war auch dass die Küche über keinerlei Dinge wie Besteck oder Teller verfügte. Wir also noch schnell zum Supermarkt Plastiksachen holen. Dort dann der Schock.. Alles total teuer ( fast doppelt so viel wie Aldi) und nur Bier mit 3,5%... Julia und ich hatten uns für den nächsten Tag ausgemacht, ein Fahrrad zu kaufen und in die Stadt zu fahren.

 

Tag 2 29.08.2007

Unten vor der Tür dann der Schock… Ein Österreicher der mit uns im Bus war verklickerte mir dass er nen Mitbewohner bekommen hat. Und da bei mir ein zweites Bett drin steht und ich die selbe Miete zahle konnte ich auch davon ausgehen. Also gleich zum International Office sich beschweren, leider war ich wohl schon recht weit hinten auf der Liste (in Schweden läuft alles über Listen) und somit sanken meine Chancen schnell an ein neues Zimmer zu kommen. Ich bekam die Information, dass mein Mitbewohner Franzose ist und das selbe studiert wie ich.  Wir also danach zum ersten Fahrradladen und der wollte uns die verrostete Schrottmühlen für Preise ab 95€ andrehen. Wir dann also ins Zentrum um beim dritten Fahrradladen endlich Erfolg zu haben. Ich erwarb ein ausgedientes Treckingrad für kanpp 60€, was allerdings noch etwas repariert werden musste und ich konnte es deshalb noch nicht mitnehmen Dort lernten wir dann auch Carmen und Marlois aus Holland kennen, die uns dann auch gleich prompt anboten uns mit ihren schwedischen Buddys zum einkaufen mitzunehmen. Da nur noch ein Platz frei war fuhr ich mit. Die beiden Schweden waren cool und fuhren uns in den größten Supermarkt den  ich je gesehen hatte. Und danach extra für mich in sone Art Mediamarkt, wo ich mir nen Routerkabel kaufen konnte, und dann noch für die Hälfte des Preises weil er da mal gearbeitet hatte. Danach gings ab in den Schnapsladen. Die Preise sind abartig. Eine Flasche Bacardi kostet ca. 24€ und das Bier ca. 1,20€.    Abends verabredeten wir uns  dann fürs Campusfestival und tauschten Nummern aus. Jeder Exchangestudent bekommt eine Prepaidkarte mit der er zu den anderen Exchangestudenten umsonst telefonieren kann.  Zuhause angekommen war mein neuer Mitbewohner noch nicht da. Als er dann kam war er komplett überrascht, weil auch er nicht wusste, dass er nicht allein wohnt. Er heißt Charles (Charly) ist 23 und kommt aus Paris. Er ist unkompliziert und auch ganz cool und vor allem ist er ordentlicher als ich, was auf jeden Fall ein Vorteil ist. Dann kam Julia rum und wir machten die Flasche Boris Jelzin auf, die ich auf dem Schiff gekauft hatte. Nachdem wir ungefähr nen dreiviertel davon getrunken und auch schon einen am Latschen hatten, gings zum Festival. Dort war es ungefähr wie Beachparty in MD oder so nur mit Schweden und auch vielen Austauschstudenten. Leider war das Ganze dann auch schon gegen 1Uhr zu Ende, wobei das für mich und meine Geldbörse wahrscheinlich besser war.

Tag 3 30.08.2007

Den nächsten Tag verabredeten wir uns dann mit den Holländerinnen und gingen in die Stadt einkaufen etc. Abends machten wir uns dann um zusammen zu kochen. Wir also zu Marloes, die in nem geilen 7Personen Apartment wohnt und auch coole Mitbewohner hat. In der Lage wo ihr Wohnheim ist, sind nur irgendwelche Parties. Das Studentenleben hier ist im Allgemeinen der Hammer, da hier so locker 7000-8000 Studenten direkt am Campus leben und die Wohnheime und das ganze irgendwie mehr nach Urlaubsapartments aussehen. Unser Plan war es eigentlich in den Studentenclub in der Stadt zu fahren, aber irgendwie sind wir dann doch da hängen geblieben. Es kamen immer mehr Leute und am Ende waren wir so ca 15 Personen aus aller Herren Länder. Dort musste ich dann auch das erstemal auswärts schlafen weil es irgendwie schon halb vier war, es draußen regnete und die Couch durchaus bequemer als das  Lazarettbett in „meinem“ Zimmer war.

Tag4 31.08.1007

Den nächsten Tag hatten wir dann Introduction von um10 an. Bei der wir komplett mit Informationen zugebombt wurden, die ich alle wieder vergessen habe. Bei der Introduction lernten wir dann auch die beiden Holländer Hans und Marten kennen, was mich sehr gefreut hatte, weil ich ja bisher immer nur mit Mädels unterwegs war und Charly zwar cool, aber nur nen halber Feierprinz ist. Die Holländer sind auf jeden Fall das Gegenteil.  Und das Geile ist, dass sie nen Auto haben und wir also erstmal zu Lidl fahren konnten, wo die Preise etwas moderater waren. Danach wieder zum Schnapsladen, wo ich erstmal ne Palette Bier für ca. 27€ gekauft habe. Allerdings waren da auch ne Menge Fremdbestellungen bei.  Abends verabredeten wir uns dann um bei Marloes zum vorzuglühen, aber irgendwie wurde das alles so spät, dass wir zu Julia sind, die auch drei Schweden zu Besuch hatte.  Die waren auf jeden Fall geil drauf und wir entschieden uns dann bei denen in der Bude vorzuglühen. Danach gings los zum Studentenclub, von denen wir zwei auf dem Campus haben. Da Carmen, Charly und Julia nochmal kurz zu uns sind war ich bei den Holländern. Wir kamen nach ner Zeit aus der Bude und es waren auf einmal irgendwie alle weg (es stellte sich im Nachhinein raus, dass Carmen eingepennt war, weil sie keinen Vodka verträgt). Vor dem Club war dann ne ziemlich lange Schlange. Und da wir kein Bier mehr hatten sangen wir mit irgendwelchen Schweden bekloppte Lieder. Als wir dann vor der Tür waren erklärte der freundliche Türsteher uns, dass wir uns erst bei ner Studentnation anmelden sollten, was in etwa einer Verbindung oder sowas entspricht. Da waren dann auch so Anmeldezelte aufgebaut und wir haben uns für eine Nation angemeldet. Das Ding ist, dass wir vergessen haben wie die heißt, aber es ist wohl die mit den meisten Parties…

Im Club trafen wir dann die Schweden wieder und nen Haufen anderer Leute, die wir kannten. Nen Bier kostete ca. 2,40€ was den Besuch auch für die Geldbörse angenehm machte. Die Musik war zum Ende in auch ganz geil. Die haben sogar Rammstein gespielt. Um2 war die ganze Sache dann leider schon vorbei und es ging nach Hause. Es war aber nen echt geiler Abend, da ich in Hans und Marten zwei richtige Partykanonen gefunden habe.

Tag 5 01.09.2007

 Heute gab es wieder ne Menge Introductions und wir wollten uns das Fahrrad abholen. Leider hatte der gute Laden schon geschlossen und nun bin ich immer noch auf meine beiden Füße angewiesen.

Jetzt wird ich hier noch weiter einige Sache am Rechner machen und ein wenig aufräumen und dann gehts schon wieder los, da heute Samstag ist. Morgen hab ich dann erstmal Ruhetag, damit ich Montag pünktlich beim Internation Office bin um mich mal wieder über die Unterkunft zu beschweren.

 

Fazit bisher... 

Nun sitze ich hier in „meinem“ Zimmer und hab endlich mal die Zeit gefunden meine Erlebnisse halbwegs zusammenzufassen. Wobei garantiert noch die Hälfte fehlt. In Schweden regnete bisher fast jeden Tag, aber heute hat ausnahmsweise mal die Sonne geschienen. Ansonsten sind die Schweden alles sehr nett und freundlich und vor allem hilfsbereit. Die Uni ist auch Hammer und alles andere gefällt mir auch sehr. Das einzige Problem ist, dass ich mir bisher das Zimmer teilen muss. Sollte das so bleiben, weiß ich echt nicht was ich machen soll, weil ohne Privatsphäre drehe ich hier durch. Zumal Montag das Studieren losgeht und ich keine Ahnung hab, wie ich das managen soll, wenn ich nicht mal ein richtiges Zimmer habe. Was auch nicht so toll ist, sind die Preise, Die Kronen rollen einem nur so aus der Tasche und es sind viele Au
sgaben, die man nicht erwartet hat. Ansonsten ist bisher wirklich alles gut hier, vor allem auch die Leute die ich bisher kennengelernt habe. Und wenn ich mal genug vom vielen Englisch sprechen habe, gibt es hier genügend Deutsche. Sie stellen ca. 23% der Austauschstudenten, die hier sind.

Da ich schon wieder keine Zeit habe, und mir das ganze jetzt nicht nochmal durchlesen werde, werden sicher manche Inhalte unverständlich sein und an Rechtsschreibfehlern sollte es auch nicht mangeln.

1.9.07 18:23


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