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Tag 49 Montag 15.10 2007

Es sollte ein Tag der wichtigen Entscheidungen werden. Als erstes hatten wir Uni und die Hausarbeiten sollten ausgewertet werden. Das heißt wir bekamen unsere erste Teilnote. Durchfallen würde bedeuten alles nachzuarbeiten oder sogar eine neue Hausarbeit zu schreiben. Es waren 4Gruppen Die Skala geht von 0-10, was dann sozusagen Prozenten*10 entspricht. 6-7 ist "bestanden" und 8-10 ist "bestanden mit Auszeichnung", alles andere heißt durchgefallen. Es gab also die Noten 5,6,7 und 8 in unserer Gruppe und glücklicherweise waren es wir die die beste Note hatten. Das war schonmal ziemlich geil, weil ich vergleichsweise zu den anderen jetzt nicht so viel Aufwand betrieben hatte und bei der Präsentation auch noch nen ziemlichen Kater hatten. Dann erzählte uns der Prof, dass sich was bei unserer Hauptklausur ändert... Und zwar wird das jetzt nen "Take Home Exam". Wie GEIL, das heißt ich muss nicht lernen und kann die Bücher und andere Quellen benutzen und vor allem nen Internetwörterbuch. Nächste wichtige Entscheidung kam bezüglihc meines Bafögs und war nicht so erfreulich, insofern dass ich keins bekomme, aufgrund des unerfolgreichen Studiums um Studentengrab Magdeburg. Schöne Scheisse... das heßt Kredit. Und dann erfuhr ich noch am selben Tag, dass ich meine letzte Prüfung für Deutschland nicht bestanden, zumindest stand es so im Netz, aber dazu später mehr.

Tag 50 Dienstag 16.10.2007

Fleißig nen Paper gemacht und dann abends noch zum Geburtstag von zum Campus. Um zu verhindern das Stallarna zu besuchen nahm ich nur 3,5% Bier mit. Es war nicht leicht aber ich bin stark geblieben, da ich den nächsten Tag um acht ne Präsentation hatte...

Tag 51 Mittwoch 17.10.2007

Ja Uni den ganzen Tag und Abends nix weiter. Schließlich hatte ich auch geplant an diesem Wochenende Smicki zu besuchen. Also wollte ich mir ein Last-Minute Ticket kaufen, was man ab 24h vor dem Zug buchen kann. Leider musste ich feststellen, dass das nur in der Theorie so klappt. Da irgendwie keine Tickets mehr zu buchen waren auf der Internetseite. Naja ich gab die Hoffnung nicht auf und plante für den nächsten Tag zum Bahnhof zu gehem in der Hoffnung, dass das noch klappt.

Tag 52 Donnerstag 18.10.2007

Nach der Uni gings dann auch zum Bahnhof, wo man logischerweise auch ne Nummer ziehen muss, bevor man irgendwelche Informationen erhält. Die nette Frau erklärte mir dann auch, das keine Last Minute Tickets mehr da seien sondern nur für Freitag früh... Das normale
Ticket kostet dann ca.50€ eine Fahrt. SChöne Scheisse. Den Rest des Tages versuchte ich dann noch irgendne Möglicihkeit zu finden nach Linkköping zu kommen, allerdings waren die Alternativen eher gering. Busfahren wäre zwar billig, aber 6Stundenfahrt mit einmal umsteigen. Naja also mussten die Drink Olympics in Linköping mit einem deutschen Teilnehmer weniger auskommen und ich ging stattdessen ins Pudas, also in die Disco im Haus gegenüber. Abends konnte ich dann mal wieder erleben wie es ist wenn Leute Abends immer nicht ausm Arsch kommen, weil die Hans,Maarten und seine Freundin Stephanie, die zu besuch ist erst um10 anstatt um9 da waren. Und bei ner Disco, die bis um1 auf ist, ist das schon keine gute Sache. Also noch schnell vorglühen und ab ins Pudas. Danach dann noch auf irgendwelche Afterparties, bei denen meine Erinnerungen dann aber auch langsam verblaßen. Aber was solls, es war das erste Wochenende, an dem ich nix für die UNi zu tun hatte. Der Trip zu Smicki, wöre natürlich perfekt gewesen.

Tag 53 Freitag 19.10.2007

Tagsüber war erstmal größtenteils Couching angesagt, gleichzeitig hatte ich dann auch nochmal ins Internet geguckt, ob mir mein Prof aus Deutschland schon geantwortet hat zwecks Klausureinsicht. Es war noch keine Mail im Posteingang, was mich sehr wunderte und aus langerweile guckte ich dann nochmal meine Noten durch und musste feststellen, dass aus meiner 5,0 eine glatte 2,0 geworden ist. Keine Ahnung warum dass so war, aber es war natürlich ne gute Veränderung, da ich nun komplett scheinfrei für Deutschland bin. Am Nachmittag hab ich mich dann noch mit Mirsad(der, mit dem ich in Berlin zusammen studiert hatte) getroffen am Nachmittag, der mir berichtete, dass es ab November ne Fluglinie Berlin-Växjö gibt. Die Preise seien aber im Augenblick noch sehr hoch und die würden das dann nach der Nachfrage regeln. Geile Sache, leider ist mein Flug über Kopenhagen schon gebucht. Und vor allem kommt d er Scheissflieger so spät an, dass ich nichtmehr von Kopenhagen nach Växjö kommen werde. Das heißt ich werd mir ne Schlafmöglichkeit in Malmö suchen müssen. Abends war dann vorgluehen am Campus angesagt. Wo ich erstmal erfuhr, dass ein paar Leute für300€ Vodka gekauft haben (Flasche ca.11&euro und das ganze hier für 16€ weiterverkaufen. Was für ein beschissenes Geschäft. Naja der nächste Besuch aus Deutschland mit dem Auto sollte diese Konkurrenz ausschalten. Es handelte sich zudem noch um Vodka Zachanoff, den es in Deutschland für 5€ im Aldi deiner Wahl zu kaufen gibt. so eine Abzocke, da unterstütze ich lieber das Staatliche Schnapssystem von Schweden. Am selben Tag besuchte ich auch das System Bolaget und musste erstaunt vorstellen, dass sie neben Becks nun auch Jever in ihr Sortiment aufgenommen haben. Wie Geil, leider mit 1,40€ für nen 0,33er ziemlich teuer, aber ab und an muss man sich mal was gönnen. Abends gab es dann diverse PreParties und eine tolle 40Minuten Schlange. Aber was solls... enjoy the cue!. Stallarna dann ganz geil mit Tanz und Bar und allem was dazu gehört. Gepennt hab ich dann bei Hans, da Maarten mit seiner Freundin in Kalmar an der Ostküste war.

Tag 54 Samstag 20.10.2007

Morgens um11 wurden wir dann auch aus dem Bett geklingelt. Weil die Mädels die irwitzige Idee hatten zu brunchen. Aber was solls ab zum Brunch, dass in der anderen Disco stattfand, mit den selben Klamotten vom Vortag. Das war dann auch recht geil, da man für 3€ so ziemlich alles bekam was man wollte. Sehr gut. Danach noch ne Runde um den See spazieren, wo wir dann auch Bratt mit zwei Schweden auffanden die die ganze Nacht durchgesoffen hatten und nun am See saßen und weiter Becks tranken. Ich war echt neidisch :-). Danach in die Stadt, wo wir leider feststellen mussten,dass wir zu spät am System Bolaget waren um uns mit diversen Erfrischungsgetränken einzudecken. Nu schreib ich hier erstmal Blog und Abends wirds wohl mal nen ruhigen geben.

Fazit nach 54 Tagen Schweden:

Es ist nun mittlerweile die Hälfte der Zeit bis Deutschland rum und sie verging echt schnell,was sehr schade ist.

Die Krankenhausschauergeschichten, die ich vor meinem Besuch gehört habe, haben sich übrigens bewahrheitet, da sich meine Nachbarin Amelie Medikamente aus Frankreich schicken lassen musste, da die in Schweden nicht fähig waren, sie mal zu einem angemessen Arzt zu lassen und ihr dementsprechend totale Schrottmedikamente gegeben haben. Davon abgesehen hat die eine Chinesin aus meinem Kurs seit über 4Wochen Keuchhusten und wurde bisher uach noch nicht zum Arzt gelassen, stattdessen gibt ihr die Schwester irgendwelche Dropse... Naja was solls, toi toi, dass ich nicht krank werde.

Ansonsten hab ich mich hier gut eingelebt in meinem neuen Zuhause bis Dezember und auch an die Entfernung zur Uni. Ich fahre hier also im Schnitt täglich 15-30km Fahrrad, aber da gewöhnt man sich dran, vor allem da der Fahrradweg durch die Stadt und am See entlangführt. Wenn Disco ist, ist es kein Problem einen Schlafplatz am Campus zu organisieren, die letzten zwei Wochen hab ich 5mal am Campus gepennt, da auch die Woche davor Hans in Holland war. Allerdings muss ich sagen, dass es etwas viel Spanier hier leben. Sie sind zwar alle gut drauf, aber im Schnitt einfach zu laut, was manchmal nervig ist. Achja der Nachtbus kostet hier ungefähr 4,50€ im Vergleich zu 1,40€tagsüber. Da ist Taxifahren fast billiger. Davon abgesehen sieht unsere Küche meist aus, als würden Zigeuner hier heimlich bei uns kochen, aber man gewöhnt sich an alles. Außerdem sollte man kein Bier oder anderen Alk längere Zeit im Kühlschrank aufbewahren, da besagte imaginäre Zigeuner gerne mal zur Pulle greifen und dann deinen Alk wegsaufen...
Das Wetter ist okay die letzten Wochen, allerdings ist es nachts schon kalt und teilweise unter 0. Naja das wird noch kommen.

Fotos auf einfach auf http://picasaweb.google.de/pietmogul/ nachschauen

20.10.07 16:03


Tag 54 Samstag den 20.10 bis Tag 65 Mittwoch den 31.10.2007

Da ich so selten zum schreiben komme und die Woche auch mehr oder weniger hauptsächlich aus studieren bestand fass ich mal so alles zusammen, anstatt die einzelnen Tage zu kommentieren:

Am gleichen Samstag Abend wurde dann doch kein ruhiger gemacht, sondern doch nochmal ins Sivans gegangen... und das ganze fast nüchtern und so spät dass wir noch ne gute Stunde hatten bis der Laden schließt. Bei der Gelegenheit muss ich mal wieder ein paar schwedische Besonderheiten kommentieren, die mir an dem Abend aufgefallen sind. Erstmal gab es nur eine kleine Schlange vor der Tür, das änderte allerdings nix daran, dass wir trotzdem 20 Minuten warten mussten. Der Grund dafür ist die Vorliebe der Schweden alles zu regulieren. Die Discothek ist fast doppelt so groß wie das Joker in Stendal, allerdings ist die maximale Besucherzahl auf 430 Gäste beschränkt, demzufolge zeigt der Computer immer genau an wieviel gerade drin sind, und wenn dann dass auch ne Stunde vor Ladenschluss ist, werden trotzdem nicht 4oder5 Leute reingelassen, solange nicht genauso viel den Laden verlassen. In Deutschland würden die in den selben Laden mal locker 800-900 reinlassen bevor sie sich Gedanken machen würden. Aber den Grund für diese Sicherheitspolitik haben wir dann auch hautnah erfahren. Das Problem bei vielen Schweden ist, dass sie nicht mit Alkohol umgehen können und dementprechend exzessiv tanzen. Es war also teilweise wie beim Rock am Ring in der ersten Reihe, auch wenn sie irgendwelchen Pop gespielt haben. Sie sind dabei nicht agressiv oder so, sie raffen bloß einfach nix mehr was in der Umgebung abgeht. Der Unterschied ist halt, dass hier halt meist erst mit 18 oder 19 mit Alkohol begonnen wird und vorher kommt man auch in keine Disco rein. Das zusammen ergbit dann total stramme Schweden, die sich nur mit Mühe und Not auf den Beinen halten können, aber trotzdem tanzen wollen. Den Abend pennten wir dann mit 4 Leuten bei Marloes aus Holland, weil ich keinen Bock mehr hatte zu hause zu fahren und bei den anderen Besuch für die Mitbewohner da war.

Am Sonntag war dann nur Couching angesagt. Und Montag hab ich dann zum ersten Mal Floorball gespielt, was im Prinzip wie Eishockey ist, nur ohne Kufen sondern auf Füßen in der Halle und dementsprechend fast noch anstrengender.

Den Rest der Woche hab ich viel an meinem Case gearbeitet und mir versucht einen Friseur zu besorgen, da der letzte Besuch mitlerweil 9 Wochen her war. Das Problem an der Sache ist, dass der Friseur hier 240SEK kostet was ungefähr 26€ oder einer Flasche Absolut Vodka in Schweden entspricht und dafür bekomm ich nicht mal ne Wäsche und auch keine nackte Frisöse. Der absurde Grund dafür ist die politische Korrektheit der Schweden und die absolute Gleichbehandung von Mann und Frau, auch wenn es manchmal total sinnfrei ist. Also müssen Männer z.B. den selben Preis wie Frauen beim Frisör zahlen, auch wenn der Haarschnitt nur 10 Minuten dauert. Deswegen gibt es dann auch sowas wie Eintritt frei für Frauen nicht. Naja auf jeden Fall hab ich mich dann auf die Suche nach ner privaten Frisösin gemacht, was sich aber auch als aussichtslos herausstellte, da ja hier irgendwie alle studieren und dementsprechend keiner ne Frisöse kennt.

Von Donnerstag zu Freitag hatte dann Andreas aus Schweden Geburtstag, dementsprechend haben wir dann bis um3 bei ihm Karten gespielt und Bier getrunken. Das Spiel war die Pokervariante Chicago, die richtig geil ist, wenn man nur 3-4Leute hat.

Aus familieren Gründen ist Hans das Wochenende nach Holland gefahren worauf ich dann erstmal an den Campus zu Maarten gezogen bin.
Also war am Freitag weggehen angesagt und es war ziemlich krass da wie schon gutgehenst beim vorglühen waren und dann im Stallarna mal wieder bis zum Ende waren. Am selben Tag wollte ich eignetlihc auch das Guestticket für Smicki buchen, der mich am kommenden Donnerstag bis Montag wird. Man brauch hier nämlich ein Guestticket was man vorher im Internet kaufen muss um jemanden in einen der beiden Studentenclubs auf dem Campus mitzunehmen. Leider war das 30er Kontingent für den Freitag schon ausgebucht... schöne Scheisse.

Samstag war dann tagsüber Couching und Studying angesagt. Abends haben wir uns dann noch ins Sivans geqüält. Den Rest der Zeit habe ich bis Mittwoch mit dem Studium verbracht, da wir ne Hausarbeit zum Montag und unsere Abschlussprüfung zum Mittwoch abgeben mussten.

Die kommenden Tage werden auf jeden Fall ziemlich heftig, da heute Halloween Party ist und von Donnerstag bis Montag Smicki am Start ist.

Ansonsten mal ein paar Beispiele aus dem Supermarkt warum ich in Schweden fast doppelt so viel Geld ausgebe wie in Deutschland:

1,5 Liter Flasche Pepsi: 1,50€ (D: 0,79€ )

500g Brot: 2,30€ (1€ )

1kg Tomaten 3€

Preis/kg Hühnerfleisch: 8-9€ (5€ )

500g Quark: 1,30€ (0,40€ )

Jever 0,33l: 1,40€ (0,50€ )

So siehts auf jeden Fall aus... im Schnitt ist einfach mal alles um ca. 30-50% teurer. Dafür ist das Benzin wenigstens billiger, was mir allerdings auch nicht weiterhilft...

31.10.07 16:03


Tag 65 Mittwoch 31.10.2007

Nachdem ich dann endlich meinen ganzen Unikram hinter mich gebracht hatte entschied ich mich dann abends zur Halloween-Party an den Campus zu fahren. Das ganze war privat organisiert im Keller von nem Wohnheim. Da ich sowieso schon kein großer Fan von Halloween bin hab ich mich nicht verkleidet. Die Party war dann auch nicht so der Knaller und aus lange Weile und weil ich mir eh schon nen Schlafplatz am Campus organisiert hatte, entschloss ich mich dann viel bier zu trinken und zu gucken ob es so dann besser wird... naja so wirklich besser war es nicht geworden... Aber offensichtlich hatten viele so gedacht wie ich, da es so einige an dem Abend übertrieben hatten.

Tag 66 Donnerstag 01.11.2007

Total verplant und ohne Frühstück ab zum Bahnhof Smicki abholen, der zum Glück über ne Stunde zu spät kam, da sein Zugführer nicht zur Arbeit kam. Also war am Nachmittag erstmal abasseln und ein kleiner Stadtbesuch im System Bolaget angesagt. Wir entschieden uns für eine Flasche Mintu (40%Pfeffi) und 4 10%Bier um damit 5%Alster zu mischen, leider holte Smicki dann aus Versehen Sprite Zero aber egal. Nachdem wir nachmittags schon gutgehenst über so einiges abgefeiert haben (z.B. darüber das die Spanier grundsätzlich an den Fenstern ihrer Homies rumhängen und dort alles machen von Fahrradreparatur bis Joint rauchen und auch alle vollbart haben) fangen wir dann frühzeitig mit trinken an und schauten eine geile US-Serie namens Entourage, die sich Smicki von seinen Atzen in Linköping empfielen ließ. Abend stand dann ne Party bei uns im Korridor an, weil ne Spanierin Geburtstag hatte. Das ganze war dann auch im Zeichen von Halloween, so waren einige lustig verkleidet. Wir gingen als Deutsche....

Die Party war dann der Hammer. Als wir ankamen gings gleich in die Küche um Mintu zu trinken und Alster zu mixen. Dort trafen wir dann eine Bande Polen, die auch schon angeschossen waren. Die boten uns dann auch Haufenweise Wodka an und wir feierten gut ab. Allerdings war es wieder typisch, dass sie wieder über Krieg und Vergangenheit und so labern wollten... Naja was solls, war trotzdem lustig und wir haben auch gut über die Jungs abgefeiert weil sie so typisch polnisch waren und wir Ihnen auch lauter Namen gaben, weil wir die rcihtigen nicht mehr wussten... dazu mehr auf den Bildern... Im Pudas war es dann auch weiterhin der Burner was vor allem an unserem unmenschlichen Pegel lag... Danach gings dann auf eine Afterparty mit auf den Tischen tanzenden Leuten usw. von der ich nur durch Smicki weiß, aber ich hab da wohl auhc nach kurzer Zeit nen "Polnischen" gemacht und bin nach Hause ins Bett gekrochen.

Tag 67 Freitag 02.11.2007

Den nächsten Tag sind wir dann gemütlich mit dem Fahrrad (Smicki haben wir eins von ner Französim besorgt) zum Campus gefahren, ein bissl Campus Sightseeing machen und Maarten und Hans zu treffen. Allerdings war unser Tag durch Ganzkörperschmerzen getrübt. Am Ende sind wir dann gemütlich mit nem Bike nach Hause gefahren und haben wohl den krassesten Sonneuntergang gesehen, den ich je gesehen habe. Abends war dann weiter abasseln und abfeiern angesagt. Unser Sprachniveau war auf Wortfetzen "a la Arndt" (für alle die ihn kennen und lieben) gefallen. Der einzige Weg den wir taten war zur Tanke um Smicki ne Prepaidkarte zu kaufen. Aber das war auch okay, da wir ja eh kein Ticket fürs Stallarna hatten und auch das Portemanaie konnte ne Pause vertragen.

Tag 68 Samstag 03.11.2007

Vormittags gings dann nach einigen Startschwierigkeiten mit dem Bus zum Campus um dort im Sivans zu brunchen. Nach dem leckeren Brunch keimten wir dann ne Runde bei den Holländern ab um uns dann dazu entscheiden ins System Bolaget im Einkaufszentrum zu fahren. Dort angekommen fanden wir heraus, dass Feiertag war und der Laden dich wat. Ist natürlich logisch, dass an nem Feiertag alles offen hat außer der Alkshop... Naja da wir eh Trinkspiele von Smicki spielen wollten, bei denen eine Menge Bier fließt kaufen wir dann einen Mix aus 2,8 und 3.5% bier. Was auch ökonomisch die beste Lösung ist, allerdings kann man das Bier eigentlich auch gleich auf Toilette trinken, da spart man sich die Wege. Danach fuhren wir dann noch zum See an eine Schlossruine, genoßen die Natur und tranken ein Babybeer wie es hier heißt. Abends fingen wir dann auch schon früh mit trinken an und bereiteten Trinkspiele bei Hans und Maarten vor. Also spielten wir Beer Pong und tranken so um die 30 "Bier mit 4 1/2 Leuten und den Rest Mintu usw... Danach ins Sivans was einiges Organisationstalent und Planung voraussetze, da Smicki kein Guestticket hatte. Also war der Plan das Drei Mann vorher in die Schlange gehen, und Smicki und noch jemand ca. 20 Leute später. Ich also als erster rein und gleich runter zur Terrasse Carmen gab Smicki ein Zeichen, der dann aus der Schlange ging um pullern vorzutäuschen, dabei hab ich ihm dann meinen ausweis etc. gegeben. Nun kam es nur noch darauf an, dass er nciht den selben Türsteher erwischt und dieser erkennt ,dass er den selben Kerl schon 15 Minuten vorher reingelassen hat, oder dass er genauer aufs Foto guckt. Doch am Ende war alles geil und es hat geklappt. Drinnen dann fast nur Schweden und dementsprechend weibliches Klientel, aber auch dementsprechend Rumble on the Dancefloor... Meine Schuhe sahen den näcshten Tag schlimmer aus als Beachparty im Herbst... Wir feierten gut ab und blieben bis zum Ende. Am Ende waren wir dann noch bei Hans und Maarten ein wenig Afterparty machen. Smicki saß knochenfest im. vom Türsteher geklauten und von mir kaputtgemachten, Campingstuhl und wir hörten irgendwelche laute Mucke und feierten ab. Lustige Bilder und Videos entstanden.

Tag 69 Sonntag 04.11.2007

Nachts pennten wir bei Hans und Maarten. Die hatten übrigens nen Virtuellen Kamin runtergeladen den sie auf den fetten Fernseher übertrugen und es dann einem wirklich vorkam, als würde eher echt sein. Morgens ging es uns dann verhältnismäßig gut, was wohl vor allem am Babybier lag. Nicht wissend was wir den Nachmittag tuns sollten, schlug Maarten Frisby spielen auf dem Unieigenen Frisbyparcourt vor. Da Smicki über das kalte Wetter monierte, entschieden wir uns die Entscheidung Willy's (Supermarkt) zu überlassen und zu spielen, wenn es dort einen Frisby zu kaufen gibt. Leider gab es den nicht. Aber es war trotzdem ein highlight da wir so verstrahlt waren und irgendwie ne halbe Stunde dort verbrachten um under Dosenpfandgeld von 1,50€ (5cent pro dose) zu verprassen. Wo wir schon mal dabei waren gingen wir dann noch in den Gartenshop nebenan um Pflanzen zu kaufen...ernsthaft. Ich kaufte mir zwei Pflanzen um meine Höhle ein bissl wohnlicher zu machen. Die Leute guckten uns auf jeden Fall schräg an, weil wir so aussahen, als wenn wir sowas zum ersten Mal machen würden, was auch der Wahrheit entsprach... Den Rest des Nachmittags und Abends feierten wir dann nen bissl bei mir ab und guckten Entourage...

Tag 70 Montag 05.11.2007

Smicki zum Bahnhof gebracht. Bude aufgeräumt. Und Unternehmen Emails geschrieben... um diese für die Zusammenarbeit für unser neues Modul zu gewinnen. Morgen geht dann wieder das Studium los... um 08:00 .

Fazit des Besuchs:

Es war mal ein Highlight Besuch "aus der Heimat" zu haben, gerade weil er ja die gleichen Erlebnisse hier mitgemacht hat. Und wir gutgehenst über die kleine Besonderheiten des Austauschstudentendaseins abfeiern konnten und natürlich auch über so einige Dinge, die wir hier erlebten, wie z,B. die lustigen typischen Polen und die gemütlichkeit der Schweden, die einen schonmal darauf hinweisen langsamer zu fahren wenn man siebzig auf ner Landstraße fährt (kein Witz). Vor allem war es geil mal wieder "stendalerisch" zu sprechen... Nächstes Wochenende werd ich dann wahrscheinlich zu Smicki heizen, wenn ich nen Ticket bekomme. Ansonsten wirds Studium wieder anziehen, aber das wird schon. Schließlich sind wir jetzt auch zu dritt in unserer Gruppe weil Tobi aus Deutschland mitmacht.

http://picasaweb.google.de/pietmogul/20071102Schweden31100511SmickiVXj 

 

5.11.07 21:36


Tag 71 Dienstag 06.11.2007

An dem Tag ging es dann darum eine Firma zu finden, mit der wir zusammenarbeiten können. Also schickten wir erstmal ein paar Emails raus. Ansonsten nix besonderes.

Tag 72 Mittwoch 07,11.2007

Firma gefunden... und zwar sozusagen die Stadtwerke für Växjö und Umgebung. Der Name der Firma ist VEAB. Also werden wir die kommenden Wochen immer zur Firma fahren Interviews entwerfen um die internen Abläufe zu durchleuchten, das ganze mit unserem Wissen vergleichen und versuchen etwas zu verbessern, dadurch dass wir eine effektivere Sicht von außerhalb haben. Anonsten muss ich sagen, dass ich mit meiner Gruppe, oder eher gesagt vor allem mit meiner Partnerin, die ich davor hatte einfach mal ins Klo gegriffen haben. Ich kann sie mit wenigen Worten beschreiben: nervig , dämlich, faul, tussig und verantwortungslos... Aber was soll man machen, die Auswahl ist nicht groß, da meine potentiellen anderen Partner Pakistanis, Chinesen, oder z.B. schlecht englischsprechende Franzosen sind.

Tag 73 Donnerstag 08.11.2007

Mich nicht entscheiden könnend hatte ich das Ticket für Smicki immer noch nicht gebucht, habe mich dann aber doch entschieden zu fahren, da für mich nur in Frage kam ganz ruhig zu machen, oder nach Linköping zu fahren. Da aber am gleichen Tag bei uns Corridor Crawl angesetzt war, wäre das mit dem ruhigen abend auch in Växjö nix geworden, also noch schnell nen Last-Minute-Ticket ergattert und ab in den Zug. nach knapp 2Stunden Fahrt war ich dann schließlich in Linköping angekommen und habe 5Minuten später mein erstes Busticket per SMS geholt, was ich ziemlich praktisch fand, da ich sonst hätte mehr zahlen müssen. Bei Smicki angekommen ruhten wir erstmal ein bisschen. Geplant war ins Plato zu gehen, einem Club in der Stadt, in dem am Donnerstag den ganzen Abend Happy Hour ist und die Preise dementspechend wie in Deutschland sind. Da wir vor um zehn da sein wollten um den Eintritt zu sparen, fingen wir schon 19:30 mit Party an. Dabei waren Bryce (USA), Aldrich, Dave (Australia), Kai ,Franzi, Max, Smicki und ich (Germany). Naja wir spielten dann auf jeden Fall Power Hour, das wohl härteste Trinkspiel was es gibt. Man spielt eine Stunde 60 unterschiedliche Songs und bei jedem muss getrunken werden, kommte eine bestimmte Art von Song gibts nen Shot (schnaps), wer verpasst muß doppelt trinken und auch die Toilette ist hier keine Ausrede... Einziger Grund dieses Spiels ist es, alle Leute so schnell wie möglich voll zu bekommen... Das Thema war Countrysongs und Bryce dachte wohl, dass wir ein bissl mehr vertragen können und so waren 30 von 60 Songs Country (normalerweise ca. 10/60). Dementsprechend gab es ungefähr jede zweite Minute einen Shot, der zumeist aus purem Wodka bestand... Die Powerhour musste nach 40 Minuten abgebrochen worden, da schon alle übers normale Vorglühlevel hinausgeschossen waren. Also gab es das obligatorische Armdrücken, das ja normalerweise erst um zwei oder um drei auf Parties losgeht... Auf gings auf eine ca. 5km lange Fahrradtour ins Plato. Gerade 3Minuten vor zehn angekommen gings dann rein. Drinne war es dann wie in nem guten Club nur mit hübscheren Frauen. Unsere Truppe zeichnete sich durch einige Ausfälle aus, so dass Franzi (zu Besuch bei Kai) aufgrund ihres Zustandes aus dem Club geschmissen wurde, ebenso wie Aldrich (der sich so richtig abschoss, da seine 7jahre lange beziehung gerade auseinander gegangen war) . Wir gingen danach noch zum Döner aus dem Aldrich ebenfalls rausgeschmissen wurde, da er aufm Tisch eingepennt ist und auf selbigen gekotzt hat... Wir gingen dann fast den gesamten Weg nach Hause, da Bryce's Fahrrad nen Platten hatte. Naja zu Hause angekommen merkte Kai dann, dass Franzi noch nicht da war und fuhr selber total angeschossen bei Eiseskälte nachts um3 in die Stadt um sie zu suchen. Sie hatten beide ein Zugticket für 8:15 nach Stockholm gebucht... am Freitag früh... War auf jeden fall nen krasser und vor allem chaotischer Abend. Fazit: 7Leute fuhren in den Club... 2 flogen raus... einer kotze in den Dönerladen... eine ließ sich nich mehr auffinden (dazu später mehr)... und drei gingen zu Fuß nach Hause... ohne Worte.

Tag 74 Freitag 09.11.2007

Nachdem wir ausgeschlafen hatten machten wir uns gegen Mittag mit dem Fahrrad los die Stadt erkunden. Erstmal zur Uni, die ungefähr drei mal so weitläufig ist wie meine in Väjö. Und dann nach Alt-Linköping die allerdings eher einem frühmittelalterlichen Dorf entprach und sehr sehenswert war, danach ab in die Stadt, die mal echt ne Abwechslung zu Växjö darstellte.
Växjö besteht fast ausschließlich aus neueren Häusern und läßt so was wie enge Gassen,oder richtige Albauten a la Stendal bzw. Deutschland vermissen. Linköping hatte das alles und wirkte auch größer dadurch dass es nicht so weitläufig war. Nach ein bissl Shopping, Sightseeing und McDondalds ging es dann bei gefühlten -2°C, Wind und Prasselregen wieder nach Hause mit dem Fahrrad. Zuhaus angekommen erfuhren wir dann, was mit der verschollenen Franzi passiert ist. Und zwar wurde sie nach ihrem Rausschmiss aus dem Plato von der Polizei aufgegriffen und ins Krankenhaus gefahren. Da sie keinerlei Personalien hatte, da sie diese irgendwo im Plato gelassen hatte, wurde sie dann den näcshten morgen, nachdem ihr der Magen ausgepumpt wurde, wurde sie von der Polizei zu Kai zu Smicki Korridor gebracht. Den Zug nach Stockholm hatten sie natürlich verpasst und mussten dann Abends mit dem Bus fahren, da dort schon alles gebucht war. Die verlorenen Sachen fanden sich zum Glück wieder an. Unser Abendplan bestand darin nen ruhigen zu machen, da wir die große Geburtstagparty von Andreas (schwedischer Mitbewohner) am Samstag erwarteten. Daraus wurde dann nix, da Andreas den Vorschlag machte in nen Studentenpub zu fahren, wo es nen Haufen unterschiedlicher Biere gab. Also gings dann los mit zu 18:30 in den Pub. Die Fahrt war nicht gerade sehr angenehm, da es zu schneien begann. Dort angekommen feierten wir dann gut ab mit ihm und seinen Beiden Kumpels Lappen (spitzname) und "Henk the Tank". Wie geil. Es gab Bitburger, aber Andreas wollte und keinen ruhigen machen lassen und bestellte belgisches 7% bzw, 9% Bier. Schon etwas angeschossen ging es dann wieder zurück zum Korridor um in seinen Geburtstag reinzufeiern. Dort holten wir eine EinLiter Flasche 50%igen Finlandia Wodka raus, die dann mit 5Leuten auch in weniger als ner halben Stunde ausgeleert wurde. Danach gings ab in den Studentenclub, der glücklicherweise nur 50m von Smickis Korridor entfernt war. Dort war Hammerstimmung und lauter schwedinnen iim MInirock, da irgend so eine "Freshman"Erstsemesterparty war. Nachdem wir dann 2:30 oder so den Laden wieder verlassen hatten gingen wir dann wieder zurück um Afterparty zu machen. Das Geburtstagskind Andreas, der wie wir später erfahren haben bereits kurz nach 12 zum erstenmal kurz kotzen war gabelte noch irgendwelche drei Rockerweiber auf, die dann auch noch mitkamen. Ich hielt nicht länger als ne Viertelstunde durch und entschied mich dann richtigerweise fürs Bett. Die anderen zogen noch bis um5 durch. Andreas holte im totalsuff seine E-Gitarre+Verstärker raus, Lappen ist zum Ende hin für drei Stunden auf dem Klo eingepennt. Smicki pennte im Wohnzimmer auf der Couch, Henk the Tank auf dem Boden auf ner Matraze und Andreas aus Solidarität auf dem total verdrecktem Boden, obwohl sein Bett 5m vom Wohnzimmer entfernt war. Naja es war schon heftig.

Tag 75 Samstag 10.11.2007

Den nächsten Morgen ging es dann einigermaßen verstrahlt und mit ner Fahne die ich bis um5 nachmittags mit mir rumtrug ins schwedische Luftwaffemuseum. Außer vielen Flugzeugen hatte dass Museum auch die schönste Schwedin (namens Emelie) zu bieten, die wir je gesehen hatten. Sowas gibt es natürlich nur in Schweden, dass eine perfekte Frau nen Job als Rezeptionisten in nem Militärmuseum hat... In nem Land wie England wäre sie wahrscheinlich der größte Superstar aller Zeiten, aber das ist halt Schweden... Nach dem Museum heizten wir dann nochmal in die Stadt und dann zurück zu Smicki, dort war dann Abends nen gemütliches zusammensein mit nen paar mehr Leuten angesagt. Im Supermarkt trafen wir dann noch Lappen vom Tag davor. Der musste arbeiten und klapperte noch wie ein Schutzblech. Im Korridor sahen wir dann auhc noch Andreas, der so aus sah als wenn er gerade nen Heroinentzug hinter sich hatte... naja kein Wunder bei dem Abend. Smicki lag komplett fest auf dem Tisch und wir kosteten 72%igen Absinth, der sehr schön brandte sowohl im Glas als auch im Magen. Anonsten war es ganz ruhig und wir gingen dann irgendwann um1 ins Bett.

Tag 76 Sonntag 11.11.2007

Mittags gingen wir dann unsere Klamotten waschen und danach illegal im Gym trainieren. Abends war dann Movieabend angesagt. Das heoßt den Projektor vom anderen Andreas geholt und aus dem Wohnzimmer mal schnell nen Kino gemacht. Sehr geil. Allerdings guckten wir Equilibrium, der jetzt nicht so der Knallerfilm ist. Anonsten passierte dann nicht mehr viel.

Tag 77 Montag 12.11.2007

Ab nach Hause mit dem Zug und nun endlich zum Friseur in Växjö gewesen. Boah ich fühl mich wieder wie nen Mensch.

Fazit des Linköping Besuchs:

Es war der Hammer. Smicki hat echt nen Hammerkorridor mit juten Typen. Alleine schon der Abend mit Andreas, Lappen und Henk the Tank war Hammer, da das echt gute Schwedinjungs waren. Dazu noch die ganze Australierbande plus die Amis macht schon ne coole Truppe. Der Hammertyp ist Bryce, der ungefähr 7mal die Woche für 3-4 Stunden ins Fitnessstudio rennt und des Bude schlimmer aussieht als bei den Flodders... Foto vorhanden. Auch geil ist, dass die Bude ziemlich sauber ist, dadurch dass es kleiner ist und von mehr Schweden bewohnt wird. So kann man in Linköping auhc mal auf Socken durch die Küche rennen, wo ich hier in Seminarievägen schon nen 5Gänge Menü unter meinen Füßen zusammengestellt hätte. Nachdem schönen Urlaub geht bei mir wieder der Ernst des Lebens los und bis Irland 21.11. werd ichs hier wohl ziemlich ruhig angehen lassen.

Pics auf http://picasaweb.google.de/pietmogul/20071112Schweden06111211IchLinkPing

 

12.11.07 20:03


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