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Tag 5 Samstag 01.09.07

So Abends gab es dann wieder das volle volle Programm, erst gemütliches Vorglühen bei den Holländern. Danach ins Stallarna, was der zweite Club auf dem Campus ist. Dort angekommen war es mal wieder sehr lustig, allerdings lässt meine Erinnerung auch ziemlich zu wünschen übrig, deswegen kann ich dazu nicht allzu viel sagen, außer, dass ich den nächsten morgen ziemlich fertig war.

 

Tag 6 Sonntag 02.09.07

Punkt 11Uhr hatte ich mit nem Ösi verabredet um mal den Unieigenen Fitnessraum anzugucken, ich war auch pümktlich, allerdings passte mein restalkoholisierter Zustand nicht gerade einem Besuch in einem Fitnessraum. Zum Glück war das Ding dann auch zu und als ich da war erhielt ich eine SMS, dass ja seit um11 schon die Anmeldungen für diverse Ausflüge stattfinden und ich mich beeilen müsse. Ich wunderte mich welcher Idiot denn bitte punkt11 am Sonntag sich für irgendwas anmeldet. Im Unigebäude angekommen stellte ich fest, dass es offensichtlich eine Menge Idioten gibt, denn das ganze Gebäude bestand aus einem Wirrwarr von Schlangen. Und ich mittendrin mit meiner ersten richtigen St.Pauli-Fahne (Insider). 11:20 war dann auch schon der Trip nach Göteborg ausverkauft, allerdings ergatterte ich noch eine Fahrt zum ersten IKEA, was auch sehr wichtig ist, da "meine Bude" ungefähr so wohnlich ist wie eine Wellblechhütte in Johannesburg. Außerdem trug ich mich für eine 3tägige Schiffsreise nach Polen ein, an der die Austauschstudenten 10 anderer Unis in Schweden teilnehmen. Das heißt Partyschiff hin --> Schnaps in Polen --> Partyschiff zurück. holenFür den Nachmittag war dann auch noch ein Film angesetzt, den ich auch noch schaffte. "L' Auberge Espagnole" war passender Weise ein Film über einen Austauschstudenten in Barcelona. Sehr empfehlenswert und passend zu all dem was noch so auf einen zu kommt. Am Abend war dann nix mehr geplant, außer Wraps essen bei ner Freundin. Schließlich hatte ich den nächsten Morgen meine Introduction für meinen Masterstudiengang und außerdem noch einen Weg zum International Office geplant.

Tag 7 Montag 03.09.07

Um acht aufgestanden ging es dann auch gleich darauf zum Office um mit die Erkenntnis zu bekommen, dass es geschlossen war. Lange Öffnungszeiten scheinen bei der Uni nicht so modern zu sein, da das IO gerade mal 6Stunden in der Woche auf hat ... für 800 ausl. Studenten. Darauf begann dann unser Kurs. Es gab eine Übersicht auf all das was so auf und zu kommt und die Möglichkeit sich für das erste Modul für Accounting oder Logistics zu entscheiden. Ich nahm Logistics, weil ich davon maximal nen Drittel in Berlin gehabt hat. Nachdem dann die äußerst attraktive Logistikdozenten Susann Hofman reinkam und ihre Inhalte vortrug, gab es erstmal allgemeine Bestürzung. Zu Freitag das erste kleine written Paper über Fälle, die wir aus der Bibliothek suchen sollen und eine ca.25-35 seitige Hausarbeit für die näcshten drei Wochen, die wir noch dazu allein schreiben sollten. SCHOCK, ich spielte mit dem Gedanken nen anderen Kurs zu wählen. 25-35Seiten Facharbeit in sauberem englisch würden 4Stunden täglich in der Bibliothek voraussetzen rechnete ich mir aus. Unmöglich, da wir dazu noch so gut wie jeden Tag Uni hatten, was für Schweden äußerst unnormal ist. Nachdem das ganze dann überstanden war gings mal wieder ins IO, wo mir nach einiger Zeit Schlange stehen mitgeteilt wurde, dass sich bestimmt, die Woche was finden lassen. Auf mein Drängen, doch bitte konkrete Aussagen zu machen. Darauf gab es dann immer nur ein hilfloses "hopefully we can find a room". Und nach langem stochern bekam ich dann raus, dass ich nummer 20 auf der Liste sei. Außerdem seien in dieser Liste alle, die aus irgendwelchen Gründen ihr Zimmer wechseln möchten. Meiner Meinung nach irgendwie ungerecht zwei Master-Studenten in einen Raum zu sperren und irgendwelche Memmen die Suaheli in Druckschrift zu sperren und denen die Farbe ihres Raums nicht gefällt vorzuziehen, aber naja... Sauer und genervt wie ich an dem Tag war kaufte ich mir dann auch ne Schachtel Kippen, die hier übrigens auch nicht teurer sind als in Deutschland. Am selben Tag holte ich dann noch meinen guten Ofen vom Radhändler ab, der sich zwar bombig fährt, aber wahrscheinlich noch einige Kronen Reparaturkosten fressen wird. Später traf ich mich noch mit meinem bildhübschen vergebenen Buddy Martina Petersson mit der ich lang erzählte und die mich auf eine Pre-Party(schwedisch für vorsaufen) für den nächsten Samstag einlud.
Abends waren wir dann auch ganz kriminell und rauchten im Zimmer, was hier verboten ist.

Tag8 Dienstag 04.09.07

Den nächsten Morgen gab es dann auch die erste richtige Vorlesung, die im großen und ganzen ganz simple war, was mir wieder mehr Mut machte. Danach galt es mal wieder Schlange zu stehen und zwar um nen Trip nach Stockholm zu buchen, dessen Anmeldezeit, dann doch wieder verlegt wurde. Eine weiterer Schock kam dann in der Bibliothek, Bücher, die man braucht scheinen in der Bibliothek nix verloren zu haben, vor allem nicht Bücher die ich brauche. So waren von unserm 83€teuren Buch zwei Exemplare zu verleihen (auf die es ungefähr tausend Vorbestellungen gab) und eins im Lesesaal und unsere Aufgabe sollte ja für Freitag fertig sein. Danach traf ich mit meinem Kumpel Mirsad mit dem ich in Berlin zusammenstudierte. Mit dem guckte ich mir dann auch nach Zimmern im Internet, allerdings gab es auch hierfür sehr lange Anmeldelisten. Er wartete für sein Zimmer ungefähr drei Jahre... Außerdem fand ich heraus, dass die Austauschstudentenbuden komplett überteuert sind, da man für ein einzelzimmer im Schnitt auf locker 400€ kommt. So gegen 18Uhr fuhren wir dann in die Stadt zum Volksfest. Das fand statt um die berühmteste schwedische Leichtathtletin Carolina Klüft zu begrüßen, die übrigens an meiner Uni studiert und ich deswegen auch noch öfter sehen werde. Dort angekommen stand eine große Bühne und ein paar hundert Leute eher höheren Alters davor. Gespielt wurde schwedische Volskmusik und alles in allem war es total langweilig. Der größte Kulturschock war allerdings, dass es dort keinen Bierwagen und Fressbuden gab. In Deutschland wären schon die ersten komplett steifen Typen mit beschütteten Hosen und Currywurst im Gesicht verteilt rumgelaufen, aber nix da. In Schweden gibts sowas nicht. Es ist auch verboten im Stadtzentrum Bier zu trinken, was ich tagsüber auch für sinnvoll halte (siehe Winkelmannplatz in Stendal, oder Alexanderplatz in Berlin). Abends ging dann zum Vorheizen zu Hans und Marten, später luden uns dann noch nen paar schwedische Mädels ein, bei denen weiter vorzuglühen, was wir dann auch taten. Da es in Schweden eine Schlange für alles gibt und man auch überall (Banken etc.) Nummern ziehen muss, hatten die nen Lifeticker wieviel Leute bereits drin sind im Stallarna. Die andere Disco hat sogar ne Webcam auf der man die Schlange live beobachten kann. Dort angekommen konnten wir es auch nicht lassen Witze darüber zu machen. Es ist schon wirklich merkwürdig warum es hier für alles eine "queue"(Schlange,Warteliste) gibt. Der schwedische Volkssport ist demzufolge Queueing usw. Naja egal ist wohl Situationskomik. In der Disco angekommen waren wir am Ende mal wieder alle total Hacke, was ne ziemliche Leistung ist, da sie in der Woche nur bis um1 auf hat.

Tag 9 Mittwoch 05.09.07 

Den näcshten Tag entschied ich mich dann den Accountingkurs zu besuchen. Alles in allem besser, weniger Lectures und Gruppenarbeit, was ich eigentlich besser finde und von Schweden auch erwartet hatte. Nicht wirklich einfacher, aber dafür weniger zeitaufwendig.  Also mache nun Accounting anstatt Logistics, da der Professor ebenfalls betonte, dass es nicht sooo wichtig sei, was man vorher belege. Nun gab es mal wieder ein großes Problem. Und zwar fallen die Prüfungen genau in die Zeit wo ich bereits die 70€teure Schiffstour gebucht habe. Ich also zum Umtauschen gegangen, woraufhin die mir mitteilten, dass das nicht möglich sei, und ich mir selber nen Ersatzmann suchen sollten, sämtliche gegenargumente wurden im ansatz abgeschmettert. Naja mal schauen ob ich das hinbekomme. Ne Beschwerdemail hab ich heute mal wieder geschrieben. Davon abgesehen, dass man sich dafür immer noch eintragen kann, da die Tour Ende Oktober stattfindet, aber die können mich nicht einfach von der Liste nehmen und mir die Kohle wiedergeben... ohne Worte. Am Nachmittag klapperte ich dann die Gyms der Umgebung ab und entdeckte eins, wo ich zwar nen Jahresvertrag abschließen muss, aber für 20€/Monat auhc noch die Schwimmhalle nutzen kann. Einziger Nachteil sind die ca.4km Entfernung, die mich im Winter wahrscheinlich öfter am Sport hindern werden. Abends guckten wir dann football factory auf English. Nicht nachsyncronisiert besteht er zu 50% aus Wörtern wie Fucking oder Cunt...

Tag 10 Donnerstag 06.09.07

Morgens gab es wieder feinerle Vorlesung und danach den ersten Besuch bei der Mensa. Die Preise sind natürlich der Hammer ca. 5,60€ fürs Menü, dafür ist es hammergeil und man kann sich von den unterschiedlichen Salatsorten so viel nehmen wie man will. Aber öfter als alle 2Wochen ist es nicht drin, davon abgesehen dass es auch wieder ne Queue vom feinsten gibt. Danach traf ich micht mit Anna-Lena (einer Deuthscen aus meinem Kurs) und einer Iranerin um ein Paper (kleine Hausarbeit-->eine Seite) zu schreiben. Die Iranerin, die übrigens sehr westlich ist und auch ganz schmuck so weit, kam erstmal ne halbe Stunde zu spät und mit nem Bier in der Hand, was mir sehr merkwürdig vorkam. Aber irgendwie war es ihr dann auch wohl peinlich die Plürre auszutrinken, da wir etwas erstaunt waren, dass man zur Lerngruppe halb2 mit Bier kommt (wenn die wüßte:-D). Das schlimme an dem Kurs ist schon wieder, dass wir das Buch kaufen müssen, was mal schlappe 74€ sind, aber naja was solls, bei Amazon bekommt mans wieder los.  Ansonsten waren wir heute mal die Gegend zu Fuß erkunden und bei so nem kleinen Schloss am Campus. Am Abend hab ich dann die Hausarbeit beendet und den Rest der Zeit mit dem Schreiben hier verbracht. Morgen gehts erst zur Uni und dann zu IKEA. Leider verpasse ich dadurch die Möglichkeit zum ersten Mal nen paar Schweden beim Pokern die Kronen abzuknöpfen, weil ich erst um 21 zurück bin.

Fazit:

Langsam kehrt Alltag ein, allerdings nervt die Wohnsituation schon gewaltig, auch wenn Charly ein guter Mitbweohner ist und immer abwäscht (ich noch nie). Er macht irgendwie einfach immer alles und wenn ich sage,dass ich auch mal was machen "will", sagt er kein Ding. Wetter ist hier oben gerade richtig schön, so Sonne und 20°C. Der Unterricht ist auch okay, manchmal nen bissl langweilig, aber naja, war ja in Deuthscland nicht anders. Ab November werde ich dann hier mit ner Projectgruppe richtig in die Unternehmen reingehen usw. Die Kosten sind acuh nicht mehr so hoch wie ich dachte, da man auf sinnloses Trinken verzichtet (also nur trinken um an Ende voll zu sein ist erlaubt) und da der eine Supermarkt auch ziemlich billig in der Nähe ist. An alle,die mich mal besuchen wollen: Solange ich hier keine Bude habe ist es leider eher schlecht. Ich geb ja die Hoffnung nicht auf, dass das hier noch was wird in den näcshten Wochen. Ansonsten bitte nicht sauer sein, wenn ich hier nie zum schreiben komme bei ICQ etc. Bin einfach kaum zuhause am Rechner und wenn dann will ich auch mal abschalten. Ansonsten ist alles schick achja und grüßt bitte 3Pro (die meisten wissen, wen ich damit meine) von mir :-D, ich hoffe er war in der Bildzeitung...  Achja und zu den schwedischen Frauen und den Aufforderungen mehr Bilder zu machen. Keine Angst, ich bin noch 1Jahr hier, aber verlangt nicht von mir, dass ich hier wie son notgeiler Bock jeder gutaussehende Schwedin fotografiere, das ist dann doch schon nen bissl peinlich.

Anonsten ist der Campus und das Unileben hier der Hammer und kein wirklicher Vergleich zu Deutschland. Man merkt das Schweden prozentual doppelt so viel Geld in Bildung investiert wie Deutschland. Alles siehts aus wie in nem Park mit lauter Studentenwohnheimen dazwischen gesetzt. Die Klassenräume und alles sind der reinste Hightech. Außerdem bekommt jeder(!) schwedische Student 250€/Monat vom Staat geschenkt und 500€Kredit, den man über 25Jahre nach dem Studium abbezahlen kann. Fast alle Studenten leben direkt am Campus. Es ist hier also wie in den ganzen AmiCollege-Filmen. Leider wohn ich im Augenblick in ner Ecke, wo nicht sonderlcih viel los ist, aber das ändert sich hoffentlich bald. Das einzige was bescheuert ist, dass man sich so ziemlich jedes Buch kaufen müsste, oder komplett abkopieren, sofern es überhaupt im Lesesaal ist.

Fotos (sind nicht so viele) auf  http://picasaweb.google.de/pietmogul/Schweden01090609

 

6.9.07 22:26
 


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