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Tag 65 Mittwoch 31.10.2007

Nachdem ich dann endlich meinen ganzen Unikram hinter mich gebracht hatte entschied ich mich dann abends zur Halloween-Party an den Campus zu fahren. Das ganze war privat organisiert im Keller von nem Wohnheim. Da ich sowieso schon kein großer Fan von Halloween bin hab ich mich nicht verkleidet. Die Party war dann auch nicht so der Knaller und aus lange Weile und weil ich mir eh schon nen Schlafplatz am Campus organisiert hatte, entschloss ich mich dann viel bier zu trinken und zu gucken ob es so dann besser wird... naja so wirklich besser war es nicht geworden... Aber offensichtlich hatten viele so gedacht wie ich, da es so einige an dem Abend übertrieben hatten.

Tag 66 Donnerstag 01.11.2007

Total verplant und ohne Frühstück ab zum Bahnhof Smicki abholen, der zum Glück über ne Stunde zu spät kam, da sein Zugführer nicht zur Arbeit kam. Also war am Nachmittag erstmal abasseln und ein kleiner Stadtbesuch im System Bolaget angesagt. Wir entschieden uns für eine Flasche Mintu (40%Pfeffi) und 4 10%Bier um damit 5%Alster zu mischen, leider holte Smicki dann aus Versehen Sprite Zero aber egal. Nachdem wir nachmittags schon gutgehenst über so einiges abgefeiert haben (z.B. darüber das die Spanier grundsätzlich an den Fenstern ihrer Homies rumhängen und dort alles machen von Fahrradreparatur bis Joint rauchen und auch alle vollbart haben) fangen wir dann frühzeitig mit trinken an und schauten eine geile US-Serie namens Entourage, die sich Smicki von seinen Atzen in Linköping empfielen ließ. Abend stand dann ne Party bei uns im Korridor an, weil ne Spanierin Geburtstag hatte. Das ganze war dann auch im Zeichen von Halloween, so waren einige lustig verkleidet. Wir gingen als Deutsche....

Die Party war dann der Hammer. Als wir ankamen gings gleich in die Küche um Mintu zu trinken und Alster zu mixen. Dort trafen wir dann eine Bande Polen, die auch schon angeschossen waren. Die boten uns dann auch Haufenweise Wodka an und wir feierten gut ab. Allerdings war es wieder typisch, dass sie wieder über Krieg und Vergangenheit und so labern wollten... Naja was solls, war trotzdem lustig und wir haben auch gut über die Jungs abgefeiert weil sie so typisch polnisch waren und wir Ihnen auch lauter Namen gaben, weil wir die rcihtigen nicht mehr wussten... dazu mehr auf den Bildern... Im Pudas war es dann auch weiterhin der Burner was vor allem an unserem unmenschlichen Pegel lag... Danach gings dann auf eine Afterparty mit auf den Tischen tanzenden Leuten usw. von der ich nur durch Smicki weiß, aber ich hab da wohl auhc nach kurzer Zeit nen "Polnischen" gemacht und bin nach Hause ins Bett gekrochen.

Tag 67 Freitag 02.11.2007

Den nächsten Tag sind wir dann gemütlich mit dem Fahrrad (Smicki haben wir eins von ner Französim besorgt) zum Campus gefahren, ein bissl Campus Sightseeing machen und Maarten und Hans zu treffen. Allerdings war unser Tag durch Ganzkörperschmerzen getrübt. Am Ende sind wir dann gemütlich mit nem Bike nach Hause gefahren und haben wohl den krassesten Sonneuntergang gesehen, den ich je gesehen habe. Abends war dann weiter abasseln und abfeiern angesagt. Unser Sprachniveau war auf Wortfetzen "a la Arndt" (für alle die ihn kennen und lieben) gefallen. Der einzige Weg den wir taten war zur Tanke um Smicki ne Prepaidkarte zu kaufen. Aber das war auch okay, da wir ja eh kein Ticket fürs Stallarna hatten und auch das Portemanaie konnte ne Pause vertragen.

Tag 68 Samstag 03.11.2007

Vormittags gings dann nach einigen Startschwierigkeiten mit dem Bus zum Campus um dort im Sivans zu brunchen. Nach dem leckeren Brunch keimten wir dann ne Runde bei den Holländern ab um uns dann dazu entscheiden ins System Bolaget im Einkaufszentrum zu fahren. Dort angekommen fanden wir heraus, dass Feiertag war und der Laden dich wat. Ist natürlich logisch, dass an nem Feiertag alles offen hat außer der Alkshop... Naja da wir eh Trinkspiele von Smicki spielen wollten, bei denen eine Menge Bier fließt kaufen wir dann einen Mix aus 2,8 und 3.5% bier. Was auch ökonomisch die beste Lösung ist, allerdings kann man das Bier eigentlich auch gleich auf Toilette trinken, da spart man sich die Wege. Danach fuhren wir dann noch zum See an eine Schlossruine, genoßen die Natur und tranken ein Babybeer wie es hier heißt. Abends fingen wir dann auch schon früh mit trinken an und bereiteten Trinkspiele bei Hans und Maarten vor. Also spielten wir Beer Pong und tranken so um die 30 "Bier mit 4 1/2 Leuten und den Rest Mintu usw... Danach ins Sivans was einiges Organisationstalent und Planung voraussetze, da Smicki kein Guestticket hatte. Also war der Plan das Drei Mann vorher in die Schlange gehen, und Smicki und noch jemand ca. 20 Leute später. Ich also als erster rein und gleich runter zur Terrasse Carmen gab Smicki ein Zeichen, der dann aus der Schlange ging um pullern vorzutäuschen, dabei hab ich ihm dann meinen ausweis etc. gegeben. Nun kam es nur noch darauf an, dass er nciht den selben Türsteher erwischt und dieser erkennt ,dass er den selben Kerl schon 15 Minuten vorher reingelassen hat, oder dass er genauer aufs Foto guckt. Doch am Ende war alles geil und es hat geklappt. Drinnen dann fast nur Schweden und dementsprechend weibliches Klientel, aber auch dementsprechend Rumble on the Dancefloor... Meine Schuhe sahen den näcshten Tag schlimmer aus als Beachparty im Herbst... Wir feierten gut ab und blieben bis zum Ende. Am Ende waren wir dann noch bei Hans und Maarten ein wenig Afterparty machen. Smicki saß knochenfest im. vom Türsteher geklauten und von mir kaputtgemachten, Campingstuhl und wir hörten irgendwelche laute Mucke und feierten ab. Lustige Bilder und Videos entstanden.

Tag 69 Sonntag 04.11.2007

Nachts pennten wir bei Hans und Maarten. Die hatten übrigens nen Virtuellen Kamin runtergeladen den sie auf den fetten Fernseher übertrugen und es dann einem wirklich vorkam, als würde eher echt sein. Morgens ging es uns dann verhältnismäßig gut, was wohl vor allem am Babybier lag. Nicht wissend was wir den Nachmittag tuns sollten, schlug Maarten Frisby spielen auf dem Unieigenen Frisbyparcourt vor. Da Smicki über das kalte Wetter monierte, entschieden wir uns die Entscheidung Willy's (Supermarkt) zu überlassen und zu spielen, wenn es dort einen Frisby zu kaufen gibt. Leider gab es den nicht. Aber es war trotzdem ein highlight da wir so verstrahlt waren und irgendwie ne halbe Stunde dort verbrachten um under Dosenpfandgeld von 1,50€ (5cent pro dose) zu verprassen. Wo wir schon mal dabei waren gingen wir dann noch in den Gartenshop nebenan um Pflanzen zu kaufen...ernsthaft. Ich kaufte mir zwei Pflanzen um meine Höhle ein bissl wohnlicher zu machen. Die Leute guckten uns auf jeden Fall schräg an, weil wir so aussahen, als wenn wir sowas zum ersten Mal machen würden, was auch der Wahrheit entsprach... Den Rest des Nachmittags und Abends feierten wir dann nen bissl bei mir ab und guckten Entourage...

Tag 70 Montag 05.11.2007

Smicki zum Bahnhof gebracht. Bude aufgeräumt. Und Unternehmen Emails geschrieben... um diese für die Zusammenarbeit für unser neues Modul zu gewinnen. Morgen geht dann wieder das Studium los... um 08:00 .

Fazit des Besuchs:

Es war mal ein Highlight Besuch "aus der Heimat" zu haben, gerade weil er ja die gleichen Erlebnisse hier mitgemacht hat. Und wir gutgehenst über die kleine Besonderheiten des Austauschstudentendaseins abfeiern konnten und natürlich auch über so einige Dinge, die wir hier erlebten, wie z,B. die lustigen typischen Polen und die gemütlichkeit der Schweden, die einen schonmal darauf hinweisen langsamer zu fahren wenn man siebzig auf ner Landstraße fährt (kein Witz). Vor allem war es geil mal wieder "stendalerisch" zu sprechen... Nächstes Wochenende werd ich dann wahrscheinlich zu Smicki heizen, wenn ich nen Ticket bekomme. Ansonsten wirds Studium wieder anziehen, aber das wird schon. Schließlich sind wir jetzt auch zu dritt in unserer Gruppe weil Tobi aus Deutschland mitmacht.

http://picasaweb.google.de/pietmogul/20071102Schweden31100511SmickiVXj 

 

5.11.07 21:36


Tag 71 Dienstag 06.11.2007

An dem Tag ging es dann darum eine Firma zu finden, mit der wir zusammenarbeiten können. Also schickten wir erstmal ein paar Emails raus. Ansonsten nix besonderes.

Tag 72 Mittwoch 07,11.2007

Firma gefunden... und zwar sozusagen die Stadtwerke für Växjö und Umgebung. Der Name der Firma ist VEAB. Also werden wir die kommenden Wochen immer zur Firma fahren Interviews entwerfen um die internen Abläufe zu durchleuchten, das ganze mit unserem Wissen vergleichen und versuchen etwas zu verbessern, dadurch dass wir eine effektivere Sicht von außerhalb haben. Anonsten muss ich sagen, dass ich mit meiner Gruppe, oder eher gesagt vor allem mit meiner Partnerin, die ich davor hatte einfach mal ins Klo gegriffen haben. Ich kann sie mit wenigen Worten beschreiben: nervig , dämlich, faul, tussig und verantwortungslos... Aber was soll man machen, die Auswahl ist nicht groß, da meine potentiellen anderen Partner Pakistanis, Chinesen, oder z.B. schlecht englischsprechende Franzosen sind.

Tag 73 Donnerstag 08.11.2007

Mich nicht entscheiden könnend hatte ich das Ticket für Smicki immer noch nicht gebucht, habe mich dann aber doch entschieden zu fahren, da für mich nur in Frage kam ganz ruhig zu machen, oder nach Linköping zu fahren. Da aber am gleichen Tag bei uns Corridor Crawl angesetzt war, wäre das mit dem ruhigen abend auch in Växjö nix geworden, also noch schnell nen Last-Minute-Ticket ergattert und ab in den Zug. nach knapp 2Stunden Fahrt war ich dann schließlich in Linköping angekommen und habe 5Minuten später mein erstes Busticket per SMS geholt, was ich ziemlich praktisch fand, da ich sonst hätte mehr zahlen müssen. Bei Smicki angekommen ruhten wir erstmal ein bisschen. Geplant war ins Plato zu gehen, einem Club in der Stadt, in dem am Donnerstag den ganzen Abend Happy Hour ist und die Preise dementspechend wie in Deutschland sind. Da wir vor um zehn da sein wollten um den Eintritt zu sparen, fingen wir schon 19:30 mit Party an. Dabei waren Bryce (USA), Aldrich, Dave (Australia), Kai ,Franzi, Max, Smicki und ich (Germany). Naja wir spielten dann auf jeden Fall Power Hour, das wohl härteste Trinkspiel was es gibt. Man spielt eine Stunde 60 unterschiedliche Songs und bei jedem muss getrunken werden, kommte eine bestimmte Art von Song gibts nen Shot (schnaps), wer verpasst muß doppelt trinken und auch die Toilette ist hier keine Ausrede... Einziger Grund dieses Spiels ist es, alle Leute so schnell wie möglich voll zu bekommen... Das Thema war Countrysongs und Bryce dachte wohl, dass wir ein bissl mehr vertragen können und so waren 30 von 60 Songs Country (normalerweise ca. 10/60). Dementsprechend gab es ungefähr jede zweite Minute einen Shot, der zumeist aus purem Wodka bestand... Die Powerhour musste nach 40 Minuten abgebrochen worden, da schon alle übers normale Vorglühlevel hinausgeschossen waren. Also gab es das obligatorische Armdrücken, das ja normalerweise erst um zwei oder um drei auf Parties losgeht... Auf gings auf eine ca. 5km lange Fahrradtour ins Plato. Gerade 3Minuten vor zehn angekommen gings dann rein. Drinne war es dann wie in nem guten Club nur mit hübscheren Frauen. Unsere Truppe zeichnete sich durch einige Ausfälle aus, so dass Franzi (zu Besuch bei Kai) aufgrund ihres Zustandes aus dem Club geschmissen wurde, ebenso wie Aldrich (der sich so richtig abschoss, da seine 7jahre lange beziehung gerade auseinander gegangen war) . Wir gingen danach noch zum Döner aus dem Aldrich ebenfalls rausgeschmissen wurde, da er aufm Tisch eingepennt ist und auf selbigen gekotzt hat... Wir gingen dann fast den gesamten Weg nach Hause, da Bryce's Fahrrad nen Platten hatte. Naja zu Hause angekommen merkte Kai dann, dass Franzi noch nicht da war und fuhr selber total angeschossen bei Eiseskälte nachts um3 in die Stadt um sie zu suchen. Sie hatten beide ein Zugticket für 8:15 nach Stockholm gebucht... am Freitag früh... War auf jeden fall nen krasser und vor allem chaotischer Abend. Fazit: 7Leute fuhren in den Club... 2 flogen raus... einer kotze in den Dönerladen... eine ließ sich nich mehr auffinden (dazu später mehr)... und drei gingen zu Fuß nach Hause... ohne Worte.

Tag 74 Freitag 09.11.2007

Nachdem wir ausgeschlafen hatten machten wir uns gegen Mittag mit dem Fahrrad los die Stadt erkunden. Erstmal zur Uni, die ungefähr drei mal so weitläufig ist wie meine in Väjö. Und dann nach Alt-Linköping die allerdings eher einem frühmittelalterlichen Dorf entprach und sehr sehenswert war, danach ab in die Stadt, die mal echt ne Abwechslung zu Växjö darstellte.
Växjö besteht fast ausschließlich aus neueren Häusern und läßt so was wie enge Gassen,oder richtige Albauten a la Stendal bzw. Deutschland vermissen. Linköping hatte das alles und wirkte auch größer dadurch dass es nicht so weitläufig war. Nach ein bissl Shopping, Sightseeing und McDondalds ging es dann bei gefühlten -2°C, Wind und Prasselregen wieder nach Hause mit dem Fahrrad. Zuhaus angekommen erfuhren wir dann, was mit der verschollenen Franzi passiert ist. Und zwar wurde sie nach ihrem Rausschmiss aus dem Plato von der Polizei aufgegriffen und ins Krankenhaus gefahren. Da sie keinerlei Personalien hatte, da sie diese irgendwo im Plato gelassen hatte, wurde sie dann den näcshten morgen, nachdem ihr der Magen ausgepumpt wurde, wurde sie von der Polizei zu Kai zu Smicki Korridor gebracht. Den Zug nach Stockholm hatten sie natürlich verpasst und mussten dann Abends mit dem Bus fahren, da dort schon alles gebucht war. Die verlorenen Sachen fanden sich zum Glück wieder an. Unser Abendplan bestand darin nen ruhigen zu machen, da wir die große Geburtstagparty von Andreas (schwedischer Mitbewohner) am Samstag erwarteten. Daraus wurde dann nix, da Andreas den Vorschlag machte in nen Studentenpub zu fahren, wo es nen Haufen unterschiedlicher Biere gab. Also gings dann los mit zu 18:30 in den Pub. Die Fahrt war nicht gerade sehr angenehm, da es zu schneien begann. Dort angekommen feierten wir dann gut ab mit ihm und seinen Beiden Kumpels Lappen (spitzname) und "Henk the Tank". Wie geil. Es gab Bitburger, aber Andreas wollte und keinen ruhigen machen lassen und bestellte belgisches 7% bzw, 9% Bier. Schon etwas angeschossen ging es dann wieder zurück zum Korridor um in seinen Geburtstag reinzufeiern. Dort holten wir eine EinLiter Flasche 50%igen Finlandia Wodka raus, die dann mit 5Leuten auch in weniger als ner halben Stunde ausgeleert wurde. Danach gings ab in den Studentenclub, der glücklicherweise nur 50m von Smickis Korridor entfernt war. Dort war Hammerstimmung und lauter schwedinnen iim MInirock, da irgend so eine "Freshman"Erstsemesterparty war. Nachdem wir dann 2:30 oder so den Laden wieder verlassen hatten gingen wir dann wieder zurück um Afterparty zu machen. Das Geburtstagskind Andreas, der wie wir später erfahren haben bereits kurz nach 12 zum erstenmal kurz kotzen war gabelte noch irgendwelche drei Rockerweiber auf, die dann auch noch mitkamen. Ich hielt nicht länger als ne Viertelstunde durch und entschied mich dann richtigerweise fürs Bett. Die anderen zogen noch bis um5 durch. Andreas holte im totalsuff seine E-Gitarre+Verstärker raus, Lappen ist zum Ende hin für drei Stunden auf dem Klo eingepennt. Smicki pennte im Wohnzimmer auf der Couch, Henk the Tank auf dem Boden auf ner Matraze und Andreas aus Solidarität auf dem total verdrecktem Boden, obwohl sein Bett 5m vom Wohnzimmer entfernt war. Naja es war schon heftig.

Tag 75 Samstag 10.11.2007

Den nächsten Morgen ging es dann einigermaßen verstrahlt und mit ner Fahne die ich bis um5 nachmittags mit mir rumtrug ins schwedische Luftwaffemuseum. Außer vielen Flugzeugen hatte dass Museum auch die schönste Schwedin (namens Emelie) zu bieten, die wir je gesehen hatten. Sowas gibt es natürlich nur in Schweden, dass eine perfekte Frau nen Job als Rezeptionisten in nem Militärmuseum hat... In nem Land wie England wäre sie wahrscheinlich der größte Superstar aller Zeiten, aber das ist halt Schweden... Nach dem Museum heizten wir dann nochmal in die Stadt und dann zurück zu Smicki, dort war dann Abends nen gemütliches zusammensein mit nen paar mehr Leuten angesagt. Im Supermarkt trafen wir dann noch Lappen vom Tag davor. Der musste arbeiten und klapperte noch wie ein Schutzblech. Im Korridor sahen wir dann auhc noch Andreas, der so aus sah als wenn er gerade nen Heroinentzug hinter sich hatte... naja kein Wunder bei dem Abend. Smicki lag komplett fest auf dem Tisch und wir kosteten 72%igen Absinth, der sehr schön brandte sowohl im Glas als auch im Magen. Anonsten war es ganz ruhig und wir gingen dann irgendwann um1 ins Bett.

Tag 76 Sonntag 11.11.2007

Mittags gingen wir dann unsere Klamotten waschen und danach illegal im Gym trainieren. Abends war dann Movieabend angesagt. Das heoßt den Projektor vom anderen Andreas geholt und aus dem Wohnzimmer mal schnell nen Kino gemacht. Sehr geil. Allerdings guckten wir Equilibrium, der jetzt nicht so der Knallerfilm ist. Anonsten passierte dann nicht mehr viel.

Tag 77 Montag 12.11.2007

Ab nach Hause mit dem Zug und nun endlich zum Friseur in Växjö gewesen. Boah ich fühl mich wieder wie nen Mensch.

Fazit des Linköping Besuchs:

Es war der Hammer. Smicki hat echt nen Hammerkorridor mit juten Typen. Alleine schon der Abend mit Andreas, Lappen und Henk the Tank war Hammer, da das echt gute Schwedinjungs waren. Dazu noch die ganze Australierbande plus die Amis macht schon ne coole Truppe. Der Hammertyp ist Bryce, der ungefähr 7mal die Woche für 3-4 Stunden ins Fitnessstudio rennt und des Bude schlimmer aussieht als bei den Flodders... Foto vorhanden. Auch geil ist, dass die Bude ziemlich sauber ist, dadurch dass es kleiner ist und von mehr Schweden bewohnt wird. So kann man in Linköping auhc mal auf Socken durch die Küche rennen, wo ich hier in Seminarievägen schon nen 5Gänge Menü unter meinen Füßen zusammengestellt hätte. Nachdem schönen Urlaub geht bei mir wieder der Ernst des Lebens los und bis Irland 21.11. werd ichs hier wohl ziemlich ruhig angehen lassen.

Pics auf http://picasaweb.google.de/pietmogul/20071112Schweden06111211IchLinkPing

 

12.11.07 20:03


Tag 78+79 Di+Mi 13-14.11.07

Keine weiteren besonderen Vorkommnisse

Tag 80 Donnerstag 15.11.07

An dem Tag ging es dann darum unsere Firma VEAB zu besuchen. Leider mußte ich beim losfahren feststellen, dass mein Fahrrad mal wieder kaputt war, was sich schon die Tage davor abgezeichnet hatte. Und zwar konnte man treten wie man will, aber das Zahnrad am Hinterrad war lose. Völlig frustiert griff ich mir ein unangeschlossenes Fahrrad aus unserem Fahrradraum. Leider war es ein mindestens 20Jahre altes 24er Rad ohne Gangschaltung was sich ungefähr so fuhr wie ein Panzer mit Simsonmotor. Das Interview war dann auch ganz ínteressant, Tobi und Ich stellten die Fragen und meine Lieblingspartnerin Anna-Lena schrieb handschriftlich mit, wäre ja auch zu viel verlangt, dass sie das auf dem Laptop machen könnte. Bei der Aufteilung der der Hausarbeit war dann ihre einzige Aufgabe, das was sie handschriftlich geschrieben hat in Sätze zu bringen und ich hatte shcon bedenken, dass das schon zu viel für sie sein könnte.

Am Abend war dann Seminarivägen(Wohnheim)-Party im Waschkeller geplant mit anschließendem Pudasbesuch. Was sich als echt gute Idee herausstellte, da ich es auch wieder shcaffte meine Homies vom Campus ins Ghetto zu locken. Im Pudas war es lustig usw. Danach haben wir mit nen paar Leuten noch ne Flasche Zachanoff gelehrt und sind auf ne Afterparty im Korridor über mir gegangen. Auf der ich mich dann fast auf meine erste politische Diskussion einlassen mußte als nen Mädel nen DreiLiter Pack Wein rausholte, wo sämtliche Beschriftungen auf deutsch waren. Ich dann so: "oh it's a german wine" und dann mein ansonsten cooler französischer Korridormitbewohner Tristan, "no it's french it's from the Elsaß". Naja auf jeden Fall wollte er mich dann unbedingt davon überzeugen, dass das Elsaß ur-französisch ist, was ich aber nicht so ganz hinnehmen konnte und ihn dann in dir Richtung bewegen konnte zu akzeptieren, dass das Elsaß das Elsaß und kulturell deutsch und französisch ist und nun zu Frankreich gehört und das wohl auch erstmal so bleiben wird. Auf die Zunge mußte ich mir beissen, als er sagte "It's french because we won the war." Naja ich weiß ja nicht welche Rolle Frankreich beim Sieg über Deutschland spielte, aber ich hab dann der "deutsch-französischen" Willen schnell das Thema gewechselt.

Tag 81 Freitag 16.11.2007

Nachdem ich den ganzen Tag abgehangen habe und nen bissl was für unser Paper zusammengesucht hatte, brachte ich dann noch meinen Hobel zum halbkriminalen Afro-Pakistani, der mir das für mal wieder schlappe 300SEK (33€ reparieren sollte. Die Reparatur hielt ganze 2km dann war das selber Problem wieder da... Sehr gut. So ists schön. Abends fing ich dann die runtergeladene erste Staffel Heroes zu gucken.

Tag 82 Samstag 17.11.2007

Nachdem mir meine Super-Partnerin dann endlcih ihren Teil geschickt hatte, konnte ich dann auch endlich anfangen und schrieb von 11:00-23:00 durchgängig an meiner Hausarbeit, dazu gehörte auch den 2,5Stunden den Part meiner Superpartnerin zu kürzen, zu strukturieren und ungefähr jeden dritten Satz in richtiges English zu schreiben. Das Problem bei ihr ist, dass sie nicht mal merkt wie wenig sie immer macht und wie dämlich sie eigentlich ist. Man kann ihr einfach keine Aufgabe geben wo sie denken muss, da dass einfach nicht ihre Stärke ist... An dem Tag habe ich mich dann auch dazu entschlossen der Studivz "Ich hasse dumme Menschen" beizutreten... Zwischendurch brachte ich dann noch mein Fahrrad zum Händler der dass nochmal neu reparierte... Naja so ganz trau ich dem Fahrrad nicht, ich hoffe es bringt mich bis zum Dezember. Mittlerweile bin ich nun bei 1620SEK(180€ für das Fahrrad... ohne Worte.
Nachdem Lernen guckte ich dann weiter Heroes, was sich im Nachhinein als die geilste Serie (abgesehen von Scrubs, Simpons etc) herausstellte, die ich je gesehen hatte.

Tag 83 Sonntag 18.11.2007

Nachdem ich Vormittag nochn bissl mit Hausarbeit schreiben gings dann Nachmittags mit Hans Maarten, seiner SChwester und ihrem Freund zum Weihnachtsmarkt nach Huseby 20km südlich von Växjö, der angeblich der größte Skandinaviens sein sollte. Naja 8€ Eintritt kann man dafür mal zahlen, wenns schon in der Nähe ist. Im Nachhinein muss ich sagen...rausgeschmisses Geld. War zwar alles ganz nett und schick aber insgesamt gans halt eh nur irgendwelche Leute die irgendwas hauptsächlihc hangemachtes verkaufen wollten, oder z.B. ein Laib Brot für schlappe 5,50€ oder Handgemachte Mützen für 35€. naja wenn man die Kohle hätte... Und erwartungsgemäß gab es auf den Markt auch keinen Alkohol... nicht mal Kinderglühwein mit 3% oder so. Dementsprechend auch keine feiernden Weihnachtsmarktbesoffenen...

Tag 84 Montag 19.11.2007

studieren, studieren, Mußten unsere Hausarbeit schicken und die Hausarbeiten der anderen Gruppen durchlesen bewerten und Fragen dazu erstellen. Anna-Lena glänzte mal wieder durch und durch mit Unwissenheit und Desinteresse... Und Die Erste Staffel Heroes war beendet 23Folgen à 45Minuten. Abends stand dann auch endlich im Internet, dass ich das erste Modul bestanden habe und alles mit sehr gut also zwischen 80-100%, was mich natürlich sehr erfreut hat.

Tag 85 Dienstag: 20.11.2007

Am Vormittag hatten wir dann unsere Präsi, die ganz okay war. Lustig war die eine Gruppe bestehend aus nem Inder und 2Franzosen, da alle drei nen gepflegten Akzent hatten und man nach 1sekunde eh abgeschalten hatte. Unsere derzeitige Dozentin ist so ende 20 bis anfang dreißig blind und grpß und sieht noch dazu hammer aus. Also hatten wir bisher 2 Dozentinnen bis 35Jahre... beide Modelmaße und gut aussehend... So ist Schweden.

Morgen gehts nun nach Irland. Früh um 7:43 ab nach Göteborg und dann mit dem Flieger nach Dublin, wo wir bei Freundinnen von meiner FH übernachten werden und dann am Donnerstag Abend weiter mit dem Zug nach Galway zu Fabi fahren wollen.

Bilder auf

http://picasaweb.google.de/pietmogul/Schweden13112011 

20.11.07 19:30


IRELAND - probably the loviest country in the world -

Tag 86 Mittwoch 21.11.07

Um 5:30 klingelte der Wecker und ab gings bei Eiseskaelte zum Zug 6:43. Nachdem ich mich mit Smicki an nem Umsteigebahnhof Nässjö getroffen hatte gings dann weiter in Richtung Göteborg um von dort abzufliegen. Durch Jonköping vorbei an einem der größte Seen Schwedens kamen wir dann pünktlich an und sind noch eine gute Runde durch die Innenstadt gelaufen und waren bei McDonalds(es werden noch einige Male folgen). Ab zum Flughafen "Göteborg City" mit dem Bus, der sich als Miniflughafen herausstellte. Ab in den Ryanair Flieger mit der Aufschrift "Good Bye Easyjet". Da es mein erster Ryanairflug war, war ich ziemlich erstaunt. Die Sitze zur Hälfte aus Hartplastik, nix zu lesen oder so und auch kein Kotztüten. Naja egal dafür zahlt man wenig.

Auf dem Hinflug lernten wir dann auch gleich Valentin kennen der ein in Schweden wohnender Litauer war und fliegen nicht so mochte und dementsprechend ein 0,33er nachdem anderen für 5€ trank, nachdem er dann bei mir auf dem Lappi Southpark mitgucken konnte gab er mir natürlich auch eins aus und bat uns an uns mit seinem Kumpel mit dem Auto mitzunehmen. So wars dann auch und sein anderer litauischer Kumpel holte uns ab, wir machten unsere ersten Erfahrungen mit dem Linksverkehr und wir fuhren zum Omnicenter in der Nähe der Santry-Avenue im Norden von Dublin, wo wir uns mit den Mädels Melli und Uli von meiner FH verabredet hatten, da sie ja unsere Gastgeber bis Donnerstag Abend sein sollten. Wir also zu Aldi Spirituosen holen und dann gab es schon mal den ersten Schock. Selbst bei Aldi war das billigste Bier um 1€, Billigwodka 15€, Lebensmittel mehr als doppelt so teuer wie in nem deutschen Discounter, aber der Kracher war dann beim bezahlen, als Uli(25) nach ihrem Ausweis gefragt wurde um Bier zu holen... Ihr deutscher Ausweis bzw. Führerschein sei nicht gültig, sondern sie benötige eine Blackcard (Art irische ID) die man sich von irischen Ämtern ausstellen mußte. Aldi-Firmen-Politik sagte sie und auch der örtliche Fillialleiter, dem das ganze schon ein bisschen peinlich aufgrund unseres Alters war, sagte mir dann dass wir halt Pech hätten und zu nem anderen Markt müßten um Alkohol zu kaufen. Allerdings muss man sagen, dass das erste Mal war, dass die Mädels sowas erlebt hatten. Also zu Spar, wo die Preise dann richtig richtig gepfeffert waren.

Die Mädels wohnten in einer durchschnittlichen Gegend, die allerdings schon nen bisschen gefährlich war, nachdem was sie von anderen Studenten so gehört hatten. Also Nachts zu Fuß nach Hause gehen, sollte nicht so die gute Idee sein. Dementsprechend hatten die mehrgeschössigen Häuser denn den Charme von Prison Break. In der ca. 90qmVierer-WG bezahlten sie dann auch satte 520€ pro Person für ca. 14qm Zimmer allerdings mit eigenem kleinen Bad. Die Gegend war so eine Stunde Fußweg bzw. eine Stunde Bus in der Rush Hour entfernt von der City. Das Problem in Dublin ist, dass das Verkehrssystem nicht so schnell ausgebaut werden konnte wie dei Stadt und vor allem die Anzahl der Autos in den letzten Jahren gewachsen ist. In Irland steht auf den Nummernschildern auch immer das Jahr der Erstzulassung drauf und man sieht dort fast nur die Zulassungen von 04-07. Nachdem lutigen Vorglühen bei dem noch eine Freundin von ihnen aus dem Ruhrpott dabei war ging es dann mit dem Bus zur City. Die Innenstadt war gut belebt und schick und ab ging es in den Temple Bar Bezirk. Den berühmtesten Pub-bezirk der Stadt. Dort war es überall gut gefühlt und wir gingen in die Fitzsimons bar einen riesigen dreistöckigen Pub in dem es unten Hammer-Live-Rockmusik gab und dann oben ab und 12 die Disco aufmachte. Das Bier mit stolzen 5,50€ auch nicht gerade billig aber das war es trotzdem werd. Halb 3 war dann Schluss und wir gingen noch zu Burger King in dem Smicki gewöhnlich zwei Cheeseburger bestellte aber mit 3,90€ für beide dann auch ziemlich angeschissen war. Zurück ging es dann mit dem Taxi.

Tag 87 Donnerstag 22.11.07

Nachdem wir relativ lange geschlafen hatten und Frühstück hatten ging es dann mit Vollgas in die Stadt Melli zeigte und in ca. 3Stunden die Innenstadt. Es war wirklich Extrem-Sightseeing und wir haben wirklich alles mitgenommen was man in der Innenstadt so mitnehmen kann. Leider hatten wir keine Zeit mehr für die Guinessbrauerei, aber das war auch nicht so schlimm. Meine Reisetasche hatten wir derweil am Busbahnhof eingeschlossen und im Enteffeckt für die 3Stunden 11€ bezahlt, da der Automat 3€ einfach mal so gefressen hat und der Preis so auch schon bei 8€ lag. Unser Bus sollte dann 17 Uhr nach Galway abfahren, dass an der anderen Küste von Irland liegt und wo Fabi studiert. Für nur 14€ bekamen wir dann auch die Tickets. Nachdem wir unsere 8-9km in der Stadt abgelaufen waren verabschiedeten wir uns dann von unserer lieben Reiseführerin und stiegen in den bequemen und zum Glück fast leeren Bus. Ankunftszeit laut Internet 20:15.

Mit den Zeiten in Irland ist das nciht so genau und dementsprechend kamen wir dann auch ca. 21:15 an, obwohl wir kaum Stau oder sowas hatten. Bei Fabi angekommen war dann der erste Spruch. Jungs ihr habt 10 Minuten, dann gehts auf ne Party Tiefkühlpizza hauen wir uns dann da hinter. Es sollte also weiter ein Marathon werden. Ab auf die Pre-Party von Freunden von Fabi. Dort war dann auch ungefähr 45Minuten Zeit bevor es dann auf eine Erasmusparty in ein Pub ging. Das geile war zum Glück, dass Fabi in der INnenstadt wohnte und man nirgendswohin mehr als 5-10 Minuten laufen mußte. Die Innenstadt bestand zur Hälfte aus so richtigen irischen Pubs und war belebt wie nen Urlaubsort im Sommer. Im Pub war es dann ganz cool und nach ein paar Miller-Bieren ging es dann weiter in sone Art Rockdisco, die allerdings ziemlich schäbig war. Naja egal die Bar war unsere wir lernten Fabis Freunde in Galway kennen. Und die Stimmung war super. Irgendwann so gegen um4 oder so waren wir dann auch im Bett, oder eher gesagt, auf der Luftmatratze bzw. den Couchkissen vom Wohnzimmer. Alles in allem hatten wir uns den Schlaf auch verdient.

Tag 88 Freitag 23.11.07

Nachdem wir wieder relativ lange auschgeschlafen hatten, ging es dann ab durch Galway. Eine schöne Hafenstadt, die ein Superflair hat. Ab an die Uni, an die Atlantikküste... durch die Innenstadt etc. war wieder Sightseeing extreme, weil man ja immer mit der 16:30 untergehen Sonne zu kämpfen hatte. Ab nach Hause zu Fabi, der mit einem portugiesischen Paar und einem Iren namens James zusammenwohnt. Die Lage der Wohnung ist der Hammer, aber die Qualität jetzt nicht so wie mans aus Deutschland gewohnt ist, aber was solls, ist halt Irland und da ist eh alles irgendwie urisch. Da Galway zwar schön ist, aber ganz Irland noch schöner, suchten wir uns dann ein Mietwagen für den nächsten Tag um12Uhr MIttags raus um Samstag und Sonntag eine Tour durch Irland zu machen. Ein Hostel buchten wir nicht, da wir uns ueberraschen lassen wollten, wo wir übernachten udn die billigen Hostels eh schon ausgebucht waren.

Abends gingen wir drei dann erstmal in nen Pub um nen leckeres Guiness trinken und über Irland, Schweden und Erasmus zu philosphieren. Danach zu ner Privatparty in nen Studentendwohnheim relativ außerhalb vom Zentrum. Dort gab es dann Glühwein und Pfannkuchen es war ganz lustig, aber so richtig kam die Feier dann doch nicht in Gange und wir entschieden uns dann unvernünftigerweise noch in den "Living ROom" zu gehen was nen Club in Galway ist. Da war es dann auch richtig gut, mit gutem Publikum und geiler Musik. Der Club hatte dann auch wie alle halbdrei Schluss, doch im Bett waren wir dann doch erst um5 oder so... Naja egal dei Wecker waren auf um11 gestellt. Schließlich hatten wir einiges vor bis Sonntag.

Tag 89 Samstag 24.11.07

Äußerst verstrahlt standen wir halbwegs pünktlich auf und waren dann auch bei unserem etwas verplanten Autovermieter, der uns nen viertürigen Ford Focus für 90€ für die ersten zwei Tage gab. Irgendwie hatten wir nur den Zweitschlüssel bekommen und schon bei der Autovermietung sprang die Alarmanlage an, aber egal Hauptsache fährt und wir können los in unserem verstrahlten Zustand, da wir ja wieder die untergehende Sonne im Nacken hatten. Auf gings zu den Cliffs of Moher. Die Straße außerhalb der wenigen Nationalstraßen sind im Schnitt nicht mehr als 4m breit, so dass es gerade in Kurven immer ziemlich eng wird. Außerdem sind sie fast immer durch alte kleine Steinwälle begrenzt, die die alten Grundstücksgrenzen markieren. So kam uns die Fahrt dahin vor wie eine Rallye. Respekt an Fabi, meine Ambitionen zu fahren begrub ich ganz schnell, da das nach 3Monaten Fahrradfahren und Linksverkehr nicht gerade die sicherste Variante gewesen wäre. Einer atemberaubenden Küstenstraße, den Atlantik zur rechten und Higlands zur linken kamen wir dann bei den Cliffs an, die ca. 200m hoch sind und senkrecht zum Atlantik runtergingen. Da oben herrschten Windgeschwindigkeiten von ca. 60-80km/h , und wir gingen auch noch einen Weg ohne Absperrungen an den Klippen entlang, also nix für Leute Hoehenangst. Danach ging es dann in Richtung Cork an die Südkueste. Dort kamen wir dann auch so gegen 19:00Uhr an und versuchten ein B&B (Bed&Breakfast) zu finden. Nach langer Fahrt durch die zweitgrößte Stadt Irlands ohne irgendwelchen Stadtplan oder sonstiges, fanden wir dann schließlich ein gut gelegendes B&B für 37€ die Nacht in einem komfortablen 3Bett-Zimmer. Danach machten wir uns dann auf den Weg in die Stadt wo wir noch verzweifelt nach einer Möglichkeit zu essen suchten, die nicht aus Fastfood bestand und erschwinglich war. Es gab zwar überall Chinapfannen in unserer Gegend allerdings waren die Preise 7€ aufwärts und es kam keine Möglichkeit zu sitzen. Also in Chinarestaurant schön essen und danach Pub suchen. Dazu muss man sagen, dass wir geschädigt von Drei Nächten feiern und wenig Schlaf waren, deshalb nahmen wir uns auch vor nen ruhigen zu machen. Nach dem ersten Pub was etwas ruhiger war, gingen wir dann ins Old Oak, was von außen wie eine kleine Kneipe aussah aber dann sich dann als riesig herausstellte. Dort war dann auch wieder was typisch kulturelles passiert, und zwar sucht man sich ja als Deutscher den leersten Teil der Bar aus, oder am besten was zum sitzen. In unserer ruhigeren Ecke waren dann logischerweise auch die einzigen anderen Deutschen des ganzen Pubs. Der Ire geht halt an den Tresen trinkt sein Bier und quatscht dann halt mit den viele Leuten die sich an der Bar drängeln. Außerdem lernten wir dann noch einen etwwas älteren Polen kennen, der in Irland arbeitete und auch sehr viel in Deutschland arbeitete. Der war richtig geil drauf und hatte uns dann lauter Tips für den nächsten Tag gegeben, was wir uns ansehen sollten. Am Ende war es dann doch wieder halb2 und wir gingen, den Wecker auf 8Uhr gestellt ins Bett.

Tag 90 Sonntag 25.11.07

Nachdem wir dann unser Frühstück gegessen hatten und bezahlt hatten entschieden wir uns dann erst ein bissl Cork anzugucken und nach Cobh zu fahren, einer schicken Hafenstadt nicht weit von Cork, wo zum letzen Mal die Titanic angelegt hatte.

Die Stadt war dann auch der Hammer, am Hang an der Bucht gelegen mit viktorianischen Bauten und Palmen, vermittelte sie das Gefühl von Spanien. Außerdem war es an dem Tag auch fast T-Shirt Wetter was für uns Schwedengeschädigte auch ein Highlight war. Die ganze Tour stand dann auch schon vorn vorneherein wieder unter dem Motto Extrem-Sightseeing, weil unser Tagesprogramm, eigentlich normalerweise für drei Tage ausreichen würde. Nach Cobh ging es dann in Richtung Blarney-Castle, also wieder zurück durch Cork in Richtung in Richtung Südwest-Küste. Bei der Burg angekommen, bezahlten wir die 6€ eintritt und heizten durch wie chinesische Bustouristen, es war schon sehr lustig. Der Eintritt war es wert, da man echt nen Eindruck bekam wie es im 15.Jahrhunder so aussah. Nach der Burg ging es dann zurück ins Auto um in Richtung Ring of Kerry zu fahren. Eine der wohl sehenswertesten Straßerouten Europas oder der Welt. Nach kurzem Burgerking Stop in Killarney, kamen wir dann langsam auf die Highlands. Es war einfach nur atemberaubend, und die Straße war auch wieder der Hammer, Fabi hatte Spaß und ich Angst... Beifahrer ist nicht so schön, wenn man immer son paar Zentimeter an irgendwelchen Felsen vorbeirast und dann noch Gegenverkehr kommt auf ner Straße die etwas breiter war als eine Spur in Deutschland.

Leider war es dann mittlerweile auch schon um drei und da man im Schnitt nicht schneller als 40-50 war mussten wir den geplanten Rundkurs abbrechen und namen eine Route direkt durch die Highlands. Das war dann das wahre Highlight, da wir eine Route namen, die nur von einheimischen genutzt wurde und uns teilweise etliche Kilometer kein Auto entgegen kam, wenn dann waren es eher welche von den frei rumlaufenden Schaafen. Der Schotterweg war dann im Schnitt noch 2m-2,50 breit und dementsprechend war das auch gut so. Also fuhren wir durchs "Black Valley", was einfach nur unglaublich war, da die nächste menschliche Ansiedlung, die dann aus einem kleine Gehöft bestand meist einige Kilometer weit weg. Wir sind dabei auch am Fuß des höcshten Berges Irlands Carrantouhill vorbeigefahren. Sehenswerte Fotos und Videos entstanden. Irgendwann wußten wir dann auch nicht mehr so richtig wo wir waren und es wurde dunkel uns kam manchmal eine halbe Stunde kein Auto entgegen und Beschilderungen in Irland sind sowieso ein Fall für sich. Nach Drei Stunden abenteuerlicher Fahrt durch Gebirge, wo wir nen paar Autos, noch weniger Menschen und dafür hundert Schaafe sahen. Alles in allem eines der beeindrucksten Erlebnisse für uns alle.

Auf gings dann nach Galway in die Heimat in der wir ca.22Uhr ankamen. Dort fanden wir dann erstmal raus dass unser Flieger ja schon um 11 aus Dublin abging. Das heiß noch schnell nen Bus 5:45 buchen, was mir einige Angst machen, da die Toleranzgrenze nur bei ner guten Stunde zu spät kommen lag, was in Irland ja eher einzukalkulieren ist. Am Ende waren wir dann doch wieder nach 1 Uhr im Bett was also mal wieder nicht mehr als vier Stunden Schlaf zuließ.

Tag 91 Montag 26.11.07

Bus bekommen und er war nur 40 Minuten zu spät, was uns bequem unsern Flieger bekommen ließ der dann auch 30 Minuten su spät abflug. In Göteborg haben wir dann nochmal ein Abschieds McDonalds-Essen gemacht und dann hab ich meine 3 Stunden Zugfahrt zurück nach Växjö begonnen. In Växjö schneite es dann schon und es sind hier so derzeit -2C° was im Gegensatz zu den 10-13°C in Irland schon nen ganz schöner Unterschied ist.

Fazit des Irland-Trips:

Es war einer der beeindrucksten Trips die ich je gemacht habe. ind der kurzen Zeit haben wir so viele Eindrücke gesammelt, dass man das schlecht alles aufschreiben kann, aber ich versuchs mal:

Über Irland im allgemeinen kann man sagen. Die Menschen sind unglaublich freundlich und sagen sogar schon sorry wenn man ihnen beim raus gehen ausweichen muß. Der Dialekt ist kaum zu verstehen wenn sie sich unternander unterhalten. Sie sind das ehrlichste Volk, dass ich je erlebt habe. Und sie hängen im Schnitt ab um 6 im Pub. Wenn man um sieben durch die Wohngegenden fährt, denkt man dass das ganze Land Stromausfall hat, da wir teilweise 15Reihenhäuser hintereinander gesehen haben in denen kein Licht an war.

Was Pünktlichkeit und Gründlichkeit angeht sind sie eher südländisch. Fahrplänen sollte man nicht trauen, auf Straßenbeschilderungen sollte man nicht bauen und nach isolierten Leitungen oder Fenstern sucht man vergebens. Aber gerade das macht das Land auch aus. Es ist halt alles locker und nicht so vorgeschrieben wie in Deutschland oder Schweden.Man bekommt halt keinen Mietvertrag oder oft keinen Arbeitsvertrag. Die Leute sind halt so ehrlich, dass das alles über Handschlag abläuft. Typisch für Irland ist auch, dass man sich ungefähr ne Stunde vorher überlegen muss, ob man duscht, oder nen Bad nimmt, weil man eigentlich überall erstmal nen Beuler anschmeißen muss. Und natürlich ist bei Fabi dann auch die Dusche kaputt gegangen, aber zum Glück erst an dem Tag wo wir unseren Trip starteten. Die passende Beschreibung für Irland war also im "urisch". Das Wort ist dann auch in jedem Zusammenhangen gefallen. Auch geil ist, dass total viel Leute ohne Führerschein, aber dafür mit einem "L" für Learner auf dem Auto rumfahren. Sie melden sich also für den Führerschein ein Jahr später an und dürfen bis dahin mit dem L rumfahren, dann melden sie sich krank oder sowas und haben wieder ein Jahr Zeit üm die Prüfung zu machen, so gibt es dann halt Leute, die schon 10Jahre ohne Führerschein fahren.

Da gibt es zum Beispiel den Pakistanischen Linienbusfahrer in Dublin, der im Jogginganzug hinterm Steuer sitz und anstatt bremsen nur Hupen kennt. Die Ampelphasen sind für Rentner nicht zu schaffen und wenn die Fußgänger rot bekommen, haben die Autofahrer schon grün. Aber das juckt da halt keinen und es funktioniert da ja trotzdem irgendwie alles. Joggingklamotten sind sowieso ganz große Mode in Irland, und dann meist graumeliert und einfarbig, so wie man sich sonst auch Engländer vorstellt. Die Landschaft ist teilweise unglaublich.

Da gibt es zum Beispiel Palmen in den Städten weil es aufgrund des Golfsstroms nie richtig kalt wird und andereseits kann die Küste und das Wetter manchmal rauer sein, als man das von der Nordsee kennt. In den Städten reihen gibt es egal wo man ist nie 50m Straße ohne Pub. Die Preise sind im Schnitt doppelt so teuer wie in Deutschland und auch noch etwas teurer als in Schweden. Gerade Alkohol ist richtig teuer, so kostet ein Büchse Guiness im Sparmarkt 2,09€. Da lohnt es sich auch nicht zuhause zu trinken, also gehen die Leute gleich ins Pub um die Ecke, weils da auhc nur 1-2€ teurer ist. Ne Schachtel Malboro kostet mal so nebenbei 7€. Man fühlt sich als (Ost)Deutscher so richtig arm, aber irgendwann gibt mans auf zu sparen, da eh alles teuer ist...

Die Stimmung unter uns war auch einfach genial, kollektiver chronischer Schlafmangel und leichter bis mittelschwerer Kater führten so zu einigen lustigen Gesprächen und Theorien, wo man einfach mal jedem ne Helmkamera aufsetzen hätte müssen. Da war z.B. der Samstag Abend im grauen Jogginganzug rumlaufende Inselaffe in Cork, der so aussah, als hätte er nen Terminplan in sachen Kloppereien einzuhalten. Also nannten wir ihn Mike und dachten uns seine ganze Lebensgeschichte zu ihm aus. Dementsprechend waren dann auch alle die so ähnlich aussahen Kumpels von Mike usw....

Der Galgenhumor über die hohen Ausgaben und die dementsprechende Egalität des Gelds führte dann auch zu der Theorie, dass Erasmus ja eigentlich Arbeit ist, schließlich hetzten wir von einer Aktivität zur nächsten und hatten kaum Schlaf. Der einzige Unterschied ist halt das Vorzeichen vorm Saldo und das wir halt mehr Nachtschichten und Wochenendzuschlag haben. Dementsprechend mußten wir halt RICHTIG Geld ausgeben, damit sich die Arbeit auch lohnt...

So haben wir uns natürlich auch immer ironisch alles schön geredet und ossimäßig alles gelobt, wie so Zitate:

"Naja 6€ sind ja eigentlich voll okay für die Burg", oder "Also für 37€ haben wir ja auch noch Frühstück dabei, also kostet es ja eigentlich nur 25€ die Nacht", "Dafür hat das B&B bestimmt die beste Lage in ganz Cork", "Naja, für 11€ wirste zwar nicht satt beim Chinesen, aber dafür hats geschmeckt und wir konnten sitzen"

Auch sehr geil war die ständige Hetze in der wir waren, da wir ja immer was zu schaffen hatten, so gingen wir in deutschem Marschiertempo durch den Burgpark, oder durch die Cities, wo andere gemütlich Zeit hatten und schlenderten... oder die Tatsache, dass wir den ganzen Tag nur McDonalds und Burgerking als Nahrungsquelle hatten, weil wir halt A keine Zeit und B kein Geld hatten. Ist schwierig das Erlebte und die Atmosphäre dieser Fahrt wiederzugeben, und vor allem wieviel man in nur effektiv 4,5 Tagen und 5 Nächten so erlebt hatte.

Hier nochmal eine kurze faktische Zusammenfassung

- 7XMcDonalds, 3XBurger King, 2XSubways

- die drei größten Städte Dublin Cork und Galway gesehen

- die höchsten Klippen gesehen

- die bekannteste Burg besucht

- die schönste landschaftsregion durchfahren

- den höchsten Berg gesehen

- Schaafpfad mit dem Auto erobert

- 750km Auto gefahren

- ungefähr ein Dutzend fast Zusammenstöße

- Mike gesehen

- trotz irischer Beschilderungen nicht verfahren

- 7Pubs und Clubs und 2 Privatparties besucht

- unzählige Bier und Guiness getrunken

- 25 Stunden geschlafen in 5 Nächten

- 300€ ausgegeben

- 600 Fotos und Videos gemacht

- ungefähr 30 Minuten ausgespannt

... es fehlen sicher immernoch tausend Dinge die mir gerade nicht einfallen...

Die Fotos sind auf http://picasaweb.google.de/pietmogul/Irland21112611

27.11.07 00:35





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