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"Studieren" in Schweden

Tag 1 (Dienstag, 28. August 2007, Geschrieben am 28.August)

Der Wecker klingelte um 5:10 und ich merkte, dass ich am Vorabend nicht nur erst gegen 0:30 eingeschlafen war, sondern es machten sich vor allem die fünf Bier und die vielen „letzten“ Zigaretten, die ich am Vorabend geraucht hatte bemerkbar. Seelenruhig packte ich die restlichen Sachen ein, nahm nochmal eine letzte deutsche Dusche und ging mit meinen Eltern zum Bahnhof. Aufgrund der Fürsorge meiner Mutter sollte ich eigentlich gar nichts tragen von meinen insgesamt gut 60kg Gepäck, aber das war mir dann auch schon etwas peinlich. Am Bahnhof angekommen trafen dann auch gleich die erwarteten Freunde Anne, Gerrit, Baudi, Loui, Mo (Arneburg) und Axel ein. Vor allem auf Mo hatte ich mich gefreut, da sie die Versicherung für meinen Fernsehempfang in Schweden war. Die Abfahrt ging dann recht schnell. Auf jeden Fall gings dann los nach Uelzen. Der Zug war leer und ich guckte Malcolm auf dem Laptop. In Uelzen dann das erste Umsteigen, was nicht gerade schön war mit dem Gepäck, aber machbar. Ab nach Hamburg mit dem „Metronom“ . Der Zug wurde immer voller und beim Aussteigen am Hamburg Hbf sehe ich plötzlich ein bekanntes Gesicht und zwar meinen alten Grundschulfreund Christian Baumann, der gerade in Hamburg jobbt und mir erzählt, dass er auch nen halbes Jahr im Ausland war und zwar passenderweise in Finnland. Das war auch alles sehr interessant, aber noch besser war, dass er mir beim tragen half und ich somit etwas Kraft sparen konnte. Ein Bettler und 20Minuten später kam dann auch der EC dänischer Bauart. Gerade einmal so groß wie die Alma, aber wohl doch etwas schneller. Als ich endlich die Steckdose entdeckte, konnte ich dann auch weitere Malcolmfolgen sehen. Irgendwann bin ich dann eingeschlafen, und als ich aufwachte, merkte ich nur dass der Zug hält und die freundliche Stimme unserer Zugbegleiterin in dänischem Akzent  verlautete, dass wir jetzt auf die Fähre fahren und 45Minuten Überfahrt haben. Desweiteren gäbe es eine Cafeteria, einen Duty-Free-Shop und eine Panoramabar auf dem Schiff. Da ich eigentlich dachte, dass ich über ne Brücke nach Dänemark fahre, war ich sehr erfreut. Gleich raus aus dem Schiffbauch in dem sich der ganze Zug befand und hoch an Deck. Das erste was mir ins Auge fiel, waren die Zollbestimmung innerhalb der EU, die neben der Toilette aushingen. Freude und Ärger lagen nun dichter zusammen als Städte im Ruhrgebiet. Ich musste lesen, dass man 10Liter Schnaps und 20Liter Likör innerhalb der alten EU-Länder einführen darf…. was natürlich schön ist, aber mir leider egal, da ich weder genug Geld, noch, und das war am wichtigsten, genug Platz hatte um mich hier noch mit etwas Reiseproviant einzudecken. Nachdem ich an der frischen Luft war, ging es dann doch noch Runter in den Shop. Völlig verwirrt stand ich nun vor dem Schnapsregal und ich als passionierter Biertrinker wußte vor allem nicht, ob die Preise nun billig oder nicht sind. Nach langem überlegen wollte ich dann Baudi anrufen, da der bekanntlich eine wandelnde Börse für Whiskeypreise ist. Leider war mein Netz schon weg und ich war wieder auf mich alleingestellt. Nun galt es eine Entscheidung zu treffen. Ich entschied mich für eine 1L-Flasche Boris Jelzin, aber nicht weil der so toll schmeckt, sondern weil er die platzsparendste Flaschenform hatte und dazu auch noch einen moderaten Preis von 13,02€. Nun hatte ich noch 42€ in der Tasche und ging zum Exchange, leider war der Kurs irgendwie komisch, aber ich habs trotzdem getan und erhielt für mein letztes Eurogeld nur 345SEK, was in etwa einem Kurs von 1:7,5 entsprach, dabei hatte ich im Inet einen Kurs von  1:9 beim umrechnen gehabt. Das war mir dann aber auch egal. Nach ner Fahrt kam ich dann gegen 12Uhr Mittags in Dänemark an. Sah im Prinzip aus wie Deutschland nur mit mehr Windrädern und kleineren Häusern. Fast auf die Minute genau kam ich dann in Kopenhagen an. Ich ging gleich mit meinem schwedischen Internetticketbeleg zur nächsten Information. Die nette Frau erklärte mir dann, dass man das hier nicht machen könnte und ich zum Flughafen müßte um da nen Ticket zu holen. Mein Problem bei der Sache war, dass ich weder nen Ticket zum Flughafen, noch Geld um mir eins zu kaufen hatte. Also schnappte ich mir nen anderen Informationsmenschen, der dann mit mir zu Schaffnerin gelaufen ist und ihr das Ganze dann erklärt hatte. So bin ich dann kostenlos zum Flughafen gefahren um mir dann da nen Ticket zu schießen, was auch recht schnell geklappt hatte. Wieder runter zu den Gleisen… Dann gabs schonmal die erste schöne Verspätung. Mein Zug kam ungefähr ne viertelstunde zu spät an und war dann auch noch komplett voll. Beim Hochwuchten meiner Koffer in die etwas zu klein geratenen Gepäckablageflächen, klemmte ich mir dann auch noch schmerzhaft die Finger ein.  Nachdem ich dann die hübsche Blondine von meinem reservierten Platz verscheucht hatte, verklickerte mir der alte Herr mir gegenüber,dass wir in Malmö umsteigen müssen. Das hatte ich so nicht im Internet gelesen, also glaubte ich ihm natürlich nicht. Dann fragte ich einen anderen Schweden und der erklärte mir dass ich nicht umsteigen muss. Kurz darauf, wir standen schon im Bahnhof, kam dann ein Schaffner und sagte, dass wir auf Gleis 5 müssen, weil der Zug hier nicht weiterfährt. Toll hab ich mir gedacht. Die schweren Koffer also wieder runterwuchten, 4Gleise weiter rennen und dann in nen Zug steigen, der noch voller ist und für den ich dann keine Reservierung mehr hatte.

 

VÄXJÖ(wird ganz anders ausgesprochen)

geschrieben am 01.09 18:00 

In Växjö angekommen, wurde ich dann auch gleich mit nem Van von ner freundlichen Schwedin abgeholt und lernete auf dem Bahnsteig Julia kennen , die auch aus Deutschland kam. Also gings dann mit dem „Großraumtaxi „ zur Uni die auf den ersten Blick hammergeil war. Wir also raus und in nen Klassenraum, wo wir erstmal Informationen den Mietvertrag usw. erhalten haben. Mich wunderte bereits, dass Julia fast das doppelte fürs selbe Wohnheim zahlen musste, aber ich hatte darüber noch nicht weiter nachgedacht, da der Vertrag ansonsten okay war und ich wohl kaum über zu wenig Miete beschwere. Im Zimmer angekommen (5Minuten vom Campus) war ich überrascht, da ich meine eigene Küche hatte und es also keinen Gemeinschaftsraum etc. gab. Gefreut habe ich mich auch über das zweite Bett was im Zimmer war. Da sie nebeneinander standen machte ich mir darüber auch keine Gedanken. Dumm war auch dass die Küche über keinerlei Dinge wie Besteck oder Teller verfügte. Wir also noch schnell zum Supermarkt Plastiksachen holen. Dort dann der Schock.. Alles total teuer ( fast doppelt so viel wie Aldi) und nur Bier mit 3,5%... Julia und ich hatten uns für den nächsten Tag ausgemacht, ein Fahrrad zu kaufen und in die Stadt zu fahren.

 

Tag 2 29.08.2007

Unten vor der Tür dann der Schock… Ein Österreicher der mit uns im Bus war verklickerte mir dass er nen Mitbewohner bekommen hat. Und da bei mir ein zweites Bett drin steht und ich die selbe Miete zahle konnte ich auch davon ausgehen. Also gleich zum International Office sich beschweren, leider war ich wohl schon recht weit hinten auf der Liste (in Schweden läuft alles über Listen) und somit sanken meine Chancen schnell an ein neues Zimmer zu kommen. Ich bekam die Information, dass mein Mitbewohner Franzose ist und das selbe studiert wie ich.  Wir also danach zum ersten Fahrradladen und der wollte uns die verrostete Schrottmühlen für Preise ab 95€ andrehen. Wir dann also ins Zentrum um beim dritten Fahrradladen endlich Erfolg zu haben. Ich erwarb ein ausgedientes Treckingrad für kanpp 60€, was allerdings noch etwas repariert werden musste und ich konnte es deshalb noch nicht mitnehmen Dort lernten wir dann auch Carmen und Marlois aus Holland kennen, die uns dann auch gleich prompt anboten uns mit ihren schwedischen Buddys zum einkaufen mitzunehmen. Da nur noch ein Platz frei war fuhr ich mit. Die beiden Schweden waren cool und fuhren uns in den größten Supermarkt den  ich je gesehen hatte. Und danach extra für mich in sone Art Mediamarkt, wo ich mir nen Routerkabel kaufen konnte, und dann noch für die Hälfte des Preises weil er da mal gearbeitet hatte. Danach gings ab in den Schnapsladen. Die Preise sind abartig. Eine Flasche Bacardi kostet ca. 24€ und das Bier ca. 1,20€.    Abends verabredeten wir uns  dann fürs Campusfestival und tauschten Nummern aus. Jeder Exchangestudent bekommt eine Prepaidkarte mit der er zu den anderen Exchangestudenten umsonst telefonieren kann.  Zuhause angekommen war mein neuer Mitbewohner noch nicht da. Als er dann kam war er komplett überrascht, weil auch er nicht wusste, dass er nicht allein wohnt. Er heißt Charles (Charly) ist 23 und kommt aus Paris. Er ist unkompliziert und auch ganz cool und vor allem ist er ordentlicher als ich, was auf jeden Fall ein Vorteil ist. Dann kam Julia rum und wir machten die Flasche Boris Jelzin auf, die ich auf dem Schiff gekauft hatte. Nachdem wir ungefähr nen dreiviertel davon getrunken und auch schon einen am Latschen hatten, gings zum Festival. Dort war es ungefähr wie Beachparty in MD oder so nur mit Schweden und auch vielen Austauschstudenten. Leider war das Ganze dann auch schon gegen 1Uhr zu Ende, wobei das für mich und meine Geldbörse wahrscheinlich besser war.

Tag 3 30.08.2007

Den nächsten Tag verabredeten wir uns dann mit den Holländerinnen und gingen in die Stadt einkaufen etc. Abends machten wir uns dann um zusammen zu kochen. Wir also zu Marloes, die in nem geilen 7Personen Apartment wohnt und auch coole Mitbewohner hat. In der Lage wo ihr Wohnheim ist, sind nur irgendwelche Parties. Das Studentenleben hier ist im Allgemeinen der Hammer, da hier so locker 7000-8000 Studenten direkt am Campus leben und die Wohnheime und das ganze irgendwie mehr nach Urlaubsapartments aussehen. Unser Plan war es eigentlich in den Studentenclub in der Stadt zu fahren, aber irgendwie sind wir dann doch da hängen geblieben. Es kamen immer mehr Leute und am Ende waren wir so ca 15 Personen aus aller Herren Länder. Dort musste ich dann auch das erstemal auswärts schlafen weil es irgendwie schon halb vier war, es draußen regnete und die Couch durchaus bequemer als das  Lazarettbett in „meinem“ Zimmer war.

Tag4 31.08.1007

Den nächsten Tag hatten wir dann Introduction von um10 an. Bei der wir komplett mit Informationen zugebombt wurden, die ich alle wieder vergessen habe. Bei der Introduction lernten wir dann auch die beiden Holländer Hans und Marten kennen, was mich sehr gefreut hatte, weil ich ja bisher immer nur mit Mädels unterwegs war und Charly zwar cool, aber nur nen halber Feierprinz ist. Die Holländer sind auf jeden Fall das Gegenteil.  Und das Geile ist, dass sie nen Auto haben und wir also erstmal zu Lidl fahren konnten, wo die Preise etwas moderater waren. Danach wieder zum Schnapsladen, wo ich erstmal ne Palette Bier für ca. 27€ gekauft habe. Allerdings waren da auch ne Menge Fremdbestellungen bei.  Abends verabredeten wir uns dann um bei Marloes zum vorzuglühen, aber irgendwie wurde das alles so spät, dass wir zu Julia sind, die auch drei Schweden zu Besuch hatte.  Die waren auf jeden Fall geil drauf und wir entschieden uns dann bei denen in der Bude vorzuglühen. Danach gings los zum Studentenclub, von denen wir zwei auf dem Campus haben. Da Carmen, Charly und Julia nochmal kurz zu uns sind war ich bei den Holländern. Wir kamen nach ner Zeit aus der Bude und es waren auf einmal irgendwie alle weg (es stellte sich im Nachhinein raus, dass Carmen eingepennt war, weil sie keinen Vodka verträgt). Vor dem Club war dann ne ziemlich lange Schlange. Und da wir kein Bier mehr hatten sangen wir mit irgendwelchen Schweden bekloppte Lieder. Als wir dann vor der Tür waren erklärte der freundliche Türsteher uns, dass wir uns erst bei ner Studentnation anmelden sollten, was in etwa einer Verbindung oder sowas entspricht. Da waren dann auch so Anmeldezelte aufgebaut und wir haben uns für eine Nation angemeldet. Das Ding ist, dass wir vergessen haben wie die heißt, aber es ist wohl die mit den meisten Parties…

Im Club trafen wir dann die Schweden wieder und nen Haufen anderer Leute, die wir kannten. Nen Bier kostete ca. 2,40€ was den Besuch auch für die Geldbörse angenehm machte. Die Musik war zum Ende in auch ganz geil. Die haben sogar Rammstein gespielt. Um2 war die ganze Sache dann leider schon vorbei und es ging nach Hause. Es war aber nen echt geiler Abend, da ich in Hans und Marten zwei richtige Partykanonen gefunden habe.

Tag 5 01.09.2007

 Heute gab es wieder ne Menge Introductions und wir wollten uns das Fahrrad abholen. Leider hatte der gute Laden schon geschlossen und nun bin ich immer noch auf meine beiden Füße angewiesen.

Jetzt wird ich hier noch weiter einige Sache am Rechner machen und ein wenig aufräumen und dann gehts schon wieder los, da heute Samstag ist. Morgen hab ich dann erstmal Ruhetag, damit ich Montag pünktlich beim Internation Office bin um mich mal wieder über die Unterkunft zu beschweren.

 

Fazit bisher... 

Nun sitze ich hier in „meinem“ Zimmer und hab endlich mal die Zeit gefunden meine Erlebnisse halbwegs zusammenzufassen. Wobei garantiert noch die Hälfte fehlt. In Schweden regnete bisher fast jeden Tag, aber heute hat ausnahmsweise mal die Sonne geschienen. Ansonsten sind die Schweden alles sehr nett und freundlich und vor allem hilfsbereit. Die Uni ist auch Hammer und alles andere gefällt mir auch sehr. Das einzige Problem ist, dass ich mir bisher das Zimmer teilen muss. Sollte das so bleiben, weiß ich echt nicht was ich machen soll, weil ohne Privatsphäre drehe ich hier durch. Zumal Montag das Studieren losgeht und ich keine Ahnung hab, wie ich das managen soll, wenn ich nicht mal ein richtiges Zimmer habe. Was auch nicht so toll ist, sind die Preise, Die Kronen rollen einem nur so aus der Tasche und es sind viele Au
sgaben, die man nicht erwartet hat. Ansonsten ist bisher wirklich alles gut hier, vor allem auch die Leute die ich bisher kennengelernt habe. Und wenn ich mal genug vom vielen Englisch sprechen habe, gibt es hier genügend Deutsche. Sie stellen ca. 23% der Austauschstudenten, die hier sind.

Da ich schon wieder keine Zeit habe, und mir das ganze jetzt nicht nochmal durchlesen werde, werden sicher manche Inhalte unverständlich sein und an Rechtsschreibfehlern sollte es auch nicht mangeln.

1.9.07 18:23


Fotos

Die ersten Fotos gibt es auf:

http://picasaweb.google.de/pietmogul/20070901Schweden28080109

1.9.07 19:11


Tag 5 Samstag 01.09.07

So Abends gab es dann wieder das volle volle Programm, erst gemütliches Vorglühen bei den Holländern. Danach ins Stallarna, was der zweite Club auf dem Campus ist. Dort angekommen war es mal wieder sehr lustig, allerdings lässt meine Erinnerung auch ziemlich zu wünschen übrig, deswegen kann ich dazu nicht allzu viel sagen, außer, dass ich den nächsten morgen ziemlich fertig war.

 

Tag 6 Sonntag 02.09.07

Punkt 11Uhr hatte ich mit nem Ösi verabredet um mal den Unieigenen Fitnessraum anzugucken, ich war auch pümktlich, allerdings passte mein restalkoholisierter Zustand nicht gerade einem Besuch in einem Fitnessraum. Zum Glück war das Ding dann auch zu und als ich da war erhielt ich eine SMS, dass ja seit um11 schon die Anmeldungen für diverse Ausflüge stattfinden und ich mich beeilen müsse. Ich wunderte mich welcher Idiot denn bitte punkt11 am Sonntag sich für irgendwas anmeldet. Im Unigebäude angekommen stellte ich fest, dass es offensichtlich eine Menge Idioten gibt, denn das ganze Gebäude bestand aus einem Wirrwarr von Schlangen. Und ich mittendrin mit meiner ersten richtigen St.Pauli-Fahne (Insider). 11:20 war dann auch schon der Trip nach Göteborg ausverkauft, allerdings ergatterte ich noch eine Fahrt zum ersten IKEA, was auch sehr wichtig ist, da "meine Bude" ungefähr so wohnlich ist wie eine Wellblechhütte in Johannesburg. Außerdem trug ich mich für eine 3tägige Schiffsreise nach Polen ein, an der die Austauschstudenten 10 anderer Unis in Schweden teilnehmen. Das heißt Partyschiff hin --> Schnaps in Polen --> Partyschiff zurück. holenFür den Nachmittag war dann auch noch ein Film angesetzt, den ich auch noch schaffte. "L' Auberge Espagnole" war passender Weise ein Film über einen Austauschstudenten in Barcelona. Sehr empfehlenswert und passend zu all dem was noch so auf einen zu kommt. Am Abend war dann nix mehr geplant, außer Wraps essen bei ner Freundin. Schließlich hatte ich den nächsten Morgen meine Introduction für meinen Masterstudiengang und außerdem noch einen Weg zum International Office geplant.

Tag 7 Montag 03.09.07

Um acht aufgestanden ging es dann auch gleich darauf zum Office um mit die Erkenntnis zu bekommen, dass es geschlossen war. Lange Öffnungszeiten scheinen bei der Uni nicht so modern zu sein, da das IO gerade mal 6Stunden in der Woche auf hat ... für 800 ausl. Studenten. Darauf begann dann unser Kurs. Es gab eine Übersicht auf all das was so auf und zu kommt und die Möglichkeit sich für das erste Modul für Accounting oder Logistics zu entscheiden. Ich nahm Logistics, weil ich davon maximal nen Drittel in Berlin gehabt hat. Nachdem dann die äußerst attraktive Logistikdozenten Susann Hofman reinkam und ihre Inhalte vortrug, gab es erstmal allgemeine Bestürzung. Zu Freitag das erste kleine written Paper über Fälle, die wir aus der Bibliothek suchen sollen und eine ca.25-35 seitige Hausarbeit für die näcshten drei Wochen, die wir noch dazu allein schreiben sollten. SCHOCK, ich spielte mit dem Gedanken nen anderen Kurs zu wählen. 25-35Seiten Facharbeit in sauberem englisch würden 4Stunden täglich in der Bibliothek voraussetzen rechnete ich mir aus. Unmöglich, da wir dazu noch so gut wie jeden Tag Uni hatten, was für Schweden äußerst unnormal ist. Nachdem das ganze dann überstanden war gings mal wieder ins IO, wo mir nach einiger Zeit Schlange stehen mitgeteilt wurde, dass sich bestimmt, die Woche was finden lassen. Auf mein Drängen, doch bitte konkrete Aussagen zu machen. Darauf gab es dann immer nur ein hilfloses "hopefully we can find a room". Und nach langem stochern bekam ich dann raus, dass ich nummer 20 auf der Liste sei. Außerdem seien in dieser Liste alle, die aus irgendwelchen Gründen ihr Zimmer wechseln möchten. Meiner Meinung nach irgendwie ungerecht zwei Master-Studenten in einen Raum zu sperren und irgendwelche Memmen die Suaheli in Druckschrift zu sperren und denen die Farbe ihres Raums nicht gefällt vorzuziehen, aber naja... Sauer und genervt wie ich an dem Tag war kaufte ich mir dann auch ne Schachtel Kippen, die hier übrigens auch nicht teurer sind als in Deutschland. Am selben Tag holte ich dann noch meinen guten Ofen vom Radhändler ab, der sich zwar bombig fährt, aber wahrscheinlich noch einige Kronen Reparaturkosten fressen wird. Später traf ich mich noch mit meinem bildhübschen vergebenen Buddy Martina Petersson mit der ich lang erzählte und die mich auf eine Pre-Party(schwedisch für vorsaufen) für den nächsten Samstag einlud.
Abends waren wir dann auch ganz kriminell und rauchten im Zimmer, was hier verboten ist.

Tag8 Dienstag 04.09.07

Den nächsten Morgen gab es dann auch die erste richtige Vorlesung, die im großen und ganzen ganz simple war, was mir wieder mehr Mut machte. Danach galt es mal wieder Schlange zu stehen und zwar um nen Trip nach Stockholm zu buchen, dessen Anmeldezeit, dann doch wieder verlegt wurde. Eine weiterer Schock kam dann in der Bibliothek, Bücher, die man braucht scheinen in der Bibliothek nix verloren zu haben, vor allem nicht Bücher die ich brauche. So waren von unserm 83€teuren Buch zwei Exemplare zu verleihen (auf die es ungefähr tausend Vorbestellungen gab) und eins im Lesesaal und unsere Aufgabe sollte ja für Freitag fertig sein. Danach traf ich mit meinem Kumpel Mirsad mit dem ich in Berlin zusammenstudierte. Mit dem guckte ich mir dann auch nach Zimmern im Internet, allerdings gab es auch hierfür sehr lange Anmeldelisten. Er wartete für sein Zimmer ungefähr drei Jahre... Außerdem fand ich heraus, dass die Austauschstudentenbuden komplett überteuert sind, da man für ein einzelzimmer im Schnitt auf locker 400€ kommt. So gegen 18Uhr fuhren wir dann in die Stadt zum Volksfest. Das fand statt um die berühmteste schwedische Leichtathtletin Carolina Klüft zu begrüßen, die übrigens an meiner Uni studiert und ich deswegen auch noch öfter sehen werde. Dort angekommen stand eine große Bühne und ein paar hundert Leute eher höheren Alters davor. Gespielt wurde schwedische Volskmusik und alles in allem war es total langweilig. Der größte Kulturschock war allerdings, dass es dort keinen Bierwagen und Fressbuden gab. In Deutschland wären schon die ersten komplett steifen Typen mit beschütteten Hosen und Currywurst im Gesicht verteilt rumgelaufen, aber nix da. In Schweden gibts sowas nicht. Es ist auch verboten im Stadtzentrum Bier zu trinken, was ich tagsüber auch für sinnvoll halte (siehe Winkelmannplatz in Stendal, oder Alexanderplatz in Berlin). Abends ging dann zum Vorheizen zu Hans und Marten, später luden uns dann noch nen paar schwedische Mädels ein, bei denen weiter vorzuglühen, was wir dann auch taten. Da es in Schweden eine Schlange für alles gibt und man auch überall (Banken etc.) Nummern ziehen muss, hatten die nen Lifeticker wieviel Leute bereits drin sind im Stallarna. Die andere Disco hat sogar ne Webcam auf der man die Schlange live beobachten kann. Dort angekommen konnten wir es auch nicht lassen Witze darüber zu machen. Es ist schon wirklich merkwürdig warum es hier für alles eine "queue"(Schlange,Warteliste) gibt. Der schwedische Volkssport ist demzufolge Queueing usw. Naja egal ist wohl Situationskomik. In der Disco angekommen waren wir am Ende mal wieder alle total Hacke, was ne ziemliche Leistung ist, da sie in der Woche nur bis um1 auf hat.

Tag 9 Mittwoch 05.09.07 

Den näcshten Tag entschied ich mich dann den Accountingkurs zu besuchen. Alles in allem besser, weniger Lectures und Gruppenarbeit, was ich eigentlich besser finde und von Schweden auch erwartet hatte. Nicht wirklich einfacher, aber dafür weniger zeitaufwendig.  Also mache nun Accounting anstatt Logistics, da der Professor ebenfalls betonte, dass es nicht sooo wichtig sei, was man vorher belege. Nun gab es mal wieder ein großes Problem. Und zwar fallen die Prüfungen genau in die Zeit wo ich bereits die 70€teure Schiffstour gebucht habe. Ich also zum Umtauschen gegangen, woraufhin die mir mitteilten, dass das nicht möglich sei, und ich mir selber nen Ersatzmann suchen sollten, sämtliche gegenargumente wurden im ansatz abgeschmettert. Naja mal schauen ob ich das hinbekomme. Ne Beschwerdemail hab ich heute mal wieder geschrieben. Davon abgesehen, dass man sich dafür immer noch eintragen kann, da die Tour Ende Oktober stattfindet, aber die können mich nicht einfach von der Liste nehmen und mir die Kohle wiedergeben... ohne Worte. Am Nachmittag klapperte ich dann die Gyms der Umgebung ab und entdeckte eins, wo ich zwar nen Jahresvertrag abschließen muss, aber für 20€/Monat auhc noch die Schwimmhalle nutzen kann. Einziger Nachteil sind die ca.4km Entfernung, die mich im Winter wahrscheinlich öfter am Sport hindern werden. Abends guckten wir dann football factory auf English. Nicht nachsyncronisiert besteht er zu 50% aus Wörtern wie Fucking oder Cunt...

Tag 10 Donnerstag 06.09.07

Morgens gab es wieder feinerle Vorlesung und danach den ersten Besuch bei der Mensa. Die Preise sind natürlich der Hammer ca. 5,60€ fürs Menü, dafür ist es hammergeil und man kann sich von den unterschiedlichen Salatsorten so viel nehmen wie man will. Aber öfter als alle 2Wochen ist es nicht drin, davon abgesehen dass es auch wieder ne Queue vom feinsten gibt. Danach traf ich micht mit Anna-Lena (einer Deuthscen aus meinem Kurs) und einer Iranerin um ein Paper (kleine Hausarbeit-->eine Seite) zu schreiben. Die Iranerin, die übrigens sehr westlich ist und auch ganz schmuck so weit, kam erstmal ne halbe Stunde zu spät und mit nem Bier in der Hand, was mir sehr merkwürdig vorkam. Aber irgendwie war es ihr dann auch wohl peinlich die Plürre auszutrinken, da wir etwas erstaunt waren, dass man zur Lerngruppe halb2 mit Bier kommt (wenn die wüßte:-D). Das schlimme an dem Kurs ist schon wieder, dass wir das Buch kaufen müssen, was mal schlappe 74€ sind, aber naja was solls, bei Amazon bekommt mans wieder los.  Ansonsten waren wir heute mal die Gegend zu Fuß erkunden und bei so nem kleinen Schloss am Campus. Am Abend hab ich dann die Hausarbeit beendet und den Rest der Zeit mit dem Schreiben hier verbracht. Morgen gehts erst zur Uni und dann zu IKEA. Leider verpasse ich dadurch die Möglichkeit zum ersten Mal nen paar Schweden beim Pokern die Kronen abzuknöpfen, weil ich erst um 21 zurück bin.

Fazit:

Langsam kehrt Alltag ein, allerdings nervt die Wohnsituation schon gewaltig, auch wenn Charly ein guter Mitbweohner ist und immer abwäscht (ich noch nie). Er macht irgendwie einfach immer alles und wenn ich sage,dass ich auch mal was machen "will", sagt er kein Ding. Wetter ist hier oben gerade richtig schön, so Sonne und 20°C. Der Unterricht ist auch okay, manchmal nen bissl langweilig, aber naja, war ja in Deuthscland nicht anders. Ab November werde ich dann hier mit ner Projectgruppe richtig in die Unternehmen reingehen usw. Die Kosten sind acuh nicht mehr so hoch wie ich dachte, da man auf sinnloses Trinken verzichtet (also nur trinken um an Ende voll zu sein ist erlaubt) und da der eine Supermarkt auch ziemlich billig in der Nähe ist. An alle,die mich mal besuchen wollen: Solange ich hier keine Bude habe ist es leider eher schlecht. Ich geb ja die Hoffnung nicht auf, dass das hier noch was wird in den näcshten Wochen. Ansonsten bitte nicht sauer sein, wenn ich hier nie zum schreiben komme bei ICQ etc. Bin einfach kaum zuhause am Rechner und wenn dann will ich auch mal abschalten. Ansonsten ist alles schick achja und grüßt bitte 3Pro (die meisten wissen, wen ich damit meine) von mir :-D, ich hoffe er war in der Bildzeitung...  Achja und zu den schwedischen Frauen und den Aufforderungen mehr Bilder zu machen. Keine Angst, ich bin noch 1Jahr hier, aber verlangt nicht von mir, dass ich hier wie son notgeiler Bock jeder gutaussehende Schwedin fotografiere, das ist dann doch schon nen bissl peinlich.

Anonsten ist der Campus und das Unileben hier der Hammer und kein wirklicher Vergleich zu Deutschland. Man merkt das Schweden prozentual doppelt so viel Geld in Bildung investiert wie Deutschland. Alles siehts aus wie in nem Park mit lauter Studentenwohnheimen dazwischen gesetzt. Die Klassenräume und alles sind der reinste Hightech. Außerdem bekommt jeder(!) schwedische Student 250€/Monat vom Staat geschenkt und 500€Kredit, den man über 25Jahre nach dem Studium abbezahlen kann. Fast alle Studenten leben direkt am Campus. Es ist hier also wie in den ganzen AmiCollege-Filmen. Leider wohn ich im Augenblick in ner Ecke, wo nicht sonderlcih viel los ist, aber das ändert sich hoffentlich bald. Das einzige was bescheuert ist, dass man sich so ziemlich jedes Buch kaufen müsste, oder komplett abkopieren, sofern es überhaupt im Lesesaal ist.

Fotos (sind nicht so viele) auf  http://picasaweb.google.de/pietmogul/Schweden01090609

 

6.9.07 22:26


Freitag 07.09

Morgens gabs wieder ne Vorlesung und nachmittags gings dann zu IKEA. Wie immer gabs dafür auch ne Liste und die war nicht vollständig. Also war Abfahrt dann um4 anstatt um3. Naja irgendwann haben die Verantwortlichen dann ihre Listentreue über Bord geworfen und die restlichen Leute in den Bus gelassen. Ikea war dann eine kleine Enttäuschung, weil ich mir vom ersten IKEA der Welt etwas mehr erwartet habe. War halt nix anders als in nem normalen IKEA. Dort gab ich dann uach erstmal 120€ aus für Sachen wie richtiges Bettzeug und vor allem für Teller und andere Küchensachen. Nachdem sich ein paar Asiaten dann ne Stunde verpätetet hatten, gings dann auch endlich nach Hause. Dort angekommen war es schon 21:15 galt es sich schnell zu aklimatisieren und auf die Party vorzubereiten. Geplant war bei ein paar Schwedenmädels vorzutrinken und dann ins Stallarna zu gehen. Dort angekommen gab es allerdings eine böse Überraschung, da die Schlange viel zu lang war, als das wir erwarten konnten innerhalb einer Stunde da reinzukommen. nach 1,5Stunden hatten wir es dann auch geschafft und waren fast wieder nüchtern. Die Schlangen sind hier übrigens auch genau durchgeplant. So sind die Metallabsperrungen alle 5Meter durch ein Seil in Hüfthöhe verbunden, unter das man entweder durchkrabbeln, oder drüber steigen muss, das ist zum ersten die Ultimative Besoffenenfalle und zum Zweiten acuh noch der Libo-Danceflloor(der wahre Grund ist natürlich die Sicherheit).Allerdings ist Queueing auch Spaß, weil man nen Haufen Leute kennenlernt.Es ist wirklich nix gefährlich in Schweden, dagegen ist selbst das sichere Deutschland nen Banditenland. Man schnallt sich zum Beispiel auch im Bus an und jedem Raum ist nen Erste-Hilfe-Kasten...
Drinnen traf ich dann Mirsad und meinen Buddy Martina und es war mal wieder echt geil. Nach dem Ende der Tanzveranstaltung bekamen wir dann noch von den Schwedenmädels etwas zu essen, wofür mein Magen auch sehr dankbar war.

 

Samstag 08.09

Ziemlich früh und Ziemlich verkatert aufgestanden gings erstmal mit dem Rad in die Stadt(5km), weil sich mein Sattel ohne Inbus-Schlüssel micht verstellen ließ. Danach hab ich dann zum ersten Mal so richtig eingekauft, weil ja unsere Küche nach Ikea schon fast zum kochen geeignet ist. Abends war ich dann zu um6 mit meinem Buddy Martina und ihrer Freundin Frances verabredet zu ner "Pre-Party". Ist echt total komisch um6 mit trinken anzufangen aber in Schweden halt normal. Um halb8 gings dann zum Welcomedinner in die Uni, vorher hatten wir uns schon ausgemacht zwischendurch nochmal zurückzukommen um "zwischenzuglühen". Trinken ist in Schweden alles eine Frage der Organisation, und die Schweden sind gut damit. Die Preise auf der Welcomeparty waren nämlich mit 4€/Bier nicht gerade günstig. Nach der Party auf der alle Nationen sich irgendwie vorgestellt hatten(die deutschen sangen eisgekühlter bommalunder) und auch disco war, ging es dann zur "Afterparty" zu Marina (dem Buddy der Holländer), wo es auch nochmal bis um2 ging, dann noch zu ner anderen Party und irgendwann um3 ins Bett...

Sonntag 09.09

.... Sonntag halt. Zumindest bis jetzt :-D

 

Fotos unter http://picasaweb.google.de/pietmogul/Schweden06090909 

9.9.07 15:51


Letztes Update 10.12.2007....

Stockholmtrip,Polizeierlebnisse und ausrastende Spanier... 

Eintrag direkt hier drunter, damit ihr nicht so viel scrollen müßte

Alle Bilder immer unter http://picasaweb.google.de/pietmogul/

10.9.07 18:01


Tag 14 Montag 10.09.07

Wir hatten an dem Tag zum ersten Mal einen neuen Dozenten genannt Tobjörk Bredenloev. Es war mit die langweiligste Vorlesung meines Lebens, da er mit Controling offensichtlich das falsche Fach unterrichtete. Er war eher der Philosoph oder der nette Opa. Auf dem Rückweg bekam mein Fahrrad aus irgendeinem Grund einen Platten. Wahrscheinlich lag es an dem porösen Schlauch, der in etwa der Haut eines 120Jährigen ähnelte. So rief ich gleich meinen Buddy Martina an und machte aus, dass ich bei ihnen den Schlauch flicken kann. Abends war ich dann da und ich lernte eine Menge skandinavischer Schimpfwörter da wir tatsächlich drei Stunden mit dem flicken verbrachten. Zur Hand ging mir Andreas, ihr Freund, doch leider waren wir beide nicht mit übermäßig viel Talent gesegnet. Davon abgesehen entstanden immer wieder neue Löcher, so dass wir am Ende drei geklebte Stellen hatten, Nachdem wir das Ding dann nachts um 12 endlich fertig hatten, verabschiedete sich der Schlauch nach dem Aufpumpen erneut mit einem großen Knall... Skita!!!

 

Tag 15 Dienstag 11.09.07

Am vormittag ging ich mit Andreas zum örtlichen Fahrraddealer. Und ich nehme bewusst das Wort, weil ich das Gefühl hab, dass sämtliche Fahrradladenbesitzer Verbrecher ausländische Herkunft sind. Der aus dem Iran stammende alte Mann war jedoch
sehr freundlich und machte mir das Angebot, meinen völlig kaputten Vorderreifen sowie den Schlauch für das Hinterrad zu wechseln gür gerade mal 24€. Am Nachmittag nachdem ich mich mit meiner Studiengruppe getroffen hatte, holte ich es dann wieder ab und es war wirklich ordentlich repariert. Am Abend fuhr ich dann mit meinem Superrad zu einer Preparty von nem schwedischen Mädel die Geburtstag hatte, allerdings kam mein neues Fahrrad dort nicht mehr an. Eine Speiche des Hinterrades löste sich und kam in die Kette, daraufhin verbog sich die komplette Gangschaltung so, dass ich das Teil nicht mal mehr schieben konnte. Ich versuchete das Ganze noch zu reparieren aber das Ding war nicht mehr zu retten. Also abstellen und weiter zur Party. Dort waren dann auch irgendwie schon alle in Feierlaune. Ich allerdings noch nicht, weil ich wegen meines gerade reparierten Fahrrads angepisst war. Aber egal der Wofka-O trinkt sich nicht von allein, also wieder vollgas und danach in Stallarna...

Tag 16 Mittwoch 12.09.07

Keine besonderen Vorkomnisse... und der erste Abend an dem ich mal ganz zuhaus geblieben bin.

Tag 17 Donnerstag 13.09.07

Als erstes schrieb mich eine Freundin an zwecks Auto mieten und an die felsige Westküste fahren. Daraufhin organisierte ich Hans und Maarten, so das am Abend dann feststand, dass wir mit deren Auto nach Göteborg und danach weiter an die Küste fahren. Den resltichen Tag war ich mit Unisachen beschäftigt um dann Abends der Essenseinladung Martinas nachzukommen. Das war dann auch ein lustiger Abend, es gab Wraps mit nem halben Dutzend Möglichkeiten es zu füllen und danach Eis und dazwischen Bier. Allerdings das 2,8% Bier, was so gar nicht mein Fall war. Wahrscheinlich war das auch der Grund, warum ich Nachts um3 mit Bauchschmerzen wach wurde...

Tag 18 Freitag 14.09.07.

Wir buchten das Hostel in Göteburg für 20€ pro Nase und machten uns aus, dass wir um9 abfahren wollen. Desweiteren rückte der Besuch von Charly immer näher. Am Samstag Abend sollte eine "Bekannte" kommen. Die Story dahinter ist, dass sie sich einmal auf einer Party gesehen haben und sein Kumpel sie nachdem er schon in Schweden war gefragt hat wie sie Ihn findet. Seitdem schrieben sie sich sehr oft über Messenger und irgendwann sagte sie dann einfach,dass sie ihn für eine Woche besuchen will, wenn sie Urlaub hat. Und so kam es dann auch. Abends ging es dann trotz des Ausfluges am nächsten Tag ins Stallarna...

Tag 19 Samstag 15.09

Um 7 wurde ich wach, da Scharly die wunderbare Idee hatte aufzustehen und die Bude aufzuräumen, ist ja nicht so, dass er das nicht auch später machen könnte. Verkatert und mit vier Stunden Schlaf im Gepäck ging ich dann runter zu den Holländern um die Sachen ins Auto zu packen. Mit einer halben Stunde Verspätung kamen dann auch die beiden Mädels Marloes und Ann-Christin (Stuttgart). Auf gings nach Göteburg. Zum Glück ist der 15Jahre alte Volvo (286000km) von Maarten geräumig genug für füf Leute. Ohne uns zu verfahren kamen wir dann in Göteburg an und luden unsere Sachen im Hostel ab. Da wir keine Bettwäsche mit hatten kamen zu den 22€ Übernachtungs preis auch noch 7€ für absolut lumpige Bettwäsche dazu, aber egal. Das Ganze erinnerte extrem an Klassenfahrt, da wir nen 6Mann-Zimmer mit Doppelstockbetten hatten. Auf gings in die Stadt, die wir dann auch den ganzen Nachmittag erkundeten. Das Wetter spielte mit und es war schon lustig, wobei Göteburg auf den ersten Blick nicht so der Hammer ist. Die Stadt wirkt auch trotz ihrer 481000 Einwohner sehr klein, aber vielleicht macht das gerade den Reiz aus. für 22€ kauften wir dann eine Flasche Vodka für den Abend, die wir später im Zimmer leerten. Viel zu nüchtern ging es danach in die Stadt, wo wirklich eine Menge los war. Nachdem wir für die ersten beiden Clubs zu jung waren(p30,p25) ging es dann in einen anderen Club. 11€ Eintritt 2,20€ Garderobe waren schon mal ziemlich heftig. Das Bier kostete ebenfalls ca. 5,50€. Trotzdem war es am Ende echt geil, wenn auch nicht ganz billg für uns Jungs. DIe Mädels schnappten sich gleich zwei Kerle, die ihne die Getränke ausgaben und dafür nix weiter als Konversation erhielten... Um3 gings dann richtung Hostel um für den nächsten Tag fit zu sein. Geplant war es weiter nach Norden an die Küste zu fahren. Die Straßen waren um die Zeit genauso voll wie tagsüber was mich sehr wunderte. Es war wirklich wie im UrlaubAuf dem Rückweg ging es dann noch in den ekelhaftesten Burgerking aller Zeiten. Der Boden klebte wie im Jolly Joker (Disco in Braunschweig) und es war überfüllt mit besoffenen Menschen. Man hatte wirklich teilweise den Eindruck im osteuropäischen Ausland zu sein, so viel Komabesoffene wie da im Burger King waren. Aber schön das der Esstrieb noch funktionierte.Jedoch lag keiner auf dem Boden, also wäre Baudi trotzdem aufgefallen (Insider). Nach ca. 30 Minuten Schlange stehen und einem gespräch mit einer fein gekleideten, jedoch ebenfalls komplett steifen älteren Dame, bekam ich dann zwei kalte Cheeseburger... Naja was solls.

Tag 20 Sonntag 16.09.07

Mehr oder minder fit ging es nach dem Frühstück auf an die Küste. Leider stellte sich Hans nicht gerade als der geborene Navigator heraus. Nachdem ich zum Navigator befördert wurde kamen wir dann im kleine schläfrigen Fischerdorf Klädesholmen an. Wirklich sehr schön und es vermittelte den Eindruck einer Geisterstadt, da man nur den Wind und den dauerhaft prasselnden Nieselrgen hören konnte. Nachdem wir dann 2Stunden dort umherwanderten ging es in die Heimat. Wir erlangten die Erkenntnis dass es auch in Schweden viele Sonntagsfahrer gibt, da wir dei meiste Zeit mit 70-80 anstatt der erlaubten 90 km/h unterwegs waren. Zuhause angekommen war ich dann nur noch fest, jedoch erwarteten mich ja noch Charly und seine "Bekannte" Noemi, was mir ein wenig die Nerven raubte. Sie kamen dann auch an und sie war sehr nett usw......

Tag 21 Mondag 17.09.07

Ich hatte an dem Tag meine erste schwedischvorlesung und war ziemlich geschockt. Sie untereilten die Kurteilnehmer vorher in Gruppen, so dass alle deutschsprachigen Studenten in eine Gruppe kamen, weil wir es leichter hätten. Die anderen Gruppen wurden bunt zusammengewürfelt. Unsere Schwedischlehrerin ging wahrscheinlich davon aus, dass wir alle schon schwedisch gehabt oder den IQ von Stephen Hawking haben, da sie uns in 2Stunden unterricht etliche Sätze und wörter, sowie etwas Gramatik und die Uhrzeit eintrichterte. Sie sprach zu 80% schnelles schwedisch und der Rest war ein Mix aus gebrochenen deutsch und englisch. Auf die Frage ob sie etwas langsamer sprechen konnte, sagte sie, dass die Leute auf der Straße ja auch nicht langsam sprechen würden... Naja das kann heiter werden. Als Hausaufgabe gab es dann gleich nen kleinen Text, den wir schreiben sollten und die ca. 120 Vokabeln + Sätze sollten gekonnt werden bis Mittwoch.... Am Abend schauten wir noch Crank auf dem Rechner...

Tag 22 Dienstag 18.09.07

Geplant war sich für einen Stockholm-Bustrip über 2 Nächte einzuschreiben, der von der Uni organisiert ist. Kostenpunkt 90€ was wirklich okay ist für die gut 400km entfernte Hauptstadt. Um 11 war Öffnungszeit und ich plante zu halb11 hinzugehen, da man ja ne Queue einplanen muss. Jedoch klingelte um10 die Tür. Es war Maarten und er sagte, wir müssen los, da er angerufen wurde und es bereits eine Warteschlange gebe. Wir also mit ungeputzen Zähnen und zweifelhaftem Erscheinungsbild zum Unigebäude. Davor eine ca.30Mann Schlange. Sollte es nur einen Bus geben würde es schon eng werden, da man immernoch einen zweiten mit einschreiben kann. Leider hatte das Gebäude auch noch zwei Eingänge, so dass es noch eine weitere Schlange gab. Die wurde allerdings größtenteils aufgelöst als mitgeteilt wurde, dass nur unsere tür geöffnet wird. Als es dann endlich um11 war passierte natürlich dass gegenteil, so dass die ca 20 Personen die noch am anderen Eingang waren jetzt alle vor uns waren. SChöne Scheisse. Nach weiteren 50 Minuten Schlange stehen mit leerem Magen und unkekämmten Haarn erhielten wir dann die frohe Botschaft, dass alle Plätze besetzt waren. Grund dafür war auch, dass es noch eine andere Möglichkeit gab zur Anmeldung zu kommen und sich somit nochmal etliche Personen vordrängelten. Naja war mal wieder schön 2Stunden seines Lebens mit sinnlosem Schlangestehen zu vergeuden aber was solls. Warum sollte man so etwas auch im Internet buchen können, wenn Schlange stehen doch viel mehr Spaß macht.....

Den Tag über machte ich dann noch etwas schwedisch Hausaufgaben und Abends kochte Charly für seine (mittlerweile )Freundin und ein paar andere Leute, die wir kannten.

Tag 23 Mittwoch 19.09.07

Der Tag bestand wieder hauptsächlich aus UNI, abends gingen wir dann zu dem Buddy von Maarten "Pop Idols" gucken. Präventiv nahm ich die letzte halbe Flasche meines Vorrates mit. Das war auch ganz gut, weil sich aus dem gemütlichen Fernsehabend ein handfestes Vorglühen entwickelte. Die Schwedenmädels tranken aus einem 3LiterTetrapack Weißwein und wir killten den Wodi. Um 12 gings dann ins Sivans dem anderen Club, obwohl wir wussten, dass wir er schon um1 schließen würde. Aber egal es hat sich gelohnt. Auf dem Rückweg lernten wir dann noch nen Schweden kennen, der uns mit auf ne "Afterparty" nahm. Dort aßen wir dann Fischstäbchen und "quatschten Mehl" (Grüße an Seppi) usw. und waren dann irgendwann um3 Zuhause. Leider hatte ich den Abend die Kamera nicht bei, weil ich eigentlich mit nem geruhsamen Abend gerechnet habe.

Tag 24 Donnerstag 20.09.07

Bisher ist chouching angesagt... Abends werden wir dann pokern zu einem Schweden fahren. Das erste Mal, ich hoff mal ich mach Deutschland keine Schande Außerdem reist heute Noemi ab. Da Charly sie zum Flughafen bringt, und die Nacht in Kopenhagen bleibt, werde ich heute die erste Nacht allein verbringen. JUUCHHUU sag ich mal.

Fazit:

Bis auf die Wohnsituation ist immer noch alles top. Leider hat sich Charly als bedeutend lahmerer Typ rausgestellt als ich anfangs dachte. Im Schnitt geht er um10(!!!) ins Bett und steht dann gegen 7Uhr auf. Das ist echt mal übel und mal gar nicht kongruent zu meinem Schlafrythmus der im Schnitt 00-9uhr abläuft. Des Weiteren war er erst einmal weg im Stallarna und ansonsten immer zuhause. Das nervt halt, weil er immer da ist wenn er nicht gerade Vorlesung hat oder spazieren geht... Naja was solls ansonsten läufts trotzdem ganz gut und ich hab mich mit der Sitaution vorläufig arrangiert. Gestern hab ich eine Mail erhalten, dass ich einen eigenen Raum bekommen kann. Allerdins in Seminarivägen, was in der Stadt ist und ca.6km von der Uni weg. Im Winter ne ziemlich beschissene Distanz. Davon abgesehen, dass ich alle meine Freunde hier am Campus habe. Also werd ich dieses Zimmer ausschlagen. und weiter hoffen eins am Campus zu finden. Ich guck auch schon immer im Netz nach Wohnungen, allerdings sind die meist innerhalb weniger Minuten oder Stunden vergriffen...

Das Wetter ist so weiterhin meist regnerisch, allerdings kommen auch manchmal ein paar Sonnenstrahlen durch. Das gute ist, dass ich sone Art Russenkeller (Fitnessraum) hier direkt vorm Wohnheim hab und das Ding auch noch umsonst ist. Außerdem kann man seine Sachen kostenlos waschen und trocknen, was ebenfalls sehr geil ist. Mein Fahrrad ist immernoch im Arsch, weil ich es zu dem Händler bringen will, bei dem ich es gekauft habe. Also muss ich dort mit dem Auto hin, da schieben nicht möglich ist. Das kann auch nochmal ne schöne Rechnung werden... Das Studium ist die letzen zwei Wochen richtig locker gewesen, das der Philosophenopi uns irgendwie keine Hausaufgaben gegeben hat. Jetzt warte ich also auf die beiden Bücher, die ich mir für ca. 90€ bestellen musste, um die mal durchzuarbeiten. SO das wars erstmal aus Schweden :-)

Nachtrag 21.09:

Tja so wie es aussieht werden wir noch bis Dienstag hier zu dritt wohnen, da Noemi ihr Ticket für den Flug verbasselt hat und nun erst Dienstag fliegen kann. Das richtig Dämliche daran ist, dass sie auch schon den Hinflug doppelt bezahlt hat, da sie da sie ihren Flug da schon verpasst hatte. Und ein Flug sind mal so eben 100€... Naja was solls... hätte ich Klaustrophobie wäre ich wohl schon in der Klapse...:-D

Bilder auf http://picasaweb.google.de/pietmogul/Schweden09091709

20.9.07 15:35





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