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"Studieren" in Schweden

Tag 1 (Dienstag, 28. August 2007, Geschrieben am 28.August)

Der Wecker klingelte um 5:10 und ich merkte, dass ich am Vorabend nicht nur erst gegen 0:30 eingeschlafen war, sondern es machten sich vor allem die fünf Bier und die vielen „letzten“ Zigaretten, die ich am Vorabend geraucht hatte bemerkbar. Seelenruhig packte ich die restlichen Sachen ein, nahm nochmal eine letzte deutsche Dusche und ging mit meinen Eltern zum Bahnhof. Aufgrund der Fürsorge meiner Mutter sollte ich eigentlich gar nichts tragen von meinen insgesamt gut 60kg Gepäck, aber das war mir dann auch schon etwas peinlich. Am Bahnhof angekommen trafen dann auch gleich die erwarteten Freunde Anne, Gerrit, Baudi, Loui, Mo (Arneburg) und Axel ein. Vor allem auf Mo hatte ich mich gefreut, da sie die Versicherung für meinen Fernsehempfang in Schweden war. Die Abfahrt ging dann recht schnell. Auf jeden Fall gings dann los nach Uelzen. Der Zug war leer und ich guckte Malcolm auf dem Laptop. In Uelzen dann das erste Umsteigen, was nicht gerade schön war mit dem Gepäck, aber machbar. Ab nach Hamburg mit dem „Metronom“ . Der Zug wurde immer voller und beim Aussteigen am Hamburg Hbf sehe ich plötzlich ein bekanntes Gesicht und zwar meinen alten Grundschulfreund Christian Baumann, der gerade in Hamburg jobbt und mir erzählt, dass er auch nen halbes Jahr im Ausland war und zwar passenderweise in Finnland. Das war auch alles sehr interessant, aber noch besser war, dass er mir beim tragen half und ich somit etwas Kraft sparen konnte. Ein Bettler und 20Minuten später kam dann auch der EC dänischer Bauart. Gerade einmal so groß wie die Alma, aber wohl doch etwas schneller. Als ich endlich die Steckdose entdeckte, konnte ich dann auch weitere Malcolmfolgen sehen. Irgendwann bin ich dann eingeschlafen, und als ich aufwachte, merkte ich nur dass der Zug hält und die freundliche Stimme unserer Zugbegleiterin in dänischem Akzent  verlautete, dass wir jetzt auf die Fähre fahren und 45Minuten Überfahrt haben. Desweiteren gäbe es eine Cafeteria, einen Duty-Free-Shop und eine Panoramabar auf dem Schiff. Da ich eigentlich dachte, dass ich über ne Brücke nach Dänemark fahre, war ich sehr erfreut. Gleich raus aus dem Schiffbauch in dem sich der ganze Zug befand und hoch an Deck. Das erste was mir ins Auge fiel, waren die Zollbestimmung innerhalb der EU, die neben der Toilette aushingen. Freude und Ärger lagen nun dichter zusammen als Städte im Ruhrgebiet. Ich musste lesen, dass man 10Liter Schnaps und 20Liter Likör innerhalb der alten EU-Länder einführen darf…. was natürlich schön ist, aber mir leider egal, da ich weder genug Geld, noch, und das war am wichtigsten, genug Platz hatte um mich hier noch mit etwas Reiseproviant einzudecken. Nachdem ich an der frischen Luft war, ging es dann doch noch Runter in den Shop. Völlig verwirrt stand ich nun vor dem Schnapsregal und ich als passionierter Biertrinker wußte vor allem nicht, ob die Preise nun billig oder nicht sind. Nach langem überlegen wollte ich dann Baudi anrufen, da der bekanntlich eine wandelnde Börse für Whiskeypreise ist. Leider war mein Netz schon weg und ich war wieder auf mich alleingestellt. Nun galt es eine Entscheidung zu treffen. Ich entschied mich für eine 1L-Flasche Boris Jelzin, aber nicht weil der so toll schmeckt, sondern weil er die platzsparendste Flaschenform hatte und dazu auch noch einen moderaten Preis von 13,02€. Nun hatte ich noch 42€ in der Tasche und ging zum Exchange, leider war der Kurs irgendwie komisch, aber ich habs trotzdem getan und erhielt für mein letztes Eurogeld nur 345SEK, was in etwa einem Kurs von 1:7,5 entsprach, dabei hatte ich im Inet einen Kurs von  1:9 beim umrechnen gehabt. Das war mir dann aber auch egal. Nach ner Fahrt kam ich dann gegen 12Uhr Mittags in Dänemark an. Sah im Prinzip aus wie Deutschland nur mit mehr Windrädern und kleineren Häusern. Fast auf die Minute genau kam ich dann in Kopenhagen an. Ich ging gleich mit meinem schwedischen Internetticketbeleg zur nächsten Information. Die nette Frau erklärte mir dann, dass man das hier nicht machen könnte und ich zum Flughafen müßte um da nen Ticket zu holen. Mein Problem bei der Sache war, dass ich weder nen Ticket zum Flughafen, noch Geld um mir eins zu kaufen hatte. Also schnappte ich mir nen anderen Informationsmenschen, der dann mit mir zu Schaffnerin gelaufen ist und ihr das Ganze dann erklärt hatte. So bin ich dann kostenlos zum Flughafen gefahren um mir dann da nen Ticket zu schießen, was auch recht schnell geklappt hatte. Wieder runter zu den Gleisen… Dann gabs schonmal die erste schöne Verspätung. Mein Zug kam ungefähr ne viertelstunde zu spät an und war dann auch noch komplett voll. Beim Hochwuchten meiner Koffer in die etwas zu klein geratenen Gepäckablageflächen, klemmte ich mir dann auch noch schmerzhaft die Finger ein.  Nachdem ich dann die hübsche Blondine von meinem reservierten Platz verscheucht hatte, verklickerte mir der alte Herr mir gegenüber,dass wir in Malmö umsteigen müssen. Das hatte ich so nicht im Internet gelesen, also glaubte ich ihm natürlich nicht. Dann fragte ich einen anderen Schweden und der erklärte mir dass ich nicht umsteigen muss. Kurz darauf, wir standen schon im Bahnhof, kam dann ein Schaffner und sagte, dass wir auf Gleis 5 müssen, weil der Zug hier nicht weiterfährt. Toll hab ich mir gedacht. Die schweren Koffer also wieder runterwuchten, 4Gleise weiter rennen und dann in nen Zug steigen, der noch voller ist und für den ich dann keine Reservierung mehr hatte.

 

VÄXJÖ(wird ganz anders ausgesprochen)

geschrieben am 01.09 18:00 

In Växjö angekommen, wurde ich dann auch gleich mit nem Van von ner freundlichen Schwedin abgeholt und lernete auf dem Bahnsteig Julia kennen , die auch aus Deutschland kam. Also gings dann mit dem „Großraumtaxi „ zur Uni die auf den ersten Blick hammergeil war. Wir also raus und in nen Klassenraum, wo wir erstmal Informationen den Mietvertrag usw. erhalten haben. Mich wunderte bereits, dass Julia fast das doppelte fürs selbe Wohnheim zahlen musste, aber ich hatte darüber noch nicht weiter nachgedacht, da der Vertrag ansonsten okay war und ich wohl kaum über zu wenig Miete beschwere. Im Zimmer angekommen (5Minuten vom Campus) war ich überrascht, da ich meine eigene Küche hatte und es also keinen Gemeinschaftsraum etc. gab. Gefreut habe ich mich auch über das zweite Bett was im Zimmer war. Da sie nebeneinander standen machte ich mir darüber auch keine Gedanken. Dumm war auch dass die Küche über keinerlei Dinge wie Besteck oder Teller verfügte. Wir also noch schnell zum Supermarkt Plastiksachen holen. Dort dann der Schock.. Alles total teuer ( fast doppelt so viel wie Aldi) und nur Bier mit 3,5%... Julia und ich hatten uns für den nächsten Tag ausgemacht, ein Fahrrad zu kaufen und in die Stadt zu fahren.

 

Tag 2 29.08.2007

Unten vor der Tür dann der Schock… Ein Österreicher der mit uns im Bus war verklickerte mir dass er nen Mitbewohner bekommen hat. Und da bei mir ein zweites Bett drin steht und ich die selbe Miete zahle konnte ich auch davon ausgehen. Also gleich zum International Office sich beschweren, leider war ich wohl schon recht weit hinten auf der Liste (in Schweden läuft alles über Listen) und somit sanken meine Chancen schnell an ein neues Zimmer zu kommen. Ich bekam die Information, dass mein Mitbewohner Franzose ist und das selbe studiert wie ich.  Wir also danach zum ersten Fahrradladen und der wollte uns die verrostete Schrottmühlen für Preise ab 95€ andrehen. Wir dann also ins Zentrum um beim dritten Fahrradladen endlich Erfolg zu haben. Ich erwarb ein ausgedientes Treckingrad für kanpp 60€, was allerdings noch etwas repariert werden musste und ich konnte es deshalb noch nicht mitnehmen Dort lernten wir dann auch Carmen und Marlois aus Holland kennen, die uns dann auch gleich prompt anboten uns mit ihren schwedischen Buddys zum einkaufen mitzunehmen. Da nur noch ein Platz frei war fuhr ich mit. Die beiden Schweden waren cool und fuhren uns in den größten Supermarkt den  ich je gesehen hatte. Und danach extra für mich in sone Art Mediamarkt, wo ich mir nen Routerkabel kaufen konnte, und dann noch für die Hälfte des Preises weil er da mal gearbeitet hatte. Danach gings ab in den Schnapsladen. Die Preise sind abartig. Eine Flasche Bacardi kostet ca. 24€ und das Bier ca. 1,20€.    Abends verabredeten wir uns  dann fürs Campusfestival und tauschten Nummern aus. Jeder Exchangestudent bekommt eine Prepaidkarte mit der er zu den anderen Exchangestudenten umsonst telefonieren kann.  Zuhause angekommen war mein neuer Mitbewohner noch nicht da. Als er dann kam war er komplett überrascht, weil auch er nicht wusste, dass er nicht allein wohnt. Er heißt Charles (Charly) ist 23 und kommt aus Paris. Er ist unkompliziert und auch ganz cool und vor allem ist er ordentlicher als ich, was auf jeden Fall ein Vorteil ist. Dann kam Julia rum und wir machten die Flasche Boris Jelzin auf, die ich auf dem Schiff gekauft hatte. Nachdem wir ungefähr nen dreiviertel davon getrunken und auch schon einen am Latschen hatten, gings zum Festival. Dort war es ungefähr wie Beachparty in MD oder so nur mit Schweden und auch vielen Austauschstudenten. Leider war das Ganze dann auch schon gegen 1Uhr zu Ende, wobei das für mich und meine Geldbörse wahrscheinlich besser war.

Tag 3 30.08.2007

Den nächsten Tag verabredeten wir uns dann mit den Holländerinnen und gingen in die Stadt einkaufen etc. Abends machten wir uns dann um zusammen zu kochen. Wir also zu Marloes, die in nem geilen 7Personen Apartment wohnt und auch coole Mitbewohner hat. In der Lage wo ihr Wohnheim ist, sind nur irgendwelche Parties. Das Studentenleben hier ist im Allgemeinen der Hammer, da hier so locker 7000-8000 Studenten direkt am Campus leben und die Wohnheime und das ganze irgendwie mehr nach Urlaubsapartments aussehen. Unser Plan war es eigentlich in den Studentenclub in der Stadt zu fahren, aber irgendwie sind wir dann doch da hängen geblieben. Es kamen immer mehr Leute und am Ende waren wir so ca 15 Personen aus aller Herren Länder. Dort musste ich dann auch das erstemal auswärts schlafen weil es irgendwie schon halb vier war, es draußen regnete und die Couch durchaus bequemer als das  Lazarettbett in „meinem“ Zimmer war.

Tag4 31.08.1007

Den nächsten Tag hatten wir dann Introduction von um10 an. Bei der wir komplett mit Informationen zugebombt wurden, die ich alle wieder vergessen habe. Bei der Introduction lernten wir dann auch die beiden Holländer Hans und Marten kennen, was mich sehr gefreut hatte, weil ich ja bisher immer nur mit Mädels unterwegs war und Charly zwar cool, aber nur nen halber Feierprinz ist. Die Holländer sind auf jeden Fall das Gegenteil.  Und das Geile ist, dass sie nen Auto haben und wir also erstmal zu Lidl fahren konnten, wo die Preise etwas moderater waren. Danach wieder zum Schnapsladen, wo ich erstmal ne Palette Bier für ca. 27€ gekauft habe. Allerdings waren da auch ne Menge Fremdbestellungen bei.  Abends verabredeten wir uns dann um bei Marloes zum vorzuglühen, aber irgendwie wurde das alles so spät, dass wir zu Julia sind, die auch drei Schweden zu Besuch hatte.  Die waren auf jeden Fall geil drauf und wir entschieden uns dann bei denen in der Bude vorzuglühen. Danach gings los zum Studentenclub, von denen wir zwei auf dem Campus haben. Da Carmen, Charly und Julia nochmal kurz zu uns sind war ich bei den Holländern. Wir kamen nach ner Zeit aus der Bude und es waren auf einmal irgendwie alle weg (es stellte sich im Nachhinein raus, dass Carmen eingepennt war, weil sie keinen Vodka verträgt). Vor dem Club war dann ne ziemlich lange Schlange. Und da wir kein Bier mehr hatten sangen wir mit irgendwelchen Schweden bekloppte Lieder. Als wir dann vor der Tür waren erklärte der freundliche Türsteher uns, dass wir uns erst bei ner Studentnation anmelden sollten, was in etwa einer Verbindung oder sowas entspricht. Da waren dann auch so Anmeldezelte aufgebaut und wir haben uns für eine Nation angemeldet. Das Ding ist, dass wir vergessen haben wie die heißt, aber es ist wohl die mit den meisten Parties…

Im Club trafen wir dann die Schweden wieder und nen Haufen anderer Leute, die wir kannten. Nen Bier kostete ca. 2,40€ was den Besuch auch für die Geldbörse angenehm machte. Die Musik war zum Ende in auch ganz geil. Die haben sogar Rammstein gespielt. Um2 war die ganze Sache dann leider schon vorbei und es ging nach Hause. Es war aber nen echt geiler Abend, da ich in Hans und Marten zwei richtige Partykanonen gefunden habe.

Tag 5 01.09.2007

 Heute gab es wieder ne Menge Introductions und wir wollten uns das Fahrrad abholen. Leider hatte der gute Laden schon geschlossen und nun bin ich immer noch auf meine beiden Füße angewiesen.

Jetzt wird ich hier noch weiter einige Sache am Rechner machen und ein wenig aufräumen und dann gehts schon wieder los, da heute Samstag ist. Morgen hab ich dann erstmal Ruhetag, damit ich Montag pünktlich beim Internation Office bin um mich mal wieder über die Unterkunft zu beschweren.

 

Fazit bisher... 

Nun sitze ich hier in „meinem“ Zimmer und hab endlich mal die Zeit gefunden meine Erlebnisse halbwegs zusammenzufassen. Wobei garantiert noch die Hälfte fehlt. In Schweden regnete bisher fast jeden Tag, aber heute hat ausnahmsweise mal die Sonne geschienen. Ansonsten sind die Schweden alles sehr nett und freundlich und vor allem hilfsbereit. Die Uni ist auch Hammer und alles andere gefällt mir auch sehr. Das einzige Problem ist, dass ich mir bisher das Zimmer teilen muss. Sollte das so bleiben, weiß ich echt nicht was ich machen soll, weil ohne Privatsphäre drehe ich hier durch. Zumal Montag das Studieren losgeht und ich keine Ahnung hab, wie ich das managen soll, wenn ich nicht mal ein richtiges Zimmer habe. Was auch nicht so toll ist, sind die Preise, Die Kronen rollen einem nur so aus der Tasche und es sind viele Au
sgaben, die man nicht erwartet hat. Ansonsten ist bisher wirklich alles gut hier, vor allem auch die Leute die ich bisher kennengelernt habe. Und wenn ich mal genug vom vielen Englisch sprechen habe, gibt es hier genügend Deutsche. Sie stellen ca. 23% der Austauschstudenten, die hier sind.

Da ich schon wieder keine Zeit habe, und mir das ganze jetzt nicht nochmal durchlesen werde, werden sicher manche Inhalte unverständlich sein und an Rechtsschreibfehlern sollte es auch nicht mangeln.

1.9.07 18:23
 


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