Startseite
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 


Webnews



http://myblog.de/pietmogul

Gratis bloggen bei
myblog.de





IRELAND - probably the loviest country in the world -

Tag 86 Mittwoch 21.11.07

Um 5:30 klingelte der Wecker und ab gings bei Eiseskaelte zum Zug 6:43. Nachdem ich mich mit Smicki an nem Umsteigebahnhof Nässjö getroffen hatte gings dann weiter in Richtung Göteborg um von dort abzufliegen. Durch Jonköping vorbei an einem der größte Seen Schwedens kamen wir dann pünktlich an und sind noch eine gute Runde durch die Innenstadt gelaufen und waren bei McDonalds(es werden noch einige Male folgen). Ab zum Flughafen "Göteborg City" mit dem Bus, der sich als Miniflughafen herausstellte. Ab in den Ryanair Flieger mit der Aufschrift "Good Bye Easyjet". Da es mein erster Ryanairflug war, war ich ziemlich erstaunt. Die Sitze zur Hälfte aus Hartplastik, nix zu lesen oder so und auch kein Kotztüten. Naja egal dafür zahlt man wenig.

Auf dem Hinflug lernten wir dann auch gleich Valentin kennen der ein in Schweden wohnender Litauer war und fliegen nicht so mochte und dementsprechend ein 0,33er nachdem anderen für 5€ trank, nachdem er dann bei mir auf dem Lappi Southpark mitgucken konnte gab er mir natürlich auch eins aus und bat uns an uns mit seinem Kumpel mit dem Auto mitzunehmen. So wars dann auch und sein anderer litauischer Kumpel holte uns ab, wir machten unsere ersten Erfahrungen mit dem Linksverkehr und wir fuhren zum Omnicenter in der Nähe der Santry-Avenue im Norden von Dublin, wo wir uns mit den Mädels Melli und Uli von meiner FH verabredet hatten, da sie ja unsere Gastgeber bis Donnerstag Abend sein sollten. Wir also zu Aldi Spirituosen holen und dann gab es schon mal den ersten Schock. Selbst bei Aldi war das billigste Bier um 1€, Billigwodka 15€, Lebensmittel mehr als doppelt so teuer wie in nem deutschen Discounter, aber der Kracher war dann beim bezahlen, als Uli(25) nach ihrem Ausweis gefragt wurde um Bier zu holen... Ihr deutscher Ausweis bzw. Führerschein sei nicht gültig, sondern sie benötige eine Blackcard (Art irische ID) die man sich von irischen Ämtern ausstellen mußte. Aldi-Firmen-Politik sagte sie und auch der örtliche Fillialleiter, dem das ganze schon ein bisschen peinlich aufgrund unseres Alters war, sagte mir dann dass wir halt Pech hätten und zu nem anderen Markt müßten um Alkohol zu kaufen. Allerdings muss man sagen, dass das erste Mal war, dass die Mädels sowas erlebt hatten. Also zu Spar, wo die Preise dann richtig richtig gepfeffert waren.

Die Mädels wohnten in einer durchschnittlichen Gegend, die allerdings schon nen bisschen gefährlich war, nachdem was sie von anderen Studenten so gehört hatten. Also Nachts zu Fuß nach Hause gehen, sollte nicht so die gute Idee sein. Dementsprechend hatten die mehrgeschössigen Häuser denn den Charme von Prison Break. In der ca. 90qmVierer-WG bezahlten sie dann auch satte 520€ pro Person für ca. 14qm Zimmer allerdings mit eigenem kleinen Bad. Die Gegend war so eine Stunde Fußweg bzw. eine Stunde Bus in der Rush Hour entfernt von der City. Das Problem in Dublin ist, dass das Verkehrssystem nicht so schnell ausgebaut werden konnte wie dei Stadt und vor allem die Anzahl der Autos in den letzten Jahren gewachsen ist. In Irland steht auf den Nummernschildern auch immer das Jahr der Erstzulassung drauf und man sieht dort fast nur die Zulassungen von 04-07. Nachdem lutigen Vorglühen bei dem noch eine Freundin von ihnen aus dem Ruhrpott dabei war ging es dann mit dem Bus zur City. Die Innenstadt war gut belebt und schick und ab ging es in den Temple Bar Bezirk. Den berühmtesten Pub-bezirk der Stadt. Dort war es überall gut gefühlt und wir gingen in die Fitzsimons bar einen riesigen dreistöckigen Pub in dem es unten Hammer-Live-Rockmusik gab und dann oben ab und 12 die Disco aufmachte. Das Bier mit stolzen 5,50€ auch nicht gerade billig aber das war es trotzdem werd. Halb 3 war dann Schluss und wir gingen noch zu Burger King in dem Smicki gewöhnlich zwei Cheeseburger bestellte aber mit 3,90€ für beide dann auch ziemlich angeschissen war. Zurück ging es dann mit dem Taxi.

Tag 87 Donnerstag 22.11.07

Nachdem wir relativ lange geschlafen hatten und Frühstück hatten ging es dann mit Vollgas in die Stadt Melli zeigte und in ca. 3Stunden die Innenstadt. Es war wirklich Extrem-Sightseeing und wir haben wirklich alles mitgenommen was man in der Innenstadt so mitnehmen kann. Leider hatten wir keine Zeit mehr für die Guinessbrauerei, aber das war auch nicht so schlimm. Meine Reisetasche hatten wir derweil am Busbahnhof eingeschlossen und im Enteffeckt für die 3Stunden 11€ bezahlt, da der Automat 3€ einfach mal so gefressen hat und der Preis so auch schon bei 8€ lag. Unser Bus sollte dann 17 Uhr nach Galway abfahren, dass an der anderen Küste von Irland liegt und wo Fabi studiert. Für nur 14€ bekamen wir dann auch die Tickets. Nachdem wir unsere 8-9km in der Stadt abgelaufen waren verabschiedeten wir uns dann von unserer lieben Reiseführerin und stiegen in den bequemen und zum Glück fast leeren Bus. Ankunftszeit laut Internet 20:15.

Mit den Zeiten in Irland ist das nciht so genau und dementsprechend kamen wir dann auch ca. 21:15 an, obwohl wir kaum Stau oder sowas hatten. Bei Fabi angekommen war dann der erste Spruch. Jungs ihr habt 10 Minuten, dann gehts auf ne Party Tiefkühlpizza hauen wir uns dann da hinter. Es sollte also weiter ein Marathon werden. Ab auf die Pre-Party von Freunden von Fabi. Dort war dann auch ungefähr 45Minuten Zeit bevor es dann auf eine Erasmusparty in ein Pub ging. Das geile war zum Glück, dass Fabi in der INnenstadt wohnte und man nirgendswohin mehr als 5-10 Minuten laufen mußte. Die Innenstadt bestand zur Hälfte aus so richtigen irischen Pubs und war belebt wie nen Urlaubsort im Sommer. Im Pub war es dann ganz cool und nach ein paar Miller-Bieren ging es dann weiter in sone Art Rockdisco, die allerdings ziemlich schäbig war. Naja egal die Bar war unsere wir lernten Fabis Freunde in Galway kennen. Und die Stimmung war super. Irgendwann so gegen um4 oder so waren wir dann auch im Bett, oder eher gesagt, auf der Luftmatratze bzw. den Couchkissen vom Wohnzimmer. Alles in allem hatten wir uns den Schlaf auch verdient.

Tag 88 Freitag 23.11.07

Nachdem wir wieder relativ lange auschgeschlafen hatten, ging es dann ab durch Galway. Eine schöne Hafenstadt, die ein Superflair hat. Ab an die Uni, an die Atlantikküste... durch die Innenstadt etc. war wieder Sightseeing extreme, weil man ja immer mit der 16:30 untergehen Sonne zu kämpfen hatte. Ab nach Hause zu Fabi, der mit einem portugiesischen Paar und einem Iren namens James zusammenwohnt. Die Lage der Wohnung ist der Hammer, aber die Qualität jetzt nicht so wie mans aus Deutschland gewohnt ist, aber was solls, ist halt Irland und da ist eh alles irgendwie urisch. Da Galway zwar schön ist, aber ganz Irland noch schöner, suchten wir uns dann ein Mietwagen für den nächsten Tag um12Uhr MIttags raus um Samstag und Sonntag eine Tour durch Irland zu machen. Ein Hostel buchten wir nicht, da wir uns ueberraschen lassen wollten, wo wir übernachten udn die billigen Hostels eh schon ausgebucht waren.

Abends gingen wir drei dann erstmal in nen Pub um nen leckeres Guiness trinken und über Irland, Schweden und Erasmus zu philosphieren. Danach zu ner Privatparty in nen Studentendwohnheim relativ außerhalb vom Zentrum. Dort gab es dann Glühwein und Pfannkuchen es war ganz lustig, aber so richtig kam die Feier dann doch nicht in Gange und wir entschieden uns dann unvernünftigerweise noch in den "Living ROom" zu gehen was nen Club in Galway ist. Da war es dann auch richtig gut, mit gutem Publikum und geiler Musik. Der Club hatte dann auch wie alle halbdrei Schluss, doch im Bett waren wir dann doch erst um5 oder so... Naja egal dei Wecker waren auf um11 gestellt. Schließlich hatten wir einiges vor bis Sonntag.

Tag 89 Samstag 24.11.07

Äußerst verstrahlt standen wir halbwegs pünktlich auf und waren dann auch bei unserem etwas verplanten Autovermieter, der uns nen viertürigen Ford Focus für 90€ für die ersten zwei Tage gab. Irgendwie hatten wir nur den Zweitschlüssel bekommen und schon bei der Autovermietung sprang die Alarmanlage an, aber egal Hauptsache fährt und wir können los in unserem verstrahlten Zustand, da wir ja wieder die untergehende Sonne im Nacken hatten. Auf gings zu den Cliffs of Moher. Die Straße außerhalb der wenigen Nationalstraßen sind im Schnitt nicht mehr als 4m breit, so dass es gerade in Kurven immer ziemlich eng wird. Außerdem sind sie fast immer durch alte kleine Steinwälle begrenzt, die die alten Grundstücksgrenzen markieren. So kam uns die Fahrt dahin vor wie eine Rallye. Respekt an Fabi, meine Ambitionen zu fahren begrub ich ganz schnell, da das nach 3Monaten Fahrradfahren und Linksverkehr nicht gerade die sicherste Variante gewesen wäre. Einer atemberaubenden Küstenstraße, den Atlantik zur rechten und Higlands zur linken kamen wir dann bei den Cliffs an, die ca. 200m hoch sind und senkrecht zum Atlantik runtergingen. Da oben herrschten Windgeschwindigkeiten von ca. 60-80km/h , und wir gingen auch noch einen Weg ohne Absperrungen an den Klippen entlang, also nix für Leute Hoehenangst. Danach ging es dann in Richtung Cork an die Südkueste. Dort kamen wir dann auch so gegen 19:00Uhr an und versuchten ein B&B (Bed&Breakfast) zu finden. Nach langer Fahrt durch die zweitgrößte Stadt Irlands ohne irgendwelchen Stadtplan oder sonstiges, fanden wir dann schließlich ein gut gelegendes B&B für 37€ die Nacht in einem komfortablen 3Bett-Zimmer. Danach machten wir uns dann auf den Weg in die Stadt wo wir noch verzweifelt nach einer Möglichkeit zu essen suchten, die nicht aus Fastfood bestand und erschwinglich war. Es gab zwar überall Chinapfannen in unserer Gegend allerdings waren die Preise 7€ aufwärts und es kam keine Möglichkeit zu sitzen. Also in Chinarestaurant schön essen und danach Pub suchen. Dazu muss man sagen, dass wir geschädigt von Drei Nächten feiern und wenig Schlaf waren, deshalb nahmen wir uns auch vor nen ruhigen zu machen. Nach dem ersten Pub was etwas ruhiger war, gingen wir dann ins Old Oak, was von außen wie eine kleine Kneipe aussah aber dann sich dann als riesig herausstellte. Dort war dann auch wieder was typisch kulturelles passiert, und zwar sucht man sich ja als Deutscher den leersten Teil der Bar aus, oder am besten was zum sitzen. In unserer ruhigeren Ecke waren dann logischerweise auch die einzigen anderen Deutschen des ganzen Pubs. Der Ire geht halt an den Tresen trinkt sein Bier und quatscht dann halt mit den viele Leuten die sich an der Bar drängeln. Außerdem lernten wir dann noch einen etwwas älteren Polen kennen, der in Irland arbeitete und auch sehr viel in Deutschland arbeitete. Der war richtig geil drauf und hatte uns dann lauter Tips für den nächsten Tag gegeben, was wir uns ansehen sollten. Am Ende war es dann doch wieder halb2 und wir gingen, den Wecker auf 8Uhr gestellt ins Bett.

Tag 90 Sonntag 25.11.07

Nachdem wir dann unser Frühstück gegessen hatten und bezahlt hatten entschieden wir uns dann erst ein bissl Cork anzugucken und nach Cobh zu fahren, einer schicken Hafenstadt nicht weit von Cork, wo zum letzen Mal die Titanic angelegt hatte.

Die Stadt war dann auch der Hammer, am Hang an der Bucht gelegen mit viktorianischen Bauten und Palmen, vermittelte sie das Gefühl von Spanien. Außerdem war es an dem Tag auch fast T-Shirt Wetter was für uns Schwedengeschädigte auch ein Highlight war. Die ganze Tour stand dann auch schon vorn vorneherein wieder unter dem Motto Extrem-Sightseeing, weil unser Tagesprogramm, eigentlich normalerweise für drei Tage ausreichen würde. Nach Cobh ging es dann in Richtung Blarney-Castle, also wieder zurück durch Cork in Richtung in Richtung Südwest-Küste. Bei der Burg angekommen, bezahlten wir die 6€ eintritt und heizten durch wie chinesische Bustouristen, es war schon sehr lustig. Der Eintritt war es wert, da man echt nen Eindruck bekam wie es im 15.Jahrhunder so aussah. Nach der Burg ging es dann zurück ins Auto um in Richtung Ring of Kerry zu fahren. Eine der wohl sehenswertesten Straßerouten Europas oder der Welt. Nach kurzem Burgerking Stop in Killarney, kamen wir dann langsam auf die Highlands. Es war einfach nur atemberaubend, und die Straße war auch wieder der Hammer, Fabi hatte Spaß und ich Angst... Beifahrer ist nicht so schön, wenn man immer son paar Zentimeter an irgendwelchen Felsen vorbeirast und dann noch Gegenverkehr kommt auf ner Straße die etwas breiter war als eine Spur in Deutschland.

Leider war es dann mittlerweile auch schon um drei und da man im Schnitt nicht schneller als 40-50 war mussten wir den geplanten Rundkurs abbrechen und namen eine Route direkt durch die Highlands. Das war dann das wahre Highlight, da wir eine Route namen, die nur von einheimischen genutzt wurde und uns teilweise etliche Kilometer kein Auto entgegen kam, wenn dann waren es eher welche von den frei rumlaufenden Schaafen. Der Schotterweg war dann im Schnitt noch 2m-2,50 breit und dementsprechend war das auch gut so. Also fuhren wir durchs "Black Valley", was einfach nur unglaublich war, da die nächste menschliche Ansiedlung, die dann aus einem kleine Gehöft bestand meist einige Kilometer weit weg. Wir sind dabei auch am Fuß des höcshten Berges Irlands Carrantouhill vorbeigefahren. Sehenswerte Fotos und Videos entstanden. Irgendwann wußten wir dann auch nicht mehr so richtig wo wir waren und es wurde dunkel uns kam manchmal eine halbe Stunde kein Auto entgegen und Beschilderungen in Irland sind sowieso ein Fall für sich. Nach Drei Stunden abenteuerlicher Fahrt durch Gebirge, wo wir nen paar Autos, noch weniger Menschen und dafür hundert Schaafe sahen. Alles in allem eines der beeindrucksten Erlebnisse für uns alle.

Auf gings dann nach Galway in die Heimat in der wir ca.22Uhr ankamen. Dort fanden wir dann erstmal raus dass unser Flieger ja schon um 11 aus Dublin abging. Das heiß noch schnell nen Bus 5:45 buchen, was mir einige Angst machen, da die Toleranzgrenze nur bei ner guten Stunde zu spät kommen lag, was in Irland ja eher einzukalkulieren ist. Am Ende waren wir dann doch wieder nach 1 Uhr im Bett was also mal wieder nicht mehr als vier Stunden Schlaf zuließ.

Tag 91 Montag 26.11.07

Bus bekommen und er war nur 40 Minuten zu spät, was uns bequem unsern Flieger bekommen ließ der dann auch 30 Minuten su spät abflug. In Göteborg haben wir dann nochmal ein Abschieds McDonalds-Essen gemacht und dann hab ich meine 3 Stunden Zugfahrt zurück nach Växjö begonnen. In Växjö schneite es dann schon und es sind hier so derzeit -2C° was im Gegensatz zu den 10-13°C in Irland schon nen ganz schöner Unterschied ist.

Fazit des Irland-Trips:

Es war einer der beeindrucksten Trips die ich je gemacht habe. ind der kurzen Zeit haben wir so viele Eindrücke gesammelt, dass man das schlecht alles aufschreiben kann, aber ich versuchs mal:

Über Irland im allgemeinen kann man sagen. Die Menschen sind unglaublich freundlich und sagen sogar schon sorry wenn man ihnen beim raus gehen ausweichen muß. Der Dialekt ist kaum zu verstehen wenn sie sich unternander unterhalten. Sie sind das ehrlichste Volk, dass ich je erlebt habe. Und sie hängen im Schnitt ab um 6 im Pub. Wenn man um sieben durch die Wohngegenden fährt, denkt man dass das ganze Land Stromausfall hat, da wir teilweise 15Reihenhäuser hintereinander gesehen haben in denen kein Licht an war.

Was Pünktlichkeit und Gründlichkeit angeht sind sie eher südländisch. Fahrplänen sollte man nicht trauen, auf Straßenbeschilderungen sollte man nicht bauen und nach isolierten Leitungen oder Fenstern sucht man vergebens. Aber gerade das macht das Land auch aus. Es ist halt alles locker und nicht so vorgeschrieben wie in Deutschland oder Schweden.Man bekommt halt keinen Mietvertrag oder oft keinen Arbeitsvertrag. Die Leute sind halt so ehrlich, dass das alles über Handschlag abläuft. Typisch für Irland ist auch, dass man sich ungefähr ne Stunde vorher überlegen muss, ob man duscht, oder nen Bad nimmt, weil man eigentlich überall erstmal nen Beuler anschmeißen muss. Und natürlich ist bei Fabi dann auch die Dusche kaputt gegangen, aber zum Glück erst an dem Tag wo wir unseren Trip starteten. Die passende Beschreibung für Irland war also im "urisch". Das Wort ist dann auch in jedem Zusammenhangen gefallen. Auch geil ist, dass total viel Leute ohne Führerschein, aber dafür mit einem "L" für Learner auf dem Auto rumfahren. Sie melden sich also für den Führerschein ein Jahr später an und dürfen bis dahin mit dem L rumfahren, dann melden sie sich krank oder sowas und haben wieder ein Jahr Zeit üm die Prüfung zu machen, so gibt es dann halt Leute, die schon 10Jahre ohne Führerschein fahren.

Da gibt es zum Beispiel den Pakistanischen Linienbusfahrer in Dublin, der im Jogginganzug hinterm Steuer sitz und anstatt bremsen nur Hupen kennt. Die Ampelphasen sind für Rentner nicht zu schaffen und wenn die Fußgänger rot bekommen, haben die Autofahrer schon grün. Aber das juckt da halt keinen und es funktioniert da ja trotzdem irgendwie alles. Joggingklamotten sind sowieso ganz große Mode in Irland, und dann meist graumeliert und einfarbig, so wie man sich sonst auch Engländer vorstellt. Die Landschaft ist teilweise unglaublich.

Da gibt es zum Beispiel Palmen in den Städten weil es aufgrund des Golfsstroms nie richtig kalt wird und andereseits kann die Küste und das Wetter manchmal rauer sein, als man das von der Nordsee kennt. In den Städten reihen gibt es egal wo man ist nie 50m Straße ohne Pub. Die Preise sind im Schnitt doppelt so teuer wie in Deutschland und auch noch etwas teurer als in Schweden. Gerade Alkohol ist richtig teuer, so kostet ein Büchse Guiness im Sparmarkt 2,09€. Da lohnt es sich auch nicht zuhause zu trinken, also gehen die Leute gleich ins Pub um die Ecke, weils da auhc nur 1-2€ teurer ist. Ne Schachtel Malboro kostet mal so nebenbei 7€. Man fühlt sich als (Ost)Deutscher so richtig arm, aber irgendwann gibt mans auf zu sparen, da eh alles teuer ist...

Die Stimmung unter uns war auch einfach genial, kollektiver chronischer Schlafmangel und leichter bis mittelschwerer Kater führten so zu einigen lustigen Gesprächen und Theorien, wo man einfach mal jedem ne Helmkamera aufsetzen hätte müssen. Da war z.B. der Samstag Abend im grauen Jogginganzug rumlaufende Inselaffe in Cork, der so aussah, als hätte er nen Terminplan in sachen Kloppereien einzuhalten. Also nannten wir ihn Mike und dachten uns seine ganze Lebensgeschichte zu ihm aus. Dementsprechend waren dann auch alle die so ähnlich aussahen Kumpels von Mike usw....

Der Galgenhumor über die hohen Ausgaben und die dementsprechende Egalität des Gelds führte dann auch zu der Theorie, dass Erasmus ja eigentlich Arbeit ist, schließlich hetzten wir von einer Aktivität zur nächsten und hatten kaum Schlaf. Der einzige Unterschied ist halt das Vorzeichen vorm Saldo und das wir halt mehr Nachtschichten und Wochenendzuschlag haben. Dementsprechend mußten wir halt RICHTIG Geld ausgeben, damit sich die Arbeit auch lohnt...

So haben wir uns natürlich auch immer ironisch alles schön geredet und ossimäßig alles gelobt, wie so Zitate:

"Naja 6€ sind ja eigentlich voll okay für die Burg", oder "Also für 37€ haben wir ja auch noch Frühstück dabei, also kostet es ja eigentlich nur 25€ die Nacht", "Dafür hat das B&B bestimmt die beste Lage in ganz Cork", "Naja, für 11€ wirste zwar nicht satt beim Chinesen, aber dafür hats geschmeckt und wir konnten sitzen"

Auch sehr geil war die ständige Hetze in der wir waren, da wir ja immer was zu schaffen hatten, so gingen wir in deutschem Marschiertempo durch den Burgpark, oder durch die Cities, wo andere gemütlich Zeit hatten und schlenderten... oder die Tatsache, dass wir den ganzen Tag nur McDonalds und Burgerking als Nahrungsquelle hatten, weil wir halt A keine Zeit und B kein Geld hatten. Ist schwierig das Erlebte und die Atmosphäre dieser Fahrt wiederzugeben, und vor allem wieviel man in nur effektiv 4,5 Tagen und 5 Nächten so erlebt hatte.

Hier nochmal eine kurze faktische Zusammenfassung

- 7XMcDonalds, 3XBurger King, 2XSubways

- die drei größten Städte Dublin Cork und Galway gesehen

- die höchsten Klippen gesehen

- die bekannteste Burg besucht

- die schönste landschaftsregion durchfahren

- den höchsten Berg gesehen

- Schaafpfad mit dem Auto erobert

- 750km Auto gefahren

- ungefähr ein Dutzend fast Zusammenstöße

- Mike gesehen

- trotz irischer Beschilderungen nicht verfahren

- 7Pubs und Clubs und 2 Privatparties besucht

- unzählige Bier und Guiness getrunken

- 25 Stunden geschlafen in 5 Nächten

- 300€ ausgegeben

- 600 Fotos und Videos gemacht

- ungefähr 30 Minuten ausgespannt

... es fehlen sicher immernoch tausend Dinge die mir gerade nicht einfallen...

Die Fotos sind auf http://picasaweb.google.de/pietmogul/Irland21112611

27.11.07 00:35
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung